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A new Star is born
Teil 7
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Informationen
- Story: A new Star is born
- Autor: x_Dirk_x
- Die Story gehört zu folgenden Genre: Drama, Coming Out, Lovestory
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- David
- Steffen
- Doc Brown – Privatarzt der Familie Albright
- Daniel
- Lilly
- Robert
- Steffen
- David
- Ryan
- Dylan
- David
- Daniel
- David
- David
- Robert
- Daniel
Vorwort
Sorry, dass der Teil so lange hat auf sich warten lassen.
Leider hatte ich in letzter Zeit einige technische Probleme.
Hoffe, dass die nächsten Teile jetzt wieder schneller erscheinen werden.
David
„Hi, du musst Steffen sein und du Sabine“, meinte ich zu den zwei, die da vor mir standen und mich völlig entgeistert anschauten. Bob bat ich, die beiden dann auf das Gelände zu holen.
Steffen
Sommerferien, Mittwoch morgens um 8 Uhr und meine „Freundin“ klingelt mich aus dem Bett, wo ich doch gerade so einen schönen Traum hatte und erinnert mich daran, dass ich ihr ein Versprechen gegeben hätte, sie heute zu begleiten. Sie schleift mich durch halb Hamburg und jetzt stehe ich hier vor dem Hotel, in dem David abgestiegen ist. Man ist das peinlich, hoffentlich kennt mich hier niemand.
Die glauben doch wohl nicht wirklich, dass der jetzt hier rauskommt und uns alle zum Kaffee einlädt, oh man, was würde ich jetzt für einen Kaffee geben. Ich schaue mich immer noch vorsichtig um, ob auch wirklich keiner da ist, der mich kennt, als die Meute hier plötzlich laut wird und anfängt „David, David“ zu schreien. Ich schaute dann auch Richtung Hotel und sah, dass dort wirklich ein Pulk von Menschen rausgekommen ist und nun in Richtung des Zauns kommt.
Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, dass der hier rauskommt. David ist nun am Zaun angekommen und gibt Autogramme. Sabine neben mir wird immer hektischer, da David immer näher zu uns kommt. Ich sehe noch, wie er mit einem anderem der drei Jungs spricht, die mit ihm gekommen sind, die ich aber nicht erkennen kann, da sie vom Sicherheitspersonal größtenteils verdeckt werden.
Plötzlich steht David vor mir und als er zu mir sagt, „Hi, du musst Steffen sein“, entglitten mir bestimmt sämtliche Gesichtszüge. Schon wurden Sabine und ich von zwei Sicherheitsleuten auf das Gelände zu David gebracht, der jetzt auf dem Weg zurück ins Hotel war.
Kaum waren wir in der Lobby vom Hotel angekommen erkannte ich auch die drei anderen Jungs. Zum einem waren da Daniel, Holger und Klaus, die ich ja alle aus der Schule kannte.
Großartig darüber nachdenken konnte ich jedoch nicht, da er gleich zu Sabine meinte, er müsse mich mal kurz entführen, da er mit mir was zu besprechen hätte und zog mich schon Richtung einer kleinen Sitzgruppe.
Wir setzten uns dann jeder in einen Cocktail-Sessel und saßen uns gegenüber, hinter David stand wohl einer seiner Bodyguards. Ein Kellner brachte dann wohl aufgrund eines Zeichens von David für uns jeweils einen Kaffee, während dieser ganzen Zeit sprachen wir kein Wort. David schaute mich nur an und musterte mich.
Plötzlich meinte er zu mir er wäre gleich wieder da und sprang auf und ging zu Daniel und sprach kurz mit ihm, dieser schien jedoch nur amüsiert seinen Kopf zu schütteln und die zwei machten sich zusammen auf dem Weg zurück zu mir.
Doc Brown – Privatarzt der Familie Albright
Wenn ich doch nur wüsste, was mich an meinen eigenen Untersuchungsergebnissen von Ryan so stört. Irgendwas irritiert mich, aber was? Zum bestimmt dreißigsten Mal schaute ich mir meinen Bericht, alle Laborergebnisse und Röntgenbilder an. Ich finde einfach keinen Fehler, alles scheint vollkommen in Ordnung zu sein. Aber was stört mich dann daran?
Also nochmal, Röntgenbilder sind soweit in Ordnung. Blutgruppe AB Rh-, alle Blutwerte sind im Normbereich, keinerlei Krankheiten. Auf den Bildern von den Verletzungen am Rücken habe ich auch nichts übersehen.
Das Einzige was auffällt, ist die seltene Blutgruppe, aber das ist ja nichts schlimmes, halt nur selten.
Wahrscheinlich ist es dann doch wohl nur diese unglaubliche Ähnlichkeit mit David, die mich irritiert. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man sie wirklich für Zwillinge halten. Jetzt haben sie sogar noch die gleiche seltene Blutgruppe.
Na mal schauen wie hoch die Übereinstimmung ihrer DNA ist, sagte ich noch so im Scherz zu mir selbst.
Das kann nicht sein, mir stockte der Atem, das ist unmöglich, zu 97% stimmte ihre DNA überein.
Hektisch telefoniere ich mit unserem Labor in Los Angeles auf dem Anwesen und verglich nochmal, ob wirklich alle Proben richtig zugeordnet wurden und veranlasste einen Vaterschaftstest mit den uns vorliegenden Proben von Ryan, von Lilly und Robert Albright haben wir ja ebenfalls Proben im Labor. Jetzt heißt es etwa 2-3 Stunden warten.
Aber wie soll das möglich sein. Ich lade mir die Unterlagen von Lillys Schwangerschaft runter. Es gab keinerlei Hinweise, dass sie Zwillinge bekommen sollte. Auch im OP-Bericht vom Krankenaus, in dem David zur Welt kam, ist nichts von einer Zwillingsgeburt zu lesen. Moment mal, bei den Namen welche Personen zu diesem Zeitpunkt im OP waren, fällt mir ein Name auf: „Martha Reynolds – OP-Hilfsschwester“, woher kenne ich diesen Namen.
Martha Reynolds, Martha Reynolds woher kenne ich diesen Namen. Moment, Ryan heißt mit Nachnamen, Reynolds. Ja, Eltern: John und Martha Reynolds.
In diesem Moment signalisiert mir mein Laptop das die gerade von mir geöffnete Krankenakte von Ryan aktualisiert wurde. Ich lud die Akte neu und klickte auf den neuesten Eintrag, das Ergebnis des Vaterschaftstests.
Die Wahrscheinlichkeit das Lilly und Robert Albright die leiblichen Eltern von Ryan sind, lag bei: 99.99999%.
Wie kann das sein, ich muss sofort mit ihnen sprechen.
Daniel
Was macht mein Schatz denn jetzt schon wieder. Was war das den jetzt wieder für eine Aktion. OK, dass er mal zu seinen Fans geht, wenn er in einem Hotel ist, ist nichts Ungewöhnliches, das er so was macht, hatte ich schon ein paar Mal gelesen, aber was soll das mit Steffen.
Da sitzen die zwei sich jetzt gegenüber und schauen sich nur an. Da wird mir auf einmal klar, was mein Schatz da macht. Klar, er will Klaus helfen, nur hat er mal wieder erst gehandelt und jetzt scheint ihm klar zu werden, dass das wohl, ohne Klaus und Holger zu outen, recht schwierig werden könnte. Kommt mir jetzt irgendwie bekannt vor.
Da kam er auch schon auf mich zu. Bevor er etwas sagen konnte, meinte ich nur zu ihm: „Na mal wieder erst gehandelt und dann sind dir mögliche Konsequenzen eingefallen?“
Er brummelte nur irgendwas wie was sich anhörte wie „Ja, so in der Art“. Ich grinste ihn nur an, schüttelte leicht mit dem Kopf und meinte dann: „Komm, wir kriegen das schon hin“, und gingen zu Steffen.
Lilly
Als Robert, Jo und ich gerade unser Frühstück beendet hatten, klopfte es und unser Arzt Doc Brown trat ein und wollte dringend mit uns sprechen.
Als er uns alles so schonend wie nur irgend möglich erklärt hatte, waren wir alle erst mal fassungslos und konnten es nicht glauben, wie dies überhaupt möglich wäre. Jo ließ sich daraufhin nochmal alle Ergebnisse von ihm geben und telefonierte sofort mit unseren Ermittlern und verlangte das dies sofort umfangreich überprüft und untersucht wurde.
Ich konnte es immer noch nicht glauben, Ryan war unser leiblicher Sohn und David und Ryan wären somit Zwillinge. Es erklärt allerdings auch die mir bis daher unerklärlichen Muttergefühle die ich von Anfang an gegenüber Ryan hatte. Ich hatte es mir bisher immer damit erklärt, dass er von seiner Art und seinem Aussehen her halt David glich.
Robert
Was uns Doc Brown mitteilte, war eigentlich kaum zu glauben, aber der Test war ein untrüglicher Beweis. Doch wie bringt man das den Jungs bei, was unser Arzt rausgefunden hat. Wir können es uns ja selbst noch nicht erklären. Auf die Fragen, die dann folgen würden, haben wir ja selbst keine Antworten. Das Einzige, was feststeht, ist, das Ryan unser leiblicher Sohn ist.
Wir kamen zu dem Entschluss, erstmal nichts zu sagen, bis wir von unseren Ermittlern und dem FBI, welches wir nun wohl einschalten müssten, erste Informationen bekommen würden.
Steffen
Als David und Daniel dann bei mir waren und sich hingesetzt hatten, fragte ich Daniel, ob er mir vielleicht sagen könnte warum ich hier wäre, ich wüsste es nämlich nicht.
„Was ich eigentlich gegen Schwule hätte?“, fragte mich Daniel dann.
„Gar nichts!“ war meine Antwort. „Sorry“, meinte Daniel dann, wir wären zwar keine Freunde gewesen und hätten auch sonst nicht viel miteinander zu tun gehabt, aber was ich für Sprüche bei meinen Kumpels in der Schule manchmal losgelassen hätte, hätte sich doch ganz anders angehört.
Gut die Sprüche waren nicht so besonders von mir, gab ich zu, aber das könne ja wohl nicht der Grund sein, warum ich hier wäre.
Wenn ich erfahren würde, dass zwei Jungs, die ich kennen würde, schwul wären, ob die dann nichts von mir zu befürchten hätten, fragte mich dann David. Naja, sich und Daniel könne er ja nicht meinen, bei euren ganzen Bodyguards würde mir das wohl sicher nicht so bekommen, meinte ich und grinste ihn an. Dann fiel mein Blick auf Holger und Klaus die uns die ganze Zeit, wie ich jetzt erst bemerkte, ziemlich ängstlich beobachtet hatten.
„Die zwei?“, fragte ich erstaunt in Richtung David und Daniel. Dann hörte ich lautes Lachen von der anderen Seite der Lobby. Automatisch schaute ich in die Richtung, von der aus ich das Lachen vermutete. Dort sah ich dann einen Jungen, der mir nicht bekannt vor kam, sowie Ryan und Dylan aus der Boyband.
Dann passierte etwas womit ich heute niemals, geschweige denn jemals überhaupt gerechnet hätte. Meine sorgsam aufgebaute Schutzmauer um mich herum zerbrach, nein sie zerbrach nicht, sie explodierte förmlich.
„Ihr könnt mir ruhig glauben, ich habe wirklich nichts gegen Schwule, ich bin ja selber einer“, dann konnte ich meine Tränen nicht länger unterdrücken. Auf ein Zeichen von David hin, wurden wir sofort von Sicherheitspersonal abgeschirmt, sodass dies außer David und Daniel keiner sehen konnte.
David
Also damit hatten wir nun wirklich überhaupt nicht gerechnet. Wir erfuhren dann noch, dass Sabine die Einzige außer uns war, die davon wusste. Sie hatte ihm dann angeboten, sich als seine Alibi-Freundin auszugeben. Zu meinem Engel meinte ich dann, er solle doch am besten mit Steffen, Sabine, Holger und Klaus in unsere Suite gehen. Ich würde mich mal ein wenig ins Tonstudio zurückziehen. Langsam merkte ich, dass mir das alles etwas viel wurde.
Als ich in dem provisorischen Tonstudio ankam, setzte ich mich an ein Keyboard und spielte einfach drauf los, mit der Zeit ging mein wahlloses Geklimper aber in eine Melodie über, die mir verdammt nochmal sehr bekannt vorkam. Verdammt nochmal, warum geht mir diese blöde Melodie nicht mehr aus dem Kopf.
„Störe ich dich?“, fragte Ryan, der plötzlich ebenfalls im Tonstudio auftauchte. „Nein, natürlich nicht, zukünftiges Brüderchen, komm setz dich, was treibt dich denn hierher?“
Er bräuchte mal ein wenig Ruhe, aber es würde sich gut treffen, dass ich da wäre, er hätte was mit mir zu besprechen, aber ich sollte ihm nicht böse sein. Es ging um seinen Song, er würde ihn jetzt doch nur ungern auf dem Konzert mit mir singen. Es ginge auch nicht darum, dass er dadurch geoutet werden könnte, sondern dass es einfach zu persönlich und privat wäre. Es würden dann Fragen und Gerüchte aufkommen und darauf hätte er zurzeit überhaupt keinen Bock. Das wäre doch kein Problem, uns würde schon was anderes einfallen, meinte ich, zumal ich auch schon daran gedacht hatte, dass es zu persönlich werden könnte, aber solange Ryan nichts sagen würde.
Was wäre das den für eine Melodie gewesen, die ich gerade gespielt hätte, wollte er wissen. „Ach die, ich habe euch doch mal von einem Song erzählt, womit ich überhaupt nicht mit klarkam, also meiner Meinung nach passten die Melodie und der Text einfach nicht zusammen.“ Ja, er würde sich erinnern, ob das nicht der Song wäre, wo meine Mom mich mit dieser „Horror-Autogrammkarte“ genervt hätte und welchen ich nie im Leben singen würde. „Ja genau der und die Karte“, meinte ich, ich nahm mein Handy und suchte das Bild, was ich von der Autogramm-Karte gemacht hatte und während ich ihm mein Handy reichte sagte ich: „Ich habe diese Karte übrigens gestern wiedergesehen.“
Ryan
Als mir David sein Handy gab und ich mir das Foto anschaute, wollte ich erst nicht glauben, was ich da sah. „Die Karte war für „deinen“ Daniel?“, fragte ich ganz aufgeregt, aber das konntest du doch gar nicht wissen. Ich schüttelte nur ungläubig meinen Kopf.
„Die Melodie, ich habe eine Idee“, meinte ich zu David. „Ich habe mal einen Text geschrieben, wo es darum geht, dass ein Junge seine große Liebe sucht, er glaubt jedoch nicht daran, dass es je in Erfüllung geht, also erträumt er sich diese Beziehung, doch dann geschieht das Wunder, sein Traum wird Wirklichkeit. Der Text müsste genau zu deiner Melodie passen und wir können es gemeinsam singen, du denkst an Daniel und ich an Sean.“
„Versuchen wir es“, meinte David. Wir bereiteten alles vor und probten den Song, nach vielleicht zwei Stunden hatten wir alle Anpassungen vorgenommen und der Song hörte sich gut an.
„Wow, darf ich bitte auch schwul sein?“, hörten wir plötzlich Dylan sagen, erschrocken drehten wir uns beide zu ihm um.
Dylan
Jetzt muss ich aber doch mal nach Ryan schauen, vor Stunden ist der weg, weil er mal ein wenig Ruhe haben wollte. Als ich in den Gang einbog wo sich das Tonstudio befindet, sah ich wie zwei junge Pagen davorstanden, einer von ihnen wollte wohl anklopfen und der andere hielt ihn so wie es aussah davon ab,. Als sie mich bemerkten, rannten sie schnell weg. Von draußen hörte ich bereits einen mir unbekannten Song, ich trat leise ein, dort sah ich dann David und Ryan, sie konnten mich nicht sehen, da sie mit dem Rücken zu mir standen.
Die zwei legten so viel Gefühl und Liebe in diesen Song, Daniel und Sean können wirklich glücklich sein, die beiden zu haben, ihre Liebe zu den beiden ist durch diesen Song förmlich greifbar. Wobei das natürlich auch umgekehrt gilt, jeder von ihnen scheint das Teil gefunden zu haben was ihnen fehlte.
Ryan meinte, dass Maja bestimmt etwas dagegen hätte, aber man bestimmt einen Passenden für mich finden könnte, und grinste mich dabei an. Maja, auch so ein Thema, sie wollte mich zwar in Hamburg besuchen, würde es aber zeitlich nicht schaffen. Wirklich geglaubt, dass sie herkommt, habe ich eigentlich sowieso nicht. Zum einem scheint sie mit unserem Leben, was wir führen, also ständig im Rampenlicht und so, nicht so ganz einverstanden zu sein und wenn ich ehrlich bin, ist es mir auch glaube ich lieber so. Irgendwie habe ich bei ihr so ein Gefühl, als ob sie mit der Beziehung von David und Daniel nicht so ganz einverstanden ist, von Ryan und Sean weiß sie ja noch nicht mal was.
„Mal ehrlich jetzt Jungs, der Song ist ja so was von genial“, meinte ich zu den beiden. Sie erzählten mir dann, wie sie darauf gekommen sind. Das diese eine besagte Autogramm-Karte von David damals wirklich für seinen Daniel gewesen ist, konnte ich auch kaum glauben. Sie planten also jetzt das nächste Konzert mit diesem Song zu beenden. David würde, wenn er vorne auf dem Ausleger steht, Ryan ankündigen als seinen lange vermisst geglaubten Bruder, der dann von einem Spot eingefangen zum ihm kommen würde. Als Gag würden sie beide exakt das gleiche Kostüm tragen und auch die gleiche Frisur, dann wären sie so gut wie gar nicht mehr zu unterscheiden.
Die Idee gefiel mir und ich hatte da vielleicht auch noch eine Idee dazu, darüber muss ich aber erst mal nachdenken, meinte ich noch, bevor ich etwas ernster wurde. „Denkt bitte daran Sahra zu informieren, die Arme ist immer noch fertig vom letzten Konzert“. Zu Ryan meinte ich, ob er sich wirklich bewusst ist, was er da machen will, das ist dann definitiv ein Outing und das wird Fragen nach sich ziehen und zu David, ob er jetzt jedes seiner zukünftigen Konzerte damit beenden will, indem er eine Bombe platzen lässt, dass dürfte mit der Zeit schwierig werden.
David
Ich versprach Dylan diesmal hoch und heilig, dass ich Sahra und Paul diesmal vorwarnen werde. Mit Ryan besprachen wir noch, ob wir es wirklich so machen wollen, er wollte. Das sein Outing so große Wellen schlagen würde, glaubte er nicht, die Presse würde dann halt in Zukunft einfach neben meinem Namen auch noch seinen nennen. Das ich ihn als seinen Bruder ankündigen würde, würden die Leute auch nicht ernst nehmen, es sei ja bekannt, dass wir es nicht wären, wir sehen uns halt zufällig recht ähnlich und würden das zum Anlass nehmen und uns daraus einen Spaß machen.
Nachdem wir soweit alles geklärt hatten, bemerkte ich doch, dass ich recht müde war und außerdem wollte ich zu meinem Engel und schauen wie es ihm geht. Wir wünschten uns dann alle eine gute Nacht und ich verschwand dann in unsere Suite. Endlich lag ich nun im Bett neben meinem Engel, er schlief tief und fest. Ich kuschelte mich vorsichtig an meinen Engel und sagte leise zu ihm: „Schlaf gut mein Engel, ich liebe dich“.
Daniel
Als mein Schatz sich ins Bett legte und sich an mich kuschelte, wurde ich kurz wach und bekam mit, wie er mir leise zuflüsterte das er mich lieben würde. Zufrieden schlief ich auch gleich wieder ein.
Es war jetzt 6 Uhr morgens und ich war hellwach und konnte nicht mehr schlafen. Ich beschloss, mich erst mal schnell zu duschen, da ich doch recht viel geschwitzt hatte die letzte Nacht. Dann ging ich ins Wohnzimmer und zappte mich so durch TV-Programm. Bei einem Bericht über das bevorstehende Konzert von meinem Schatz blieb ich hängen. Natürlich ging es in dem Bericht auch über uns beide.
Gegen 7 Uhr tauchte dann auch mein Schatz auf. Nach einem Gute-Morgen-Kuss und einer Tasse Kaffee war er dann auch so langsam aufnahmefähig und ich erzählte ihm, was gestern, als er im Tonstudio war, noch so abging.
Steffen hätte so vor etwa zwei Jahren, als er 16 war, festgestellt, dass er wohl eher auf Jungs als auf Mädchen stand. Ein Outing in seinem Freundeskreis wäre jedoch ein Ding der Unmöglichkeit. Er hätte es auch immer mit Mädchen versucht, aber es klappte einfach nicht. Sobald die Mädchen mehr als nur küssen und Händchenhalten wollten, war es aus bei ihm. Vor etwa einem Jahr hatte er dann Sabine kennengelernt, auch hier klappte es nicht. Sabine war jedoch der Meinung, dass es nicht an ihr persönlich, sondern eher an ihrem Geschlecht liegen würde. Er hatte dies natürlich abgestritten und es gab eine riesen Streit. Sabine ließ jedoch nicht locker und nach langem hin und her gab er es dann ihr gegenüber zu. Da Sabine ja den Freundeskreis von Steffen kannte und auch der Meinung war, dass ein Outing dort unmöglich wäre, einigten sie sich darauf, dass sie seine Alibi-Freundin spielte. Dies wäre auf Dauer zwar keine Lösung, aber kurzfristig reichte es aus. Gestern dann, als wir ihn ansprachen, was er gegen Schwule hätte, er uns sah, Holger und Klaus und dann auch noch Ryan und Sean, das war dann wohl zu viel für ihn.
Mein Schatz erzählte mir dann noch, dass Ryan und er beschlossen hätten, das Ende der Show doch mit einem anderen Song zu beenden.
David
Gegen 10 Uhr gingen wir alle zum Heli-Port, um ins Stadion zu fliegen.
Als wir beim Heli-Port ankamen sagte ich scherzhaft zu Greg, du wirst deiner Helga doch nicht untreu werden, so wie du diesen Heli da ansabberst. Er meinte, dass diese Schönheit schon eine Sünde wert wäre. Warum wollte ich wissen. Zum einem passen da mehr Leute rein, wir könnten ja jetzt auch alle mit nur einem Heli fliegen und er wäre auch schneller. Klingt doch gut, dann bestell halt so ein Ding, meinte ich nur. Auf seine Frage, ob ich mir bewusst wäre, dass so eine Schönheit mal so locker 10 Millionen Dollar, mit Zusatzausstattung eher mehr, kosten würde, sagte ich nur, dass wir den nicht geschenkt bekommen, wäre mir klar, er solle halt einen bestellen.
Er schüttelte daraufhin nur ungläubig seinen Kopf. Wir stiegen dann alle ein und flogen zum Stadion. Nach der Landung fragte er mich nochmal, ob ich das eben ernst gemeinte hätte. „Ja“, sagte ich und wenn er mir nicht glauben würde, solle er meinen Dad oder Onkel Jo fragen und ihnen sagen, dass ich gesagt hätte, er solle einen bestellen.
Ich stand jetzt ganz vorne auf dem Ausleger und schaute in das riesige Stadion und konnte es immer noch nicht fassen, dass dieses Ding hier jetzt drei Mal komplett ausverkauft war. Das Zusatzkonzert, welches es ja jetzt gibt, wurde erst nach unserem Outing angesetzt und war innerhalb von 24 Stunden ausverkauft. Ich konnte es immer noch nicht glauben.
Ich lief den Ausleger langsam zurück zur Hauptbühne. Nachdem wir dann mit dem Soundcheck, der so fast zwei Stunden dauerte, fertig waren, probten wir die Chorografie auf dieser doch größeren Bühne als die Letzte in Los Angeles.
Nach der tollen Idee von meinem Engel bezüglich der Probleme mit meinem neuen Song und der Chorografie fragte, ich meinen Engel, wie er den eigentlich auf die Idee kam. Und als er mir sagte, dass er in einer Latein-Formation und auch Rock ‘Roll-Formation getanzt hatte, reifte mein Plan von meiner Idee, die ich ja schon gleich damals hatte immer mehr zu einem Plan. Bei einem Song der so eine Mischung aus Rock ‘Roll und Pop ist, wo man sehr gut leichte Rock ‘Roll-Figuren tanzen und gleichzeitig singen kann, rutsche ich ziemlich am Anfang des Songs mit etwas Anlauf auf den Knien bis zu einem gewissen Punkt auf der Bühne, wo dann Nebel aufsteigt und über eine kleine Hebebühne von unten dann meine Tanzpartnerin nach oben auf die Bühne gehoben wird und wir dann den Rest des Song zusammen tanzen. Und aufgrund der Einfachheit des Textes ich dabei aber auch ohne Probleme singen kann.
Mein Plan ist nun, diese Tänzerin durch meinen Engel zu ersetzten. Ich habe ihm gesagt, die Tänzerin hätte sich ihren Fuß leicht verstaucht und wolle sich erst mal etwas schonen und ihn gefragt, ob er bei der Probe mal einspringen könnte und er hat „Ja“ gesagt. Wenn es klappt, will ich ihn fragen, ob er sich vorstellen könnte, das auch live zu machen. Wenn er ja sagen würde, würde ich ihm natürlich sagen, dass es eigentlich auch so von mir geplant war, ich mich aber nicht traute ihn zu fragen und wenn er nicht will, bin ich ihm auch nicht böse.
Ich denke mal, das ist schon was anderes, bewusst auf eine Bühne zu gehen als in LA, wo ich ihn ja damit überrumpelt hatte. Die Fans würde das bestimmt auch freuen, vor allem wenn sie erkennen, mit wem ich da tanze, gerade wo unser Outing ja so gut aufgenommen wurde. Ich probte ein paar Mal das Rutschen, und als wir die richtigen Positionen gefunden hatten und die entsprechenden Markierungen auf dem Boden angebracht waren, konnten wir beginnen. Das Playback von dem Lied startete und nach so 20 Sekunden rutschte ich dann zu dem Punkt, wo dann jetzt meine Engel auf die Bühne kam und wir tanzten die Schritte, die wir vorher geprobt hatten, es klappte super.
Als ich ihn fragte, musste er erstmal schlucken, schaute dann in das Stadion und sagte dann: „Hier sind aber mehr Menschen als in Los Angeles.“ „Mehr als das Doppelte“, sagte ich und fügte leise noch hinzu, dass es in München dann noch mehr wären, etwa 70.000. Meine Hoffnung, dass er ja sagte, schwand immer mehr. Als er dann sagte, er mache es, aber erst mal nur für das erste Konzert, und dann könnten wir ja weitersehen, fiel ich ihm vor Freude um den Hals.
David
Samstagmorgen, 6 Uhr und ich war hellwach. Eigentlich viel zu früh, ich sollte noch schlafen, der Tag wird lang und das Konzert, da die Jungs ja auch dabei sind, bestimmt fast drei Stunden gehen, aber es ging nicht, ich wurde langsam echt nervös. Ich stand auf und duschte mich schnell, schaut nochmal nach meinem Engel, der aber noch fest schlief und ging dann ins Tonstudio.
Dort angekommen, waren die Jungs auch schon da, wir waren wohl alle doch etwas nervös. Vor einem so großen Publikum sind wir alle noch nicht aufgetreten. Wir probten dann noch ein paar Songs von den Jungs, die ich ja dann auch mitsingen würde. Dann gingen wir runter in den Ballsaal, wo wir noch die Chorografie einstudierten. Die Jungs tanzten ja ihre eigene Chorografie für die Songs, aber ich musste ja darin noch integriert werden. Der ein oder andere Patzer war zwar drin, aber es würde schon gehen.
Dann war es soweit, wir flogen ab, schon aus der Luft sah man, wie sich tausende von Menschen in Richtung Stadion drängten. Um 15 Uhr waren wir beim Stadion gelandet, Einlass war um 16 Uhr und das Konzert würde so gegen 19 Uhr anfangen.
Wir gingen auf der Bühne nochmal unsere Position ab, probten den Einlauf von Ryan, wenn ich ihn aufrief und wie dann die restlichen Jungs dann nach dem Song alle zu uns kommen. Kleiner Soundcheck noch und schon strömten die ersten ins Stadion und rannten alle in Richtung Bühne. Sofort wurden wir von der Security von der Bühne gebracht.
18:30 Uhr: Wir waren jetzt alle fertig und waren alle in meiner Garderobe, Make-up-Tina hatte bei Ryan und mir ganze Arbeit geleistet. Wir hatten jetzt jeder die gleiche Frisur und wir sahen jetzt echt aus wie eineiige Zwillinge. Da kam auch schon Bob und holte uns ab.
Als wir an der Bühne ankamen, wünschten wir uns alle viel Glück und so das Ganze, was man dann halt so macht und von meinem Engel gabs noch einen Kuss, da wurde ich auch schon von der Security weggezogen und unter dem Ausleger der Bühne ging es nach ganz vorne zu der Hebebühne.
Punkt 19 Uhr begann die Musik und die Lightshow, noch 5 Minuten und die Hebebühne fährt nach oben. Als ich oben war, verschlug es mir fast den Atem, eine solche Menschenmenge hatte ich noch nie gesehen, aber ich musste mich zusammenreißen um meinen Einsatz nicht zu verpassen.
Ich sang die ersten Strophen des Songs vorne auf dem Ausleger als dann die Stelle kam, wo es so 20 Sekunden keinen Gesang gibt, rannte ich Richtung Bühne und reihte mich dort bei meinen Tänzern ein und die Show begann.
Die Show verlief super, jetzt kam der letzte Song vor der Pause, wo mein Engel zu mir auf die Bühne kommt. Der Song begann, ich rutsche zu der Stelle auf der Bühne, wo mein Engel auf die Bühne gehoben wurde. Da war er auch schon und wir begannen die eingeprobten Tanzschritte. Noch war es ruhig, dann jedoch, als auf den vier riesigen Leinwänden in Nahaufnahme gezeigt wurden, und etwa 55.000 gleichzeitig bemerkten, wer da mit mir tanzte, brach ein fanatischer Jubel aus und es wurden Schilder mit „David + Daniel“ mit Herzchen umrandetet in die Höhe gehalten. Der Song war zu Ende und ich stand da mit meinem Engel Hand in Hand und der Applaus nahm und nahm kein Ende, ich schaute meinen Engel freudestrahlend an und er nickte mir leicht zu. Das war das Zeichen, das ich erhofft hatte. Er würde nicht gleich von der Bühne gehen, sondern mich Hand in Hand auf der Bühne bis vorne zum Ausleger begleiten, wobei ich mich für das tolle Publikum hier in Hamburg bedanken würde und so.
Während wir auf dem Rückweg zur Bühne waren fingen auch schon die ersten Rufe nach einer Zugabe an. Die würde es ja auch gleich geben, aber anders als die meisten wohl erwarten
In der kurzen Pause war ich kurz in meiner Garderobe, wo ich mich schnell umzog. Ich hatte jetzt exakt die gleichen Sachen an wie auch Ryan: schwarze Hose und ein mit Pailletten besticktes Oberteil. Tina fummelte noch an meinen Haaren rum und tupfte mir im Gesicht rum, bis ich auch schon wieder zur Bühne musste. Ein Tontechniker legte mir wieder mein Headset an, welches ich aber über meinen Kopf nach hinten schob um es so zu deaktivieren, dieses würde ich erst brauchen, wenn die Jungs auf die Bühne kommen. Mit einem Handmikro bewaffnet machte ich mich startbereit.
Die bis zu diesem Zeitpunkt leise laufende Musik wurde lauter und eine kleine Lightshow begann, das Zeichen, dass es weiterging. Auf in den Kampf, dachte ich so bei mir und ging raus auf die Bühne. Es setzte aber keine Musik ein.
Es blieb still, auch als ich anfing den Ausleger nach vorne zu laufen. Ein Raunen ging durch die Menge, die das nicht erwartet hatte.
Als ich vorne stand, war es relativ still im Stadion und auch dunkel, das einzige Licht war ein weißer Spot der mich auf meinem Weg nach vorne begleitete. Dann begann ich auf deutsch zu erklären, wie es jetzt weitergeht, ich sprach deshalb auf deutsch, damit ich sichergehen konnte, dass es auch so gut wie jeder versteht.
„Ihr habt bestimmt bemerkt, dass ein Song heute noch nicht gespielt wurde. Ich denke mal, die meisten wissen, wovon ich spreche und werden mir wohl zustimmen, dass ich das in dieser Form wohl nicht wiederholen kann. Ich kann also nicht einfach mir einen von euch aussuchen und hier auf die Bühne bitten. Sorry an alle Jungs hier, aber das würde mir gegenüber Daniel nicht richtig vorkommen und ich denke mal derjenige und ich würden sich dabei auch nicht wohl fühlen. Ein Mädchen kommt unter den gegebenen Umständen dann auch nicht in Frage, versteht wohl auch jeder. Ich müsste mich dabei verbiegen euch etwas vormachen etwas zu sein, was ich nicht bin. Ich käme mir dann dabei vor, als wenn ich euch anlügen würde und das will ich nicht. Ihr meine Fans habt die Wahrheit von mir verdient. Aus diesem Grund habe ich auch gegen den Wunsch von meinem Management auf der Pressekonferenz kurz nach dem letzten Konzert in Los Angeles meine Beziehung mit Daniel öffentlich gemacht. Ihr verdient einfach die Wahrheit und ich bin so stolz, solch tollen Fans zu haben.“
Mein Handmikro hatte ich mittlerweile auf einen Ständer gesteckt und als die ersten Töne von „DER SONG“ erklangen, hörte der Applaus, der nach dem Ende meiner kleinen Ansprache begann, langsam auf.
Ich wurde mit den Farben des Regenbogens angestrahlt und auf den vier großen Leinwänden war auf den beiden mittleren das aktuelle Konzert mit mir in Großaufnahme zu sehen und auf den beiden äußeren Ausschnitte vom letzten Konzert in Los Angeles mit meinem Engel, das war natürlich mit ihm abgesprochen und er hatte nichts dagegen, allerdings musste es die zensierte Version sein, da legte er dann doch sehr großen Wert darauf.
Durch die Einspieler aus dem letzten Konzert dürfte wohl jedem klar geworden sein, dass ich das in dieser Form mit einer anderen Person wohl nicht mehr machen könnte. Der Applaus nach dem Song schien das zumindest anzudeuten.
Da es nach dem Song nicht weiterging mit der Musik, ahnte jetzt wohl jeder im Publikum, dass diese Zugabe ganz anders ablaufen würde, als es sonst immer war.
Als es dann wieder langsam leise wurde, fing ich an „Tja und jetzt schon die nächste Änderung. Ich darf euch jetzt die Weltpremiere von meinem neuen Song vorstellen. Nun „meinen“, stimmt eigentlich nicht so ganz, eher „unserem“. Darf ich euch meinen Gesangspartner, meinen langvermisst geglaubten Bruder“, und zeigte dabei Richtung Bühne, wo jetzt Ryan ebenfalls mit einem Handmikro bewaffnet von einem Sport verfolgt in meine Richtung lief. Als wir uns trafen, umarmten wir uns erstmal und ich sagte ins Mikro: „Ryan vorstellen.“ Ein Raunen ging durch das Stadion, da wir beide auf den Leinwänden jetzt genau zu sehen waren. Es war zwar nichts neues, dass wir uns ähnlich sahen, aber so hatte uns noch keiner gesehen, gleiches Outfit, gleiche Frisur.
Wir standen jetzt beide vorne auf dem Ausleger, jeder an seinem Mikro, wurden beide in den Regenbogenfarben angestrahlt, wo spätestens jetzt jedem klar werden würde, in welche Richtung Ryan wohl sexuell tendiert. Wir sangen also unseren neuen Song, danach gab es wieder Applaus, aber plötzlich ging ein Rauen durch die Menge. Wir schauten uns beide an, wussten wir doch beide nicht, wie wir das jetzt aufnehmen sollten, doch aus dem Rauen wurde eine Riesen Applaus und aus den Lautsprechern war Dylan zu hören, wie er zu uns sagte: “Also Jungs, so geht das aber nicht“, wir drehten uns in Richtung Bühne um.
Was wir da sahen, konnten wir beide erst nicht glauben. Da kamen mein Engel und Sean, flankiert von Dylan, Nicki, Peter und Jordan den Ausleger entlang auf uns zu. Peter und Jordan die links und rechts von ihnen gingen, hatten je einen Hocker in der Hand. Das war also Dylans Idee, als er Ryan und mich im Tonstudio überraschte.
Während mein Engel in meinen Armen lag und mir dabei ins Ohr flüsterte: „Ich warne dich, pass bitte auf, was du mit deinen Händen machst.“ Also so was, vor was sollte ich den gewarnt werden, also wirklich, befand Sean sich in den Armen von Ryan. Dylan übernahm die Ansprache ans Publikum. In gebrochenem Deutsch lass er von einem Zettel ab, das Peter, Jordan, Nicki und er der Meinung gewesen wären, das eine Weltpremiere heute Abend nicht ausreichen würde und sie deshalb zusammen mit mir „DER SONG“ a cappella singen würden, speziell für Daniel, den er ja nicht mehr vorstellen müsste und für Sean, der für Ryan das gleiche wäre wie Daniel für David.Aber das würde ja wohl ein Blinder sehen. So und damit dürfte das öffentliche Outing von Ryan jetzt aber auch durch sein, dachte ich mir noch so.
Also gut, Headset aktiviert, Hände müssen ja frei sein, verdammt ich muss echt aufpassen, sonst würde ich meinen Engel wohl das erste Mal stinksauer erleben dürfen. Beim Publikum entschuldigte ich mich bereits sicherheitshalber schon mal im Vorfeld, als ich meinte, sie könnten mir glauben, wir haben das nicht geprobt und diesen Song auch warum auch immer noch nie zusammen gesungen.
Mein Engel und Sean, saßen jeweils auf ihrem Hocker und wir begannen „DER SONG“ a cappella vorzutragen. Es klappte echt gut dafür, dass wir es noch nie zusammen gesungen hatten und dem Publikum schien es zu gefallen, der Applaus war jedenfalls nicht zu überhören.
Als der Song zu Ende war und mein Engel und Sean von Bob und Patrick abgeholt wurden, wir aber jeder vorher noch einen kleinen Kuss ergattern konnten, legte auch schon unsere Partynudel Nicki los. „Jetzt aber mal Schluss mit dieser Gefühlsduselei, jetzt gibt’s Party!“ Das taten wir dann auch, etwa eine halbe Stunde später verließen wir dann alle unter tosendem Applaus die Bühne, die Show war zu Ende.
Robert
Ich kann es immer noch nicht richtig glauben, dass Ryan unser leiblicher Sohn und somit der Zwillingsbruder von David ist. Die Ermittlungen von unseren Ermittlern und dem FBI haben bisher ergeben, das Herr und Frau Reynolds das wohl schon einige Zeit geplant hatten, ein Neugeborenes zu entführen, nachdem ihr eigenes Kind im Alter von 6 Monaten an plötzlichem Kindstod gestorben war. Sie hatten anscheinend den Arzt irgendwie erpresst und die Krankenakten entsprechend manipuliert. Da dieser Arzt vor zwei Jahren jedoch verstorben ist und Herr und Frau Reynolds keine Angaben zu allem machen, müssen wir abwarten, ob es noch weitere Erkenntnisse geben wird. Lilly ist mit dem Nerven völlig am Ende. Nur gut, dads wir den Psychologen von Ryan dabeihaben. Wir dürfen diese Informationen nicht lange vor David und Ryan verheimlichen. Sie haben ein Recht, das alles zu erfahren, aber wir haben uns entschieden, ihnen erst nach den Konzerten hier in Hamburg alles zu erzählen, dann ist es noch etwas mehr wie eine Woche Zeit, bevor das nächste Konzert in München stattfindet. Jo hat mit unseren Anwälten soviel Druck bei den Behörden gemacht, dass bereits alle Papiere bereinigt wurden und Ryan somit auch offiziell unser leiblicher Sohn ist.
Daniel
Man was für ein Tag, jetzt sitze ich hier mit David und Dylan, die anderen haben sich schon in ihre Zimmer zurückgezogen, noch bei uns in der Hotelsuite und lassen den Tag Revue passieren. Nach dem Konzert war noch die After-Show Party. Ich war die meiste Zeit bei meinen ehemaligen Hauskameraden, David war auch meisten bei uns. Er musste sich jedoch auch zumindest zeitweise Mal bei den anderen Leuten blicken lassen. Steffen und Sabine waren auch da und ich lernte einen völlig neuen Steffen kennen. Und als irgendwie, warum auch immer, die Sprache auf irgendein Computerspiel kam, waren Steffen und Dylan nur noch am Fachsimpeln über dieses Spiel. Wir waren auch gerade dabei uns ins Bett zu begeben, als mein Handy klingelte.
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