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Quartett
Teil 72 - Ausbruch
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Informationen
- Story: Quartett
- Autor: ratte-rizzo
- Die Story gehört zu folgenden Genre: Science Fiction, Fantasy und Mystery
78. Ausbruch
Niemand der Anwesenden hatte auch nur im Entferntesten damit gerechnet, dass ausgerechnet Hennes Peiniger Nils aus dem ersten Semester es wie auch immer geschafft hatte, in die Universelle Vermittlung einzubrechen. Nicht, dass er sich von anderen unterschied, außer vielleicht durch seinen offensichtlichen Hass gegenüber den vier Freunden, aber davon abgesehen galt er offensichtlich nicht als der intelligenteste Alumni dieser Elite-Universität. Immerhin war er der Einzige seit vermutlich Menschengedenken, der sein Studium nicht in der Regelzeit von vier Jahren geschafft hatte und deswegen quasi als vertuschtes Nachsitzen noch mindestens zwei weitere Semester als Assistent dranhängen musste, damit er zumindest vom Lernstoff her dasselbe Niveau erreichte wie die übrigen Absolventen.
Auf dem Burgturm machte sich Ratlosigkeit unter den vier Freunden und den beiden Schattenjägern breit. Tief unter ihnen im Innenhof der altehrwürdigen Universität fand immer noch die große Verabschiedungszeremonie statt. Von oben aus der Ferne betrachtet hatte sich nicht viel getan, außer dass in der Zwischenzeit der Vortragende gewechselt hatte. Aber offensichtlich waren sie immer noch nicht bei dem spannenden und letzten Teil der Veranstaltung angekommen: Die Verleihung der Abschlusszeugnisse.
“Also, Diggi, dieser Fraggle hat es irgendwie geschafft, ins Weiß einzubrechen, obwohl er eigentlich nicht einmal wissen dürfte, dass es das überhaupt gibt. Und wie er das geschafft hat, das is Euch auch ein Rätsel. Richtig, Diggi?”
“Korrekt, Ben, Du hast es absolut treffend zusammengefasst.”
“Okay, Diggi, und solange der Nils da drin is, kommt erstmal kein anderer rein, außer Ihr Drei: Eggsy, Johannes und Du. Und er kommt auch nich raus.”
“Auch richtig.”
“Außer, Diggi, auf dem selben Weg, wie er rein gekommen is.”
“Vermutlich.”
“Wobei ich mir auch nicht ganz sicher bin, ob er wirklich wusste, was er da getan hat, geschweige denn, wie er das getan hat.”
Henne mischte sich in die Diskussion mit ein, kannte er seinen Peiniger vermutlich am besten. Immerhin hatte er Tage unter ihm gelitten und im Nachhinein seine empathischen Fähigkeiten sehr ausgiebig an ihm getestet.
“Ja, Henne, ich bin da auch Deiner Meinung. Selbst wenn man weiß, wie man hinein kommen würde, wäre der Aufwand immens hoch, das über illegale Wege zu tun. Und so viel Grips hat der Typ echt nicht.”
“Leute, Ihr merkt aber schon, dass wir uns im Kreis drehen, oder?”
Paul hatte die ganze Debatte bisher stumm verfolgt, ohne sich daran zu beteiligen. Aber er begrüßte immerhin sehr die Zusammenfassung, die Ben soeben geliefert hatte, auch wenn sie zur Lösung des Problems nicht weiter beigetragen hatte.
Niemand konnte auch nur im Ansatz nachvollziehen, wie es einem Laien überhaupt gelingen konnte, in solch ein komplexes System wie die Universelle Vermittlung eindringen zu können.
“Diggi, es is ein Clipping-Fehler!”
“Ben, was?”
“Es is ein Clipping-Fehler, Diggi!”
“Ja, ich hab das schon gehört, aber nicht verstanden. Was bitte ist ein Clipping-Fehler?”
“Also, Diggi, Ihr wisst ja, dass ich gern mit meinem Board unterwegs bin.”
Ein Stöhnen ging durch die kleine Gruppe, wusste doch ein jeder, dass Ben sein Skateboard zwar nicht mit ins Bett, jedoch sonst überall hin mitnahm. Jegliche Strecke von mehr als drei Metern legte er grundsätzlich rollend zurück und seine unglaublich breiten Skaterschuhe, die er quasi auch nie auszog, schienen mit dem Board irgendwie verwachsen zu sein.
“Weiter, Ben. Erzähl uns was Neues.”
“Und ich zocke ja auch.”
“Ja, wissen wir. Vorwiegend spielst Du irgendwas mit Skateboards in einer Halfpipe. Wenn Du nicht selber durch die Weltgeschichte rollst, hängst Du am Rechner und spielst irgendwelche komischen Spiele. Wissen wir auch. Erzähl uns was neues.”
“Ja, Diggi, entspann Dich. Nur die Ruhe. Sei mal nicht so aufgeregt und neugierig.”
“Na das sagt der Richtige. Wenn wir Dich so auf die Folter spannen würden, wärst Du schon längst explodiert. Also, lass uns nicht am ausgestreckten Arm verhungern!”
“Jetzt kommt das eigentlich wichtige, Diggi. Der Clipping-Fehler. Also, normalerweise is es ja zum Bleistift so: Wenn man mit seinem Board im Spiel irgendwo gegen fährt, gegen eine Wand zum Beispiel, dann prallt man ja davon ab. Die Programmierer haben das echt genial drauf. Da wird der Drall und sonst was mit berücksichtigt, so dass man halt in einem ganz speziellen Spezialwinkel wieder abprallt, je nachdem, wie man denn auf die Wand zu gefahren is.”
“Ben! Komm zur Sache! Wir wollen hier keine Skaterboard-Spielchen spielen!”
“Diggi, entspann Dich und sei doch nich so ungeduldig.”
“Kann ich das bitte von DIR schriftlich haben, Ben? Du bist doch derjenige, der sich so ungern auf die Folter spannen lässt und die Ungeduld in Person ist.”
“Ja, klar. Aber andersherum is das was ganz anderes, Diggi. So, aber jetzt hat sich Euer warten gelohnt: Wenn der Programmierer nun von einem Videospiel nich ganz sauber gearbeitet hat, dann kann es vorkommen, dass der Spieler seine Figur gegen eine Wand steuert, und die Figur dann nich dort abprallt, sondern durch die Wand hindurch fliegt. Idealerweise is dahinter dann wieder was aus dem Level, dann hat man Glück gehabt. Sonst is Game Over.”
“Moment mal, Ben.” FX wurde hellhörig, schien dieser verrückte Ansatz eines Gamers doch der erste konkrete Hinweis darauf zu sein, was in der Universellen Vermittlung passiert sein konnte. “Du meinst also, man kann in einem Spiel einfach gegen eine Wand laufen und dann darin verschwinden oder durch sie hindurch tauchen?”
“Neee, Diggi, so einfach is das nich. So etwas is ein singulärer Programmierfehler in einer mindestens zweieinhalb dimensionalen Programmierwelt. Und dieser Fehler tritt nur bei einem ganz bestimmten Clipping-Vektor auf. Also der mehrdimensionale Bewegungsvektor, mit dem man gegen die programmierte Wand trifft. Nur bei einer ganz bestimmten Konstellation der Parameter, die unter anderem aus Richtung, Geschwindigkeit und Drall bestehen, gibts in der Berechnung nur bei einem bestimmten Ansatzpunkt einen Fehler und einen Speicherüberlauf und man is durch die Wand durch. Und dieser Vektor ist wirklich multidimensional: drei Dimensionen für die Richtung im Raum, eine Dimension für die Geschwindigkeit und drei weitere für den Drall um alle drei Achsen. Macht in der Summe mindestens sieben Dimensionen, die der Vektor umfasst. Plus die drei Koordinaten des Auftreffpunktes an der Wand natürlich. Wenn aber nur einer der Parameter, und es kann auch nur die Lichtreflektion an der Stelle sein, anders is, dann funktioniert das Spiel wieder wie gewollt. Solche Clipping-Fehler sind super selten und noch viel seltener zu reproduzieren, weil halt alle Parameter gleichzeitig die richtigen sein müssen!”
“Dieser verrückte kleine Skaterboy verblüfft mich immer wieder!”
“Diggi, ich bin nich klein!”
Ben sprang auf sein Board und rollte mit Stolz geschwellter Brust hinüber zu Emil. Dieser wiederum stand seinerseits auf und lächelte Ben mühelos von oben herab an. Zwar war Emil deutlich kleiner als FX mit seinen weit über zwei Metern, jedoch konnte auch Emil eine stattliche Größe vorweisen.
“Alles gut, kleiner Mann, so meinte ich das doch gar nicht.”
Mit einem breiten Lächeln fuhr Emil durch Bens präzise frisiertes Haar, wohl wissentlich, dass der süße Skater gleich explodieren würde. Doch nichts dergleichen geschah, denn Ben war sich sicher, dass er das Rätsel um den Einbruch in die Universelle Vermittlung gelöst hatte.
Unterdessen ließ FX gar keine Regung verspüren. Er war tief in Gedanken versunken und geistig mit Eggsy und Johannes verschmolzen. Eigentlich hätten sie sich für solch eine Krisensitzung normalerweise in der Universellen Vermittlung getroffen. Da diese jedoch Teil des Problems war und niemand so recht Lust auf Teleportation hatte, trafen sie sich im Geiste aus der Ferne.
Eggsy war, wo sollte er auch anders sein, bei Tarrgona in seiner Strandbar und blickte verträumt ein paar Surfern am nahen Strand hinterher. Hin und wieder konnte sich FX es nicht verkneifen, ihn zur Räson zu rufen und sich an der Diskussion zu beteiligen.
Johannes seinerseits schien ebenfalls im Urlaub zu sein, war jedoch ganz offensichtlich nicht auf der Nordhalbkugel, da es erstens bei ihm bereits Abend war und zweitens lag draußen Schnee und er vor dem Kamin auf einem Bärenfell. Und er war nicht alleine.
Jo, sag mal, wenn ich mich schon über Eggsy aufrege, dass er nicht bei der Sache ist, was soll ich denn dann zu Dir sagen? Ich frage nicht einmal nach, ob er gut ausschaut, weil ich Deinen exzellenten Geschmack ohnehin kenne. Und die Beine, die ich da gerade in Deinem Augenwinkel erhaschen konnte, sehen schon sehr sexy aus.
Mein lieber FX, wir haben uns gegenseitig Zugang zu den Gedanken und Gefühlen gegeben, weil wir uns erstens sehr gut kennen, und zweitens sehr vertrauen und drittens hier unsere kleine Welt retten müssen. Also schnüffel bitte nicht in meiner Umgebung herum, wenn ich versuche, konstruktiv zu arbeiten. Im Übrigen ist er sehr süß und wenn Du brav bis, zeig ich Dir vielleicht nachher auch noch sein Gesicht. Aber wenn wir nachher Sex haben sollten, schmeiße ich Dich raus aus meinem Kopf, so viel ist klar! Du hast freiwillig dafür votiert, die Drecksarbeit zu leisten, also beschwer Dich jetzt im Nachhinein nicht.
Natürlich wussten sowohl FX als auch Johannes, dass beide nur so taten, als seien sie entrüstet. Zu gut kannten sie sich, als dass sie sich über solche Dinge noch in die Haare bekommen würden. Und selbst Eggsy konnte über diese Neckereien seiner beiden Junx nur den Kopf schütteln. Nun war er es, der seine Kollegen wieder zur Tagesordnung zurück drängte.
Okay, wenn die Kinder fertig sind mit spielen, können wir uns vielleicht mal um diesen komischen Fehler kümmern, den der struwwelige Rollbrettfahrer sich da ausgedacht hat. Wenn man alle möglichen Fehlerquellen ausschließt, dann ist die unwahrscheinlichste Lösung vermutlich die wahrscheinlichste, oder was meint Ihr?
Du hast schon recht, Eggsy, aber mir ist schleierhaft, wie wir das ein weiteres Mal verhindern wollen?
Also, Jo, diese Frage finde ich zwar berechtigt, aber jetzt gerade etwas nebensächlich. Wie lange gibts das Weiß nun schon? Genau, seit immer und für vermutlich ebenfalls immer. Zumindest hab ich das Ende der Universellen Vermittlung noch nicht gesehen, und ich bin länger in dem Job, als Ihr beide zusammen.
Jaaa, Papa!
Endlich werde ich hier mal ernst genommen. Danke, Jo. Und nun mal im Ernst: Das ist bisher das einzige Mal, dass es einem Menschen gelungen ist, unbefugt über solch einen Clipping-Fehler in die Universelle Vermittlung einzubrechen. Und das war vermutlich noch nicht einmal Absicht. Von daher schätze ich das Risiko als vernachlässigbar ein, die möglichen negativen Auswirkungen ebenfalls.
Die Debatte über das Für und Wider einer Eliminierung dieses ‘Programmierfehlers’, wie Ben es nannte, ebbte relativ schnell ab, zumal die Universelle Vermittlung ja auch kein Programm wie die Matrix mit einem Fehler war, sondern es gab sie tatsächlich als eine Art Meta-Ebene zwischen Raum und Zeit.
Vermutlich hatte der Bahnsteig im Herzen von Ostberlin in den letzten Jahrzehnten noch nie so viele Menschen gesehen. Zwar konnten die drei Wachleute die kleine Gruppe an Menschen nicht sehen, dennoch schienen sie die geheimen Besucher zu erahnen. Anscheinend hatten sie ein Gespür dafür, die Anwesenheit anderer Menschen irgendwie zu bemerken. Deutlich sichtbar wurde eine gewisse Nervosität und erhöhte Wachsamkeit an. Mit der Waffe im Anschlag patrouillierten sie öfter als sonst den Bahnsteig auf und ab, ohne aber etwas Auffälliges zu entdecken, geschweige denn die geheimen Besucher. Nachdem sie mehrere Male den Bahnsteig und das einzige nicht zugemauerte Treppenhaus abgesucht hatten, unterzogen sie die zugemauerten Aufgänge einer Untersuchung, ob nicht dort mit einem Ausbruch zu rechnen sei. Als sie auch dort nicht fündig wurden, inspizierten sie vom Bahnsteig aus die Fang- und Fluchtminderung in den Gleisen. Unter dem Schein ihrer Taschenlampen wurde schnell klar, dass die Installation mit den scharfen Spitzen und Messern eine Flucht in den Westen hier ein jähes und vor allem tödliches Ende nehmen würde.
“Diggi …”
“Ben, dieses nervige Wort scheint irgendwie das einzige zu sein, was in Deinem Gehirn fest verdrahtet ist. Selbst wenn Dir nichts weiter einfällt, was Du sagen könntest, dann kommt immerhin noch dieses eine Wort aus Deinem Kopp heraus!”
Wieder hatte Michel ihre Teleportation gesehen, bevor sie überhaupt stattgefunden hatte. Wieder wusste er nicht, was das Ziel der Reise sein würde. Aber alleine dieser kleine Vorsprung an Wissen reichte, dass er als erstes wieder das Wort ergreifen konnte.
Eine U-Bahn passierte langsam die Station.
Wieder starrten Menschen wie im Zoo durch die Scheiben ins Halbdunkel und blickten auf einen Bahnsteig, der sich seit fast dreißig Jahren nicht verändert hatte. Ein Bahnsteig, der seit Jahrzehnten nicht betreten wurde, außer von einer Hand voll Militärpolizisten, deren Aufgabe es war, Flüchtlinge der Republik an ihren Vorhaben zu hindern. Aufmerksam und mit den Waffen nach wie vor im Anschlag musterten sie den durchfahrenden Zug. Der Fahrer der U-Bahn war die Strecke gewohnt, dennoch musste er ob der überdeutlichen Präsenz der Wachen den Kloß in seinem Hals herunterschlucken. Auch wenn es Routine war, konnte er sich nicht an dieses Grauen in dem Geisterbahnhof gewöhnen. Ihm wurde regelmäßig schlecht, wenn er sich nur vorstellte, dass Menschen aus dem Osten ihre eigenen Mitbürger hier unten sprichwörtlich ins Messer laufen und in den Tod springen ließen. Ihm wurde schlecht. Mal wieder.
“Wie können Menschen so etwas tun?”
Emils sonst so gefestigte und tonlose Stimme wohnte ein leichtes Vibrato inne. Er war sichtlich angefasst von der Szenerie, die sich hier ergab. Und dieses Entsetzen über die staatliche Repression, die sich hier sehr deutlich manifestierte, ließen ihn seine Reisekrankheit vergessen.
Henne spürte eine unglaubliche Nervosität. Besonders, aber nicht nur bei FX. Auch Eggsy und Johannes, die eigenartigerweise ebenfalls hier auf dem dunklen Bahnsteig waren, konnten ihre Nervosität nicht leugnen. Er wusste nicht, warum sie so aufgeregt waren und warum ihnen so unbehaglich zu Mute war. Henne wusste nur, dass es so war. Anscheinend gingen sie gerade ein großes Risiko ein und wussten nicht, ob sie damit Erfolg haben würden oder nicht.
“Mist, es kommt gleich noch jemand. Wir sollten uns verstecken!”
Es war das erste Mal überhaupt in all den Jahren, dass Michel so viele unkontrollierte Präkognitionen an einem einzigen Tag hatte. Heute stand er unter Dauerfeuer. Er hatte gerade wieder eine Vorahnung, dass gleich etwas passieren würde.
“Der Junge ist verdammt gut!” Die Anerkennung für Michels Leistung konnte Eggsy nicht unterdrücken. “Und er kann anscheinend echt weit vorausschauen. Wir haben noch etwas Zeit. Er sieht nur, dass etwas kommt, bei dem Wann hat er noch Trainingsbedarf. Aber der Junge ist echt gut.”
“Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee war, FX.” Johannes Stimme klang besorgt. “Du weißt selbst, dass es nicht vorgesehen ist, Menschen und Mitglieder des Clubs zusammen zu bringen. Es könnte Auswirkungen auf dessen Besetzung in der Zukunft haben. Und von Schattenjägern steht schon mal gar nichts in den Regeln.”
Innerlich verdrehte FX die Augen. Natürlich erzählte ihm sein Ex-Freund Johannes damit nichts neues und natürlich war es verboten, normale Menschen mit den Mitglieder des Club of Rome in Kontakt zu bringen, weil sich dieser Club, der die Zweiundvierzig steuerte und beaufsichtigte, eben aus diesen normalen Menschen zusammensetze, jedoch selbstverständlich im Geheimen agierte. Da die Lebenszeit der Clubmitglieder im Gegensatz zu denen der Zweiundvierzig begrenzt war, wurden diese regelmäßig ausgetauscht und so kamen immer wieder neue Ideen dazu. Um die Unvoreingenommenheit des Clubs zu gewährleisten, war es jedoch zwingende Voraussetzung, dass niemand jemals von diesem Club erfuhr.
“Natürlich hast Du Recht, mein nach wie vor geliebter Johannes. Aber meine Freunde hier sind alles andere als normale Menschen! Henne ist ein unglaublich starker Empath, Michel beherrscht Präkognition und Ben hier kann sich mit Materie verschränken. Ganz zu schweigen davon, dass er vermutlich herausgefunden hat, wie Nils ins Weiß gekommen ist.”
“Und die Schattenjäger …”
“... sind Schattenjäger, die mich bereits ihrerseits in ihre heiligen Hallen mitgenommen haben. Ich finde es ist an der Zeit für einen Gegenbeweis unseres Vertrauens. Und genau deswegen möchte ich all diese Menschen, unsere Freunde, hier dabeihaben. Wir haben nun mal keine Zentrale an sich. Geschweige denn eine so imposante Kathedrale wie die Schattenjäger. Unsere Chefin hat halt eine Vorliebe für Bahnen und Bahnhöfe. Deswegen sind wir hier.”
FX beendete sein Plädoyer und hoffte, dass niemand der beiden einen Einspruch geltend machen würde.
„Vorliebe für Bahnen ist geringfügig untertrieben, FX. Ich würde es eher einen Fetisch nennen, findest Du nicht?“
“Och Leute. Deine Zuversicht in allen Ehren, FX, aber ich weiß jetzt schon, dass die Chefin nicht begeistert sein wird.” Eggsy beendete die Diskussion zwischen Johannes und FX abrupt. “Apropos, die Chefin kommt in drei, zwei, eins, JETZT!”
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