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Enterprise-Krieg und Liebe im Weltraum-Staffel 7

Teil 27

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Am nächsten Morgen standen Aljoscha und Elbrun relativ früh auf. Sie frühstückten nur eine Kleinigkeit, Kaffee und ein paar frische Brötchen, sprachen aber kaum. Die Ereignisse des Vortages hingen noch schwer in der Luft. Danach machten sie sich gemeinsam auf den Weg zum Sternenflottenhauptquartier in San Francisco. Aljoscha begleitete seinen Mann, auch wenn er offiziell nicht eingeladen war. Er wollte einfach an seiner Seite sein.

Sie gingen durch die breiten, hellen Hallen des Hauptquartiers, wo bereits reges Treiben herrschte. Offiziere eilten hin und her, Gespräche hallten von den Wänden wider. Viele warfen Elbrun respektvolle, aber auch neugierige Blicke zu. Die Nachricht vom Angriff auf sein Shuttle hatte sich offenbar wie ein Lauffeuer verbreitet. Schließlich betraten sie den großen Besprechungsraum. Aljoscha spürte sofort ein starkes Déjà-vu.

Es waren dieselben zwölf Admiräle wie damals, als Elbrun sich wegen der Mission an Bord der USS Paradox hatte verantworten müssen. Nur Mirko Lakonav fehlte. Er war aus dem Dienst entfernt worden. Stattdessen saß dort ein ihm unbekannter andorianischer Flottenadmiral, der einen recht sympathischen und ruhigen Eindruck machte. Die Runde bestand aus: Samantha Gromek, Veta, Soval, Sendak, Mafalda Shinato, Lokinar, Gral, Silrek, Jonak, T’Lara, Alynna Nechayev und dem neuen andorianischen Admiral.

Elbrun trat vor, Aljoscha blieb einen Schritt hinter ihm stehen. „Admiral Tiran“, begann Flottenadmiral Gromek ernst. „Wir haben Ihren Bericht erhalten. Bitte schildern Sie uns den Vorfall aus Ihrer Sicht. Und vor allem Ihre Theorie dazu.“

Elbrun nickte und begann, ausführlich und sachlich von dem Angriff auf das Shuttle zu berichten. Er beschrieb die plötzliche Aggression der Zambesi, die gezielten Treffer auf die Impulstriebwerke und die Flucht des Runaboats.

Dann kam er zu seiner Theorie.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass der Angriff gezielt mir galt. Die Täter waren mit hoher Wahrscheinlichkeit Terraner aus dem Spiegeluniversum. Sie müssen herausgefunden haben, dass ich dort war. Vermutlich wollen sie wissen, welche Daten und Informationen ich mitgebracht habe. Der Zeitpunkt war kein Zufall. Sie haben uns auf dem Rückweg von Utopia Planitia abgefangen.“

Die Admiräle hörten aufmerksam zu. Einige runzelten die Stirn, andere schauten sich kurz an. Alynna Nechayev lehnte sich vor. „Haben Sie Beweise für diese Theorie, Admiral Tiran?“

„Noch keine handfesten“, antwortete Elbrun ehrlich. „Aber es ist die logischste Erklärung. Der terranische Elbrun ist nicht dumm. Er war hier, wurde sediert und verhört. Er wird eins und eins zusammengezählt haben.“ Aljoscha stand still neben ihm und hörte zu. Er sagte nichts, doch seine Anwesenheit gab Elbrun spürbar Rückhalt.

Die Besprechung eskalierte schnell. Flottenadmiral Jonak, der romulanische Vertreter, lehnte sich mit verschränkten Armen vor und fixierte Elbrun mit einem misstrauischen Blick. „Mit Verlaub, Admiral Tiran“, begann er mit scharfer Stimme, „aber Sie haben sich das doch selbst zuzuschreiben. Sie dringen in das Spiegeluniversum ein, stehlen sensible Daten, provozieren eine der gefährlichsten Mächte dort. Und wundern sich jetzt, dass es Konsequenzen hat? Das war naiv und unverantwortlich.“

Elbrun wollte sich sofort verteidigen, öffnete den Mund, doch Jonak redete einfach weiter, lauter und aggressiver.

„Sie haben die Terraner direkt auf uns aufmerksam gemacht! Und jetzt müssen wir alle die Folgen Ihrer Alleingänge tragen. Das ist genau das Problem mit Ihnen. Sie denken nie an die langfristigen Konsequenzen!“

Elbrun hob die Hand, versuchte ruhig zu bleiben. „Admiral Jonak, das ist nicht fair. Die Mission wurde… “

Doch er kam kaum zu Wort. Jonak unterbrach ihn erneut, und auch einige andere Admiräle begannen, durcheinander zu reden. Nechayev und Sendak und andere versuchten, Elbrun zu unterstützen, doch ihre Stimmen gingen im Tumult unter.

Aljoscha, der bisher still neben Elbrun gestanden hatte, spürte, wie die Wut in ihm hochkochte. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Dann platzte es aus ihm heraus. „Flottenadmiral Jonak, mit allem Respekt…, aber Sie haben einen Knall!“, brach es aus ihm heraus, die Stimme bereits scharf und zitternd. Der gesamte Raum verstummte schlagartig.

Aljoscha atmete tief ein, seine Augen funkelten vor Zorn, während er weitersprach — lauter, emotionaler, wütender: „Dieser Mann“, sagte er und deutete mit zitternder Hand auf Elbrun, „hat sich schon unzählige Male in Lebensgefahr gebracht! Für die Föderation! Er hat Befehle ausgeführt, ohne zu zögern, ohne zu fragen, ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben. Für die Föderation! Dieser Mann denkt als Erstes an alles andere ,außer an sich selbst. An die Föderation, an deren Bewohner, an seine Crew, an seine Freunde, an seine Familie…, und an mich!“ Seine Stimme wurde immer lauter, brach zwischendurch vor Emotion, wurde aber sofort wieder fester, wütender: „Er hat gekämpft, gelitten, ist fast gestorben und hat sich nie beklagt! Er hat seine Arbeit immer still und ohne große Worte erledigt, ohne dafür Anerkennung oder Lob zu verlangen. Nechayev und Sendak haben ihn zu dieser Mission gedrängt, und anstatt auch nur eine Sekunde zu zögern, hat er sofort ‚Ja‘ gesagt, weil er wusste, wie wichtig diese Daten für uns alle sind! Und Sie…, Sie sitzen hier und sagen, er habe selbst schuld?!“ Aljoscha war jetzt richtig wütend. Seine Augen glänzten, die Stimme bebte vor Zorn und tiefer, schützender Liebe: „Das ist eine verdammte Unverschämtheit! Dieser Mann hat mehr für die Föderation geopfert, als die meisten hier im Raum sich überhaupt vorstellen können. Und statt ihm zu danken, werfen Sie ihm vor, er hätte es selbst provoziert? Schämen Sie sich! Schämen Sie sich dafür, dass Sie einen der besten Offiziere, den diese Flotte hat, so behandeln!“

Der Raum war totenstill. Jonak saß mit offenem Mund da, unfähig, etwas zu erwidern. Einige Admiräle schauten betreten zur Seite, andere wirkten überrascht von Aljoschas Ausbruch. Nechayev hob die Hand, um etwas zu sagen, doch Aljoscha war noch nicht fertig. Seine Stimme zitterte nun vor unterdrückten Tränen und purer Wut: „Ich stehe hier nicht nur als sein Ehemann. Ich stehe hier als jemand, der jeden Tag sieht, was dieser Mann für uns alle auf sich nimmt. Und ich lasse nicht zu, dass Sie ihn so behandeln. Nicht nach allem, was er durchgemacht hat.“

Jonak wollte etwas erwidern, öffnete den Mund, doch Alynna Nechayev kam ihm zuvor, ihre Stimme scharf wie ein Messer: „Halten Sie die Klappe, Jonak.“ Der romulanische Admiral klappte den Mund wieder zu, sichtlich überrascht von der Vehemenz der sonst so beherrschten Nechayev.

Aljoscha atmete schwer, seine Hände zitterten noch vor Wut. Er stand schützend neben Elbrun, als wäre er bereit, ihn notfalls mit bloßen Händen zu verteidigen. Seine Brust hob und senkte sich schnell, die Augen glänzten vor Emotion. Elbrun schaute seinen Mann mit einer Mischung aus Überraschung, tiefer Dankbarkeit und einer Liebe an, die fast schon schmerzte. In diesem Moment wurde ihm wieder bewusst, wie sehr Aljoscha ihn wirklich beschützte, nicht nur körperlich, sondern mit allem, was er hatte.

Der Raum war totenstill. Nach einigen Sekunden ergriff Flottenadmiral Samantha Gromek das Wort, ihre Stimme ruhig, aber mit deutlichem Gewicht: „Captain Cornellus…, Ihre Loyalität ehrt Sie. Und Ihre Worte sind angekommen.“ Sie schaute in die Runde der Admiräle, ihr Blick blieb besonders lange und scharf auf Jonak liegen. „Ich hoffe, dass Admiral Jonak sich nur in der Wortwahl vergriffen hat.“

Die restlichen Admiräle nickten zustimmend, einige mit sichtlichem Unbehagen. Jonak presste die Lippen zusammen und schwieg. Dann ergriff Veta das Wort, seine Stimme klar und analytisch: „Elbrun, wir müssen verstehen, welche Bedrohung uns bevorsteht. Wenn Ihre Theorie stimmt und das Spiegeluniversum aktiv gegen uns vorgeht, dann haben wir es nicht nur mit einem einzelnen Angriff zu tun.“

Mafalda Shinato nickte und fügte ernst hinzu: „Genau. Wir müssen wissen, wie wir Sie im Zweifelsfall schützen können. Sie sind nicht nur ein Admiral. Sie sind einer unserer wichtigsten Aktivposten gegen die Borg und jetzt offenbar auch gegen das Spiegeluniversum. Wir können es uns nicht leisten, Sie zu verlieren.“

Elbrun stand ruhig da, Aljoscha noch immer schützend neben ihm. Er nickte langsam. „Ich verstehe. Ich bin bereit, alle Daten, die ich aus dem Spiegeluniversum mitgebracht habe, vollständig offenzulegen. Aber ich bitte Sie auch, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass wir bereits infiltriert sind. Dieser Angriff war zu gezielt und zu gut vorbereitet.“

Der Raum blieb angespannt, aber die Stimmung hatte sich durch Aljoschas leidenschaftlichen Ausbruch spürbar verändert. Viele Admiräle schauten Elbrun nun aufmunternd und respektvoll an — neun von ihnen waren ihm wohlgesonnen. Samantha Gromek, Veta, Soval, Sendak, Mafalda Shinato und Lokinar kannte er bereits viele Jahre, sie hatten ihn immer unterstützt. Mit Gral und Silrek hatte Elbrun in der Vergangenheit weniger zu tun, aber wenn sie sich begegneten, hatten sie sich immer nett unterhalten. Besonders mit Silrek kam Elbrun gut aus. Jonak und T’Lara kannte Elbrun kaum, hatte beide nur zwei oder drei Mal gesehen. Zu Alynna Nechayev hatte Elbrun in letzter Zeit eine gute Beziehung aufgebaut. Sie mochten einander und hatten beide eine sehr ähnliche Einstellung zum Dienst. Der neue andorianische Admiral war ihm aber unbekannt.

Nechayev lehnte sich vor und sagte mit fester, klarer Stimme: „Dann lassen Sie uns keine Zeit verlieren. Wir bilden eine kleine Arbeitsgruppe. Admiral Tiran, Admiral Sendak, ich und Captain Cornellus, falls er einverstanden ist. Wir müssen herausfinden, wer hinter dem Angriff steckt und wie wir uns effektiv schützen können.“

Aljoscha nickte sofort, ohne zu zögern. „Ich bin einverstanden.“

Gromek nickte zustimmend. „Gut. Dann ist das beschlossen. Admiral Tiran, haben Sie bereits konkrete Verdachtsmomente, wer aus unseren Reihen involviert sein könnte?“

Elbrun atmete tief durch, bevor er antwortete. Seine Stimme war ruhig, aber bestimmt: „Ich habe keine Ahnung. Es könnte ein Mitarbeiter der Sternenbasis sein, jemand von Utopia Planitia, aber auch von der Enterprise. Aber vielleicht könnte der Geheimdienst uns da weiterhelfen, insbesondere Sektion 31.“

Sendak, der vulkanische Admiral, hob eine Augenbraue. „Eine schwerwiegende Anschuldigung. Haben Sie Beweise?“

„Noch keine handfesten“, gab Elbrun zu. „Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Der terranische Elbrun hatte hier einen Agenten oder zumindest einen Kontakt. Wenn er herausgefunden hat, dass ich drüben war, wird er alles daransetzen, mich auszuschalten oder gefangen zu nehmen.“

Jonak schnaubte leise, hielt sich aber zurück, nachdem Nechayev ihm einen scharfen Blick zugeworfen hatte.

T’Lara, die vulkanische Admiralin, meldete sich zu Wort:

„Wir sollten die Möglichkeit nicht ausschließen, dass es sich um eine interne Fraktion handelt, die mit dem Spiegeluniversum sympathisiert oder kooperiert. Die Bedrohung ist multidimensional.“

Die Diskussion wurde lebhafter. Einige Admiräle stellten gezielte Fragen zu Elbruns Theorien, andere wollten Details zum Angriff selbst. Aljoscha stand die ganze Zeit schützend neben Elbrun, sagte aber nur wenig. Seine bloße Anwesenheit schien Elbrun jedoch Kraft zu geben.

Nach fast vierzig Minuten beendete Gromek die Sitzung. „Wir werden die Arbeitsgruppe sofort einsetzen. Admiral Tiran, Sie haben volle Unterstützung. Und, Captain Cornellus, Ihre Loyalität ist bemerkenswert.“

Als die Admiräle den Raum verließen, blieb nur Nechayev noch kurz zurück. Sie schaute Elbrun und Aljoscha an und sagte leise: „Gute Arbeit, Captain. Elbrun…, passen Sie auf sich auf. Das war erst der Anfang.“ Dann verließ auch sie den Raum.

Elbrun atmete tief durch und schaute Aljoscha an. In seinen Augen lag tiefe Dankbarkeit. „Danke…, für alles, was du gerade gesagt hast. Das war mehr, als ich erwartet habe.“ „Ich konnte nicht anders“, murmelte Aljoscha. „Ich lasse nicht zu, dass sie so über dich reden. Nicht nach allem, was du getan hast.“ Elbrun zog ihn kurz an sich, eine kurze, aber feste Umarmung mitten im nun fast leeren Besprechungsraum. Für einen Moment hielten sie sich einfach nur fest, ohne ein weiteres Wort. Dann lösten sie sich voneinander und verließen gemeinsam den Raum.

Die Korridore des Sternenflottenhauptquartiers waren belebt, doch viele Offiziere machten ihnen respektvoll Platz, als sie vorbeigingen. Aljoscha blieb dicht neben Elbrun, fast schon beschützend. Seine Hand streifte immer wieder leicht Elbruns Rücken, eine stille Geste der Unterstützung. Als sie etwas abseits in einem ruhigeren Gang standen, drehte sich Elbrun zu ihm um. „Du hast dich gerade vor zwölf Flottenadmirälen mit Jonak angelegt“, sagte er leise, fast ungläubig. „Für mich.“ Aljoscha schaute ihn direkt an, die Stimme noch immer etwas rau vor Emotion. „Natürlich habe ich das. Du bist mein Mann. Und ich werde nicht zulassen, dass sie dich so behandeln. Nicht nach allem, was du für sie geopfert hast.“ Elbrun lächelte müde, aber voller Liebe. Er nahm Aljoschas Hand und drückte sie fest. „Ich verdiene dich nicht…“, flüsterte er. „Doch, das tust du“, antwortete Aljoscha sofort. „Doch, das tust du“, antwortete Aljoscha sofort, seine Stimme noch rau vor Emotion. „Du verdienst alles. Und noch viel mehr.“

Elbrun schaute ihn einen langen Moment an, die Augen glänzten leicht. Er zog Aljoscha in eine feste Umarmung, mitten im ruhigen Gang des Hauptquartiers, ohne sich darum zu kümmern, ob jemand sie sehen könnte. „Ich verdiene dich nicht…“, flüsterte er erneut, diesmal mit brüchiger Stimme. „Aber ich bin so verdammt dankbar, dass ich dich habe.“ Aljoscha hielt ihn fest, die Arme stark um seinen Rücken geschlungen, als wollte er ihn vor der ganzen Welt beschützen. „Du hast mich. Immer. Egal was kommt.“ Sie blieben noch einen Moment so stehen, eng umschlungen, bis Elbrun sich schließlich zurücklehnte und ihm einen sanften Kuss auf die Stirn gab.

„Lass uns noch den Vormittag genießen“, murmelte er. „Nachher treffen wir uns mit Nechayev und Sendak.“ Aljoscha nickte und nahm seine Hand. Gemeinsam gingen sie weiter durch die Korridore, die Finger fest verschränkt. Viele Offiziere machten ihnen respektvoll Platz, einige warfen neugierige oder bewundernde Blicke hinterher.

Draußen in San Francisco empfing sie strahlender Sonnenschein. Die Luft war angenehm warm, eine leichte Brise wehte vom Meer herüber. Sie schlenderten entlang der Uferpromenade, weg von den großen Gebäuden der Sternenflotte, einfach nur als zwei Männer, die einen Moment für sich brauchten.

Elbrun atmete tief ein und seufzte. „Gott, ich würde mir am liebsten sofort die Uniform ausziehen“, murmelte er. „Nur für ein paar Stunden normaler Mensch sein. Keine Admiräle, keine Anschläge, keine Verantwortung.“ Aljoscha lächelte und drückte seine Hand fester. „Dann tu es doch. Zumindest symbolisch.“ Er zog ihn ein Stück näher zu sich. „Hier sind wir nur Elbrun und Aljoscha. Kein Admiral, kein Captain. Nur wir beide.“ Sie fanden eine ruhige Bank mit Blick auf die Bucht. Elbrun öffnete den obersten Kragen seiner Uniformjacke und lehnte sich zurück, das Gesicht der Sonne entgegen. Aljoscha setzte sich dicht neben ihn, einen Arm locker um seine Schultern gelegt.

Für eine Weile sagten sie nichts. Nur das Rauschen des Wassers, das Kreischen der Möwen und das ferne Summen der Stadt waren zu hören. Sie blieben noch eine Weile auf der Bank sitzen, bevor Aljoscha sanft mit dem Daumen über Elbruns Nacken strich. „Komm, lass uns was zu trinken holen. Ich brauche dringend einen Kaffee, und du siehst aus, als könntest du auch etwas vertragen.“ Elbrun lächelte müde, aber ehrlich. „Gute Idee.“

Sie standen auf und schlenderten Hand in Hand weiter die Promenade entlang. Ein paar hundert Meter weiter fanden sie einen kleinen, gemütlichen Café-Stand direkt am Wasser. Aljoscha bestellte einen großen Caffè Latte, einen kalten Kakao mit Sahne und zwei warme Croissants mit Mandeln.

Mit den Bechern in der Hand und den Croissants in einer kleinen Tüte gingen sie zurück zum Wasser, suchten sich eine etwas abgeschiedene Stelle auf dem Rasen nahe der Kaimauer und setzten sich hin. Elbrun zog die Jacke seiner Uniform aus, faltete sie zusammen und legte sie neben sich. Nur noch in dem grauen Unterhemd wirkte er deutlich entspannter.

Die Sonne wärmte ihre Gesichter. Vor ihnen glitzerte die Bucht von San Francisco, Boote zogen langsam vorbei, und die Golden Gate Bridge ragte majestätisch im Hintergrund auf. Aljoscha setzte sich dicht hinter Elbrun, sodass dieser sich zwischen seinen Beinen anlehnen konnte. Er schlang einen Arm um dessen Brust und reichte ihm den Becher mit dem Kakao. „Besser?“, murmelte er nah an Elbruns Ohr. „Viel besser.“ Elbrun nahm einen Schluck und seufzte wohlig. „Kein Protokoll. Keine Admiräle. Nur Sonne, Kakao und du.“

Aljoscha küsste ihn sanft auf die Schläfe, dann auf die Wange, schließlich auf den Mundwinkel. Es war ein langsamer, zärtlicher Kuss, ohne Eile, ohne Druck. Elbrun drehte den Kopf ein wenig und vertiefte ihn für einen kurzen, warmen Moment. Als sie sich voneinander lösten, lehnte Elbrun den Kopf zurück gegen Aljoschas Schulter. „Weißt du…, manchmal vergesse ich, wie sich das anfühlt“, sagte er leise. „Einfach nur sitzen. Atmen. Deine Wärme spüren.“ Aljoscha strich mit der freien Hand langsam über Elbruns Arm und malte kleine Kreise auf seine Haut. „Dann sollten wir das öfter machen. Auch wenn die Welt gerade verrücktspielt. Wir brauchen das. Du brauchst das.“ Er drückte ihn etwas fester an sich. „Und ich brauche dich genauso. Nicht nur den Admiral oder den Helden. Einfach meinen Elbrun.“ Elbrun lächelte und drehte den Kopf, um ihn noch einmal zu küssen. Diesmal länger, weicher. Seine Hand fand Aljoschas und verschränkte die Finger mit seinen. Sie aßen die Croissants, tranken ihre Getränke und redeten zwischendurch nur wenig, über Kleinigkeiten: wie gut die Mandeln schmeckten, wie schön das Licht auf dem Wasser spielte, und dass Aljoscha heimlich schon überlegte, ob sie sich später auf der Enterprise noch eine Stunde hinlegen könnten, bevor das Meeting begann. Irgendwann legte Elbrun seine Hand auf Aljoschas Oberschenkel und streichelte ihn gedankenverloren, während er den Blick über die Bucht schweifen ließ. „Danke“, flüsterte er irgendwann. „Wofür?“ „Dass du heute Morgen für mich gesprochen hast. Und dass du jetzt hier mit mir sitzt…, als wäre alles ganz normal.“ Aljoscha lächelte und küsste ihn auf den Haaransatz. „Für dich immer.“

Die Sonne stand schon höher, als Aljoscha einen Blick auf seinen Kommunikator warf. „Wir sollten langsam zurück. In vierzig Minuten sind wir mit Nechayev und Sendak im Hauptquartier verabredet.“

Elbrun seufzte leise, nickte aber. Er zog seine Uniformjacke wieder an, strich sie glatt und schloss den Kragen. Der kurze Moment der Normalität war vorbei. Die Sternenflotte rief zurück. Auf dem Weg zurück durch die gepflegten Anlagen des Sternenflottenkomplexes bekamen sie einen lebendigen Eindruck davon, wie riesig und vielschichtig die Organisation wirklich war. Kadetten in frischen roten Uniformen liefen zu ihren Kursen, Wissenschaftsoffiziere diskutierten mit Padds in der Hand über neue Sensordaten, und zwei klingonische Austauschoffiziere lachten laut über etwas, das nur sie verstanden.

Elbrun nickte einigen Leuten respektvoll zu. Manche grüßten zurück, andere schauten etwas länger hin. Die Gerüchte über den gestrigen Angriff und die heutige Admirals-Sitzung hatten sich offenbar schon herumgesprochen.

„Siehst du das?“, murmelte Elbrun leise, als sie an einem großen Holobrunnen vorbeigingen, der die verschiedenen Mitgliedswelten der Föderation zeigte. „Das ist die Sternenflotte, wie sie wirklich ist. Nicht nur Schlachten und Krisen. Es sind Tausende Leute, die jeden Tag einfach ihren Dienst machen. Kadetten, die träumen. Ingenieure, die seit dreißig Jahren an denselben Warpkernen schrauben. Und, irgendwo dazwischen…, jemand, der uns verraten hat.“

Aljoscha nickte ernst. „Und genau deswegen machen wir das hier. Nicht nur für die großen Ideale. Sondern für all die, die einfach nur ihren Job machen wollen, ohne Angst haben zu müssen, dass ein Spiegeluniversum-Doppelgänger oder ein Sektion-31-Schatten sie umbringt.“ Elbrun lachte leise. Naja, ich glaube, gerade brauche nur ich Angst haben, dass mich jemand umbringt.“

Sofort verpasste Aljoscha ihm eine leichte Nackenschelle. „Das ist nicht witzig“, sagte er ernst, doch in seiner Stimme schwang echte Sorge mit. Elbrun rieb sich den Nacken und grinste schief, antwortete aber nicht weiter. Die beiden setzten ihren Weg fort.

Im Konferenzraum 4-B erwarteten sie bereits Alynna Nechayev und Admiral Sendak. Der Raum war typisch für die Sternenflotte: schlicht, funktional, mit einem großen Holodisplay an der Wand und dem Föderationsemblem in der Mitte des Tisches. Nechayev stand auf, als sie eintraten. Ihr Blick war ernst, aber nicht unfreundlich. „Admiral Tiran. Captain Cornellus. Danke, dass Sie gekommen sind. Setzen Sie sich.“ Sendak neigte leicht den Kopf – die vulkanische Begrüßung. „Wir haben bereits erste Analysen der Angriffsdaten erhalten“, begann er ohne Umschweife. „Die verwendeten Signaturen deuten tatsächlich auf Technologie hin, die der Sternenflotte bekannt ist, aber auf eine Weise modifiziert wurde, die auf externe Einflüsse hindeutet. Es könnte sich tatsächlich um terranische Technologie handeln.“

Nechayev aktivierte das Holodisplay. Verschiedene Schemata und Sensordaten erschienen.

„Wir haben drei mögliche Richtungen“, sagte sie. „Erstens: Ein Maulwurf innerhalb der Sternenbasis 1. Zweitens: Jemand von Utopia Planitia, der Zugang zu experimentellen Schiffskomponenten hatte. Und drittens…“, Sie schaute Elbrun direkt an, „…ein Spion an Bord Ihres Schiffes. Jedenfalls immer mit einer Verbindung zum Spiegeluniversum.“

Elbrun lehnte sich vor. Unter dem Tisch suchte seine Hand kurz Aljoschas Finger und drückte sie einmal fest. „Dann sollten wir alle drei Richtungen parallel verfolgen“, sagte er ruhig. „Und ich möchte, dass wir Sektion 31 zumindest diskret einbeziehen, auch wenn mir das selbst nicht gefällt. Aber vielleicht erhalten wir so einen Hinweis, wer der Maulwurf oder Verräter sein könnte. Sektion 31 ist nicht unser Feind, auch wenn sie zweifelhaft agieren.“

Sendak hob eine Augenbraue, die klassische vulkanische Geste tiefer Skepsis. Für einen Moment herrschte Stille im Raum.

Nechayev lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und musterte Elbrun eindringlich. Ihre Miene war schwer zu deuten, eine Mischung aus Respekt und deutlichem Unbehagen. „Sektion 31“, wiederholte sie langsam, als würde allein der Name einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. „Sie wissen, dass ich diese Organisation für eine notwendige, aber extrem gefährliche Grauzone halte. Sie operieren außerhalb der Charta der Föderation. Außerhalb unserer Werte.“

Sendak faltete die Hände auf dem Tisch, seine Stimme ruhig und analytisch wie immer. „Historisch gesehen hat Sektion 31 wiederholt bewiesen, dass sie bereit sind, moralische Grenzen zu überschreiten, um die Föderation zu schützen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bereits eigene Ermittlungen zu diesem Vorfall führen, liegt bei über 87,4 %. Dennoch birgt eine offizielle Kooperation das Risiko, dass wir selbst zum Instrument ihrer Agenda werden.“

Elbrun nickte langsam. „Ich weiß. Aber wenn wir es mit terranischer Technologie zu tun haben, die nahtlos in unsere Systeme integriert wurde, dann brauchen wir jemanden, der außerhalb der üblichen Kanäle denkt.“

Aljoscha meldete sich zu Wort, seine Stimme ernst und konzentriert. „Wäre es nicht auch möglich, dass der ganze Runaboat aus dem Spiegeluniversum kam?“

Nechayev nickte nachdenklich. „Auch das wäre tatsächlich eine Möglichkeit. Eine sehr beunruhigende sogar. Wenn sie bereits in der Lage sind, ganze Schiffe unbemerkt durchzubringen, stehen wir vor einem deutlich größeren Problem als nur einem einzelnen Maulwurf.“

Sendak schaute Elbrun direkt an, bevor er sich wieder an die Gruppe wandte. „Was Sektion 31 betrifft…, ich werde diskret einen Kontakt herstellen. Aber unter einer Bedingung, Admiral Tiran: Alles, was wir von ihnen bekommen, wird von uns vieren gemeinsam geprüft. Keine Alleingänge. Keine geheimen Abmachungen.“

In Elbruns Augen blitzte für einen kurzen Moment pure Frustration auf – ein deutliches „Verdammt“ war für jemanden, der ihn gut kannte, klar zu lesen. Nechayev bemerkte es sofort und ein kaum wahrnehmbares, wissendes Lächeln huschte über ihre Lippen.

Sendak warf einen Blick zu Aljoscha. „Ihre Loyalität ist beeindruckend, Captain Cornellus. Aber seien Sie sich bewusst, dass Sektion 31 Meister darin ist, loyale Offiziere für ihre Zwecke zu benutzen.“

Aljoscha erwiderte seinen Blick ruhig und ohne zu zögern. „Ich bin mir dessen bewusst, Admiral. Meine Loyalität gilt nicht der Sternenflotte im Allgemeinen. Sie gilt ihm.“ Er nickte leicht in Elbruns Richtung. „Und ich werde niemanden an ihn heranlassen, der ihm schaden will – egal, ob aus diesem oder dem Spiegeluniversum.“

In diesem Moment ertönte ein leises Signal. Nechayevs Kommunikator blinkte auf. Sie öffnete die eingehende Prioritätsnachricht und las sie schnell durch. Ihre Miene wurde sofort ernst. „Wir haben eine neue Entwicklung“, sagte sie und projizierte die Nachricht auf das Holodisplay, damit alle sie sehen konnten.

Prioritätsnachricht – Sternenflottenkommando Die USS Lexington hat um 11:47 Uhr das Wrack eines Runaboats der Danube-Klasse geborgen. Vorläufige Identifikation: Runabout „Zambesi“ – dasselbe Fahrzeug, das beim Angriff auf Admiral Tiran verwendet wurde. Der Runaboat wurde durch mehrere gezielte Phaser-Treffer und eine anschließende Selbstzerstörungssequenz zerstört. Warum die Zerstörung erfolgte, ist bisher unklar. Bergungsteams sichern derzeit Trümmer und mögliche Datenkerne.

Elbrun lehnte sich vor, die Stirn in tiefe Falten gelegt. „Sie haben es selbst zerstört…“, murmelte er. „Entweder, um Beweise zu vernichten oder, weil sie verhindern wollten, dass wir es intakt bergen.“

Sendak analysierte die Daten bereits. „Eine manuell ausgelöste Selbstzerstörung deutet darauf hin, dass sich mindestens eine Person an Bord befand, als das Runaboat zerstört wurde. Möglicherweise der Pilot selbst.“

„Das passt ins Bild“, sagte Nechayev ernst. „Wer auch immer dahintersteckt, ist bereit, eigene Leute zu opfern, um Spuren zu verwischen. Das macht die Sache noch gefährlicher.“

Aljoscha ballte unter dem Tisch unwillkürlich die Faust. „Und das Wrack ist jetzt bei der Lexington?“, fragte er angespannt.

„Korrekt“, bestätigte Nechayev. „Die Lexington hat es bereits in einen Frachtraum gebracht und mit Stasisfeldern gesichert. Sie erwarten weitere Anweisungen.“

Elbrun atmete tief durch und schaute in die Runde. „Das ändert die Prioritäten. Wir sollten sofort ein Team hinschicken – am besten, mit einem unserer eigenen Forensik-Spezialisten. Wenn wir Glück haben, sind noch verwertbare Quantenspuren oder persönliche Gegenstände übrig.“

Sendak nickte zustimmend. „Ich werde veranlassen, dass Lieutenant Commander T’Vrell von der wissenschaftlichen Abteilung der Sternenbasis 1 zur Lexington beamt. Sie ist eine der Besten auf diesem Gebiet.“

Nechayev schaute Elbrun und Aljoscha an. „Möchten Sie selbst zur Lexington fliegen? Oder sollen wir das hier von San Francisco aus koordinieren?“

Elbrun schüttelte leicht den Kopf. „Ich glaube, es wäre besser, wenn die Lexington herkommt. Ein Spezialistenteam soll die Untersuchung durchführen. Ich selbst werde die Untersuchung nur beobachten.“

Für einen Moment herrschte überraschte Stille im Raum.

Nechayev zog die Augenbrauen leicht hoch. Sie musterte Elbrun aufmerksam, als würde sie versuchen, hinter seine ruhige Fassade zu blicken.

Sendak hingegen blieb vollkommen neutral, doch seine Stimme verriet leichte Verwunderung: „Eine ungewöhnliche Entscheidung, Admiral. Angesichts Ihrer direkten Betroffenheit hätte ich erwartet, dass Sie die Untersuchung persönlich leiten wollen.“

Aljoscha drehte den Kopf zu Elbrun. In seinem Blick lag tiefe Sorge und Verständnis zugleich. Elbrun atmete tief durch, bevor er antwortete. Seine Stimme war leiser als zuvor, fast verhalten: „Genau deswegen will ich nicht aktiv mitmischen. Ich bin zu nah dran.“ Er schaute kurz auf seine Hände, die auf dem Tisch lagen. „Dieser Angriff war nicht nur ein Anschlag auf mich. Er hat mich wieder direkt mit dem Spiegeluniversum konfrontiert. Mit ihm. Wenn ich da drin stehe und Teile eines zerstörten Runaboats sehe, das mich fast umgebracht hätte…, dann kann ich nicht objektiv bleiben. Ich würde Dinge sehen, die vielleicht gar nicht da sind. Oder ich würde etwas übersehen, weil ich es nicht sehen will.“

Er machte eine kurze Pause, seine Stimme wurde noch etwas rauer. „Und ehrlich? Ich habe keine Lust, in den Trümmern nach Hinweisen darauf zu suchen, wie sehr mich jemand tot sehen will.“

Aljoscha legte unter dem Tisch unauffällig eine Hand auf Elbruns Oberschenkel und drückte sanft zu – eine stille, stützende Geste.

Nechayevs Miene wurde weicher. Sie nickte langsam. „Ich verstehe, Elbrun. Das zeugt von Selbstkenntnis. Viele an Ihrer Stelle würden genau das Gegenteil tun und sich in die Arbeit stürzen, um die Kontrolle zu behalten.“ Sie lächelte leicht. „In Ordnung. Die Lexington wird angewiesen, hierherzukommen. Das Spezialistenteam wird die forensische Untersuchung leiten. Sie und Captain Cornellus erhalten alle Ergebnisse in Echtzeit.“

Sendak neigte zustimmend den Kopf. „Eine logische Entscheidung. Emotionale Distanz erhöht in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit eines klaren Ergebnisses. Ich werde die Anweisungen sofort weiterleiten.“

Aljoscha schaute Elbrun von der Seite an, seine Stimme leise, aber voller Wärme: „Ich bleibe bei dir. Egal ob du nur beobachtest oder doch plötzlich doch eingreifen willst. Ich hab deinen Rücken.“ Elbrun erwiderte den Blick kurz und ein kleines, dankbares Lächeln huschte über sein Gesicht.

Nach einer weiteren Stunde war das Meeting für diesen Tag beendet. Aljoscha und Elbrun verließen gemeinsam den Konferenzraum. Vor der Tür blieb Elbrun stehen und atmete tief durch. „Wollen wir zurück zur Enterprise oder wollen wir den Nachmittag noch hier in San Francisco verbringen?“, fragte er. „Wir könnten nochmal zum Strand gehen.“ Aljoscha lächelte sofort. „Das klingt richtig gut. Ich muss nur noch schnell ins Bad.“ „Klar, ich warte hier.“ Aljoscha verschwand in Richtung der Sanitäranlagen. Elbrun lehnte sich lässig mit dem Rücken gegen die Wand, die Arme vor der Brust verschränkt, und genoss den kurzen Moment der Ruhe.

Wenige Minuten später wurde er angesprochen. „Admiral Tiran?“ Elbrun richtete sich auf und musterte den Mann, der auf ihn zukam. Es war der andorianische Flottenadmiral, den er bisher noch nicht persönlich kennengelernt hatte. Der Andorianer war deutlich älter als er, Mitte fünfzig, etwa gleich groß wie Elbrun, aber schmaler gebaut. Seine weißen Haare waren militärisch kurz geschoren, fast raspel kurz.

„Sir?“, antwortete Elbrun höflich und nahm eine aufrechte Haltung ein. „Wir wurden einander noch nicht offiziell vorgestellt. Mein Name ist Gohra, Admiral Thrynn Gohra.“

„Freut mich, Sie kennenzulernen, Admiral Gohra.“

Der Andorianer musterte ihn einen Moment mit seinen hellblauen Augen, bevor er weitersprach. Seine Stimme war ruhig, aber bestimmt. „Elbrun, ich wollte Ihnen nur persönlich sagen, dass Sie auf meine Unterstützung zählen können. Was auch immer Sie brauchen, kommen Sie gerne zu mir. Ich halte nicht viel von Politik innerhalb der Admiralität, aber ich erkenne gute Offiziere, wenn ich sie sehe. Und ich stehe hinter Ihnen.“

Elbrun war für einen Moment überrascht von der offenen und direkten Art des Andorianers. Er musterte ihn aufmerksam, sein Gesicht höflich, aber wachsam. Nach allem, was in den letzten Tagen passiert war, fiel es ihm schwer, ein solches Angebot einfach unkritisch anzunehmen.

„Ich danke Ihnen, Admiral Gohra“, antwortete er schließlich mit einem leichten, aber zurückhaltenden Lächeln. „Das ist sehr großzügig von Ihnen. Besonders nach der angespannten Sitzung heute Morgen.“

Gohra nickte langsam, als würde er Elbruns vorsichtigen Unterton verstehen. „Sie sind misstrauisch. Das ist gut. Das sollten Sie in Ihrer Position auch sein.“ Der Andorianer verschränkte die Hände hinter dem Rücken. „Ich bin schon seit sechsunddreißig Jahren in der Sternenflotte. Ich habe erlebt, wie Idealisten zermahlen wurden und wie Pragmatiker zu Zynikern wurden. Was ich heute Morgen gesehen habe, hat mir nicht gefallen. Ein Admiral, der gerade einen Anschlag überlebt hat, wird vor der Admiralität fast wie ein Verdächtiger behandelt. Das ist nicht der Geist, für den wir eigentlich stehen.“

Elbrun lehnte sich etwas entspannter gegen die Wand, blieb aber aufmerksam. „Und trotzdem bieten Sie mir Ihre Unterstützung an. Darf ich fragen, warum? Wir kennen uns schließlich kaum.“

Gohra lächelte leicht, seine Antennen zuckten einmal kurz. „Ehrliche Frage. Verdient eine ehrliche Antwort. Ich habe Ihre Akte gelesen, Admiral Tiran. Nicht nur die offizielle. Sie haben Dinge gesehen und getan, die die meisten von uns nicht einmal in Albträumen erleben wollen. Das Spiegeluniversum eingeschlossen. Und trotzdem stehen Sie noch hier und kämpfen für die Föderation. Das verdient Respekt. Außerdem…“, Er senkte die Stimme etwas, „…glaube ich nicht, dass dieser Angriff nur Ihnen galt. Er galt dem, wofür Sie stehen. Und das betrifft uns alle.“

Elbrun nickte langsam. Die Worte klangen aufrichtig, und doch blieb ein leiser Rest Misstrauen in seiner Brust. Zu oft hatte er in letzter Zeit erlebt, dass scheinbar wohlmeinende Personen ganz andere Absichten verfolgten. „Ich weiß das Angebot wirklich zu schätzen, Sir. Und ich werde es im Hinterkopf behalten. Im Moment versuche ich einfach nur, die nächsten Schritte klar zu sehen.“

Gohra legte ihm kurz und freundschaftlich eine Hand auf die Schulter. „Verstanden. Und wenn Sie jemanden brauchen, der nicht sofort alles an Nechayev oder Gromek weiterträgt…, mein Kanal steht offen. Diskret und ohne Gegenleistung.“

In diesem Moment kam Aljoscha aus den Sanitäranlagen zurück. Er sah die beiden zusammenstehen und verlangsamte kurz seinen Schritt, bevor er sich mit einem höflichen Nicken zu ihnen gesellte.

Gohra warf Aljoscha einen kurzen, prüfenden Blick zu, dann wandte er sich wieder an Elbrun. Seine Stimme wurde etwas leiser, aber eindringlicher: „Eine letzte Sache noch, Elbrun. Etwas, das ich aus sehr langer Erfahrung gelernt habe.“ Er machte eine kurze Pause. „In Zeiten wie diesen, vertrauen Sie nicht nur auf Institutionen. Vertrauen Sie auf die wenigen Personen, die bereit sind, für Sie alles zu riskieren.“ Dabei schaute er kurz, aber bewusst zu Aljoscha. „Halten Sie solche Menschen nah bei sich. Denn am Ende sind es nicht die Flottenregeln oder die Admiralität, die Sie am Leben halten werden. Es sind die, die Sie lieben und die Sie lieben. Vergessen Sie das nicht.“

Elbrun spürte ein leichtes Ziehen in der Brust. Die Worte trafen tiefer, als er erwartet hatte. Er nickte langsam, diesmal mit echter Dankbarkeit in den Augen. „Ich werde es mir merken, Sir. Danke.“

Admiral Gohra lächelte leicht, seine Antennen bewegten sich kurz. „Dann wünsche ich Ihnen Beiden einen angenehmen Nachmittag. Und denken Sie an mein Angebot.“ Er nickte Aljoscha respektvoll zu. „Captain Cornellus.“ „Admiral“, erwiderte Aljoscha höflich. Mit diesen Worten drehte sich Gohra um und ging mit gemessenen Schritten den Korridor hinunter, die Hände wieder hinter dem Rücken verschränkt.

Elbrun schaute ihm noch einen Moment nach, bevor er leise ausatmete. „Interessanter Mann…“, murmelte er. Aljoscha trat näher an ihn heran. „Alles in Ordnung? Du wirkst etwas nachdenklich.“„Ja, alles in Ordnung“, antwortete Elbrun. „Ich bin nur überrascht. Ich bin ihm bis heute noch nie persönlich begegnet, und trotzdem ist Flottenadmiral Gohra mir gegenüber so offen.“ „Das klingt doch gut“, meinte Aljoscha mit einem leichten Lächeln. „Das wird sich noch zeigen…, ach was sag ich da.“ Elbrun schüttelte leicht den Kopf und lächelte selbst. „Er ist ein netter Kerl.“ Aljoscha grinste breit. „Für ihn brauchst du anscheinend keine bularianischen Canapés.“ Nun lachte auch Elbrun leise und schüttelte amüsiert den Kopf. „Möglich.“

Sie setzten ihren Weg fort und gingen gemeinsam durch die weiten, hellen Hallen des Sternenflottenkommandos. Ihre Schritte hallten leise auf dem polierten Boden wider, während um sie herum Offiziere und Kadetten geschäftig ihren Aufgaben nachgingen.

Aljoscha zog sein PADD hervor und warf noch einmal einen kurzen Blick auf die aktuelle Organisationsstruktur der Flottenadmiräle. Er war neugierig, wofür Admiral Gohra eigentlich zuständig war. Schnell fand er den Eintrag:

Sternenflottenkommando – Departments & Leitung (12 Flottenadmiräle)

Nr. – Department (Abteilung) – Leitung – Spezies – Aufgabenbereich

1 – Starfleet Operations – Admiral Samantha Gromek – Mensch – Gesamte Einsatzleitung, Flottenkoordination, Krisenmanagement

2 – Starfleet Intelligence – Admiral Sendak – Vulkanier – Geheimdienst, Bedrohungsanalyse, verdeckte Operationen

3 – Starfleet Tactical & Defense – Admiral Alynna Nechayev – Mensch – Strategische Verteidigung, Flottentaktik, Kampfeinsätze

4 – Starfleet Engineering & Ship Construction – Admiral Gral – Tellarit – Schiffbau, Wartung, Utopia Planitia Koordination

5 – Starfleet Science & Research – Admiral Soval – Vulkanier – Wissenschaftliche Forschung, Anomalienforschung

6 – Starfleet Medical – Admiral Jonak – Romulaner – Medizinische Versorgung, Forschung, Biowissenschaften

7 – Starfleet Academy & Training – Admiral Mafalda Shinato – Mensch – Ausbildung, Kadettenprogramme, Weiterbildung

8 – Starfleet Logistics & Supply – Admiral Lokinar – Orioner – Versorgung, Logistik, Ressourcenmanagement

9 – Starfleet Exploration & Colonization – Admiral Silrek – Klingonin – Erforschung neuer Welten, Kolonisierung, Erstkontakt

10 – Starfleet Security & Internal Affairs (inkl. JAG) – Admiral T’Lara – Vulkanierin – Interne Sicherheit, Ermittlungen, Militärgerichtsbarkeit

11 – Starfleet Advanced Technology & R&D – Admiral Thrynn Gohra – Andorianer – Experimentelle Technologie, geheime Entwicklungen

12 – Starfleet Diplomatic & Political Affairs – Admiral Veta – Andorianer – Diplomatie, Föderationspolitik, Außenbeziehungen

„Interessant…“, murmelte er leise. „Der Mann ist für die experimentellen Technologien verantwortlich.“ Elbrun nahm sanft die Hand seines Mannes, verschränkte ihre Finger miteinander und lächelte. „Komm, genug Arbeit für heute.“

Sie verließen das Sternenflottenhauptquartier und gingen hinunter zum Strand von San Francisco. Die Sonne schien warm und hell vom Himmel, eine leichte Brise wehte vom Pazifik herüber. Elbrun fummelte aus seiner Hosentasche eine Sonnenbrille hervor und setzte sie auf. Er sah sofort entspannter aus. „Schade, dass wir keine Badehosen mit haben“, meinte Aljoscha bedauernd und schaute aufs glitzernde Wasser. „Ich würde wirklich gerne rein.“ Elbrun grinste breit, ein schelmisches Funkeln in den Augen. „Das ist doch kein Hindernis.“

Ohne zu zögern zog er sich die Schuhe und Socken aus, dann die Uniformhose, das Oberteil und schließlich das graue Unterhemd. Nur noch in schwarzen engen Boxershorts stand er da, die Uniform ordentlich über dem Arm. „So würde es doch gehen“, sagte er mit einem frechen Grinsen und breitete die Arme aus. Aljoscha lachte laut auf und musterte ihn von oben bis unten. „Du bist unmöglich“, sagte er amüsiert, konnte aber nicht verbergen, wie sehr ihm der Anblick gefiel. „Aber ich beschwere mich nicht.“ Elbrun trat einen Schritt näher, nahm Aljoschas Hand erneut und zog ihn Richtung Wasser. „Na los, Captain. Traust du dich oder nicht?“

Elbrun warf seine zusammengefaltete Uniform achtlos in den Sand, grinste Aljoscha noch einmal frech zu und lief dann mit großen Schritten ins Wasser. Mit einem beherzten Sprung warf er sich in die Fluten. Das kalte Pazifikwasser spritzte auf. Er tauchte kurz unter, kam prustend wieder hoch und rief lachend zu Aljoscha hinüber: „Komm, Imzadi! Das Wasser ist angenehm!“

Aljoscha schüttelte amüsiert den Kopf, konnte sich ein breites Grinsen aber nicht verkneifen. Ohne lange zu zögern zog er sich ebenfalls aus – Uniformjacke, Unterhemd, Hose und Schuhe landeten neben Elbruns Sachen im Sand. Nur in schwarzen engen Boxershorts rannte er los, sprintete durch den flachen Uferbereich und sprang mit einem großen Satz neben Elbrun ins Wasser. Das kalte Wasser raubte ihm kurz den Atem. Er tauchte auf, strich sich die nassen Haare aus dem Gesicht und lachte laut. „Du verrückter Kerl!“, rief er und schwamm auf Elbrun zu. „Das ist eiskalt!“

Elbrun lachte ebenfalls, zog ihn sofort an sich und schlang die Arme um ihn. Ihre nassen Körper pressten sich aneinander, während die Wellen sanft um sie herum schwappten. „Aber es fühlt sich gut an, oder?“, murmelte Elbrun dicht an Aljoschas Ohr, ein schelmisches Lächeln auf den Lippen. „Eine schöne Abkühlung bei der Hitze.“

Aljoscha schaute ihn einen langen Moment an, das Wasser glitzerte auf seiner Haut. Dann zog er Elbrun zu sich und küsste ihn leidenschaftlich, mitten in den sanften Wellen. Eine Hand lag fest in Elbruns Nacken, die andere strich über seinen nassen Rücken, drückte ihn enger an sich. Der Kuss war intensiv, fast hungrig. Das kalte Wasser umspülte ihre Körper, während die Sonne warm auf ihre Schultern schien. Für einen Moment gab es nur sie beide, das Rauschen der Wellen und das schnelle Schlagen ihrer Herzen. Als sie sich schließlich voneinander lösten, lehnte Aljoscha seine Stirn gegen Elbruns, ihre Nasen berührten sich leicht. „Du machst mich verrückt, weißt du das?“, flüsterte er mit rauer Stimme, ein Lächeln in den Augen. Elbrun grinste, seine Hände lagen auf Aljoschas Hüften unter Wasser. „Gut so. Das ist der Plan.“

Am Strand herrschte reges Treiben. Viele Leute lagen auf Decken in der Sonne, spazierten entlang der Promenade oder spielten mit ihren Kindern im Sand. Im Wasser selbst waren jedoch nur wenige Personen. Das Pazifikwasser war trotz der hohen Temperaturen noch recht kalt.

Auch Aljoscha und Elbrun blieben nicht lange im Wasser. Nach einer Weile schwammen sie zurück ans Ufer, wateten durch die flachen Wellen und ließen sich erschöpft, aber glücklich in den warmen Sand fallen. Ihre Uniformen breiteten sie als provisorische Unterlage aus.

Elbrun ließ sich auf den Rücken sinken, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, und schloss für einen Moment die Augen. Das Sonnenlicht trocknete langsam seine nasse Haut. Aljoscha setzte sich neben ihn, die Beine ausgestreckt, und stützte sich auf die Hände. „Verdammt, tut das gut“, murmelte Elbrun leise. Aljoscha lächelte und schaute ihn von der Seite an. Wassertropfen glänzten noch auf seiner Brust und seinen Schultern. Er legte eine Hand auf Elbruns Bauch, strich sanft mit dem Daumen darüber. „Genieß es, solange es geht“, sagte er leise. „In ein paar Stunden müssen wir wahrscheinlich wieder zurück in die Realität.“ Elbrun drehte den Kopf zu ihm und öffnete die Augen. Ein warmes, entspanntes Lächeln lag auf seinem Gesicht. „Dann sollten wir die Zeit hier umso mehr auskosten.“ Er griff nach Aljoschas Hand und verschränkte ihre Finger miteinander. „Mit dir am Strand zu liegen…, das fühlt sich fast schon wie Urlaub an.“ Die Sonne wärmte ihre Körper, während sie entspannt im Sand lagen. Elbrun hatte die Augen geschlossen und döste leicht vor sich hin, als plötzlich etwas Kaltes, Feuchtes auf seinem Bauch landete.

„Was zum—?!“ Er schreckte hoch. Ein großer, nasser Golden Retriever stand über ihm, wedelte wild mit dem Schwanz und schüttelte sich kräftig, sodass noch mehr Wasser und Sand auf beide spritzten. Aljoscha lachte laut auf, als der Hund nun auch ihn mit Sand vollschleuderte. „Hey! Freund, du hast falsch gezielt!“, rief Aljoscha amüsiert und versuchte, den Hund wegzuscheuchen. Der Retriever schien das als Einladung zum Spielen zu verstehen, bellte einmal fröhlich und ließ sich dann schwungvoll genau zwischen die beiden in den Sand fallen, den Kopf auf Elbruns Oberschenkel legend. Elbrun schaute verdutzt auf den Hund hinunter. „Na super… jetzt haben wir einen neuen Begleiter.“ Eine junge Frau kam kurze Zeit später angelaufen, völlig außer Atem. „Oh nein! Es tut mir so leid! Buddy, komm sofort her!“ Der Hund schaute sie nur kurz an, wedelte noch stärker und drückte sich demonstrativ enger an Elbrun. Aljoscha grinste breit. „Sieht aus, als hätte er einen neuen Lieblingsadmiral gefunden.“ Elbrun seufzte theatralisch, musste aber selbst schmunzeln und kraulte dem Hund den nassen Kopf. „Na toll. Erst ein Anschlag, jetzt werde ich von einem Hund adoptiert. Mein Leben wird immer besser.“

Die Frau lachte verlegen und zog Buddy schließlich mit viel Überredungskunst weg. Zurück blieben zwei sandbedeckte, leicht feuchte Männer, die sich gegenseitig ansahen und lachen mussten.

„Wir sehen aus, als hätten wir uns im Sand gewälzt“, murmelte Aljoscha und schüttelte den Kopf. Elbrun grinste. „Haben wir ja auch…, mehr oder weniger.“ Elbrun und Aljoscha klopften sich so gut es ging den Sand von der Haut und aus den Haaren. Als sie beide aufstanden, begann Elbrun plötzlich zu posen. Mit einem frechen Grinsen spannte er die Brust an, stemmte die Hände in die Hüften und drehte sich leicht zur Seite. Ein übertriebenes, gespieltes Macho-Gehabe. Die schwarze Sonnenbrille, die engen schwarzen Boxershorts und seine breiten Schultern machten die Show durchaus wirkungsvoll. Aljoscha verschränkte die Arme und grinste. Er fand den Anblick ehrlich gesagt gar nicht schlecht.

In diesem Moment liefen zwei junge Frauen vorbei. Eine von ihnen ließ einen anerkennenden Pfiff los. „Nicht schlecht!“, rief sie lachend und hob den Daumen. Elbrun grinste noch breiter, drehte sich etwas in ihre Richtung und posierte noch einmal. Diesmal mit einem bewusst verführerischen Blick und leicht geneigtem Kopf. Die beiden Frauen lachten laut und gingen weiter, wobei eine noch einmal über die Schulter schaute. Aljoscha schüttelte amüsiert den Kopf. „Du bist wirklich unmöglich“, sagte er, konnte sich ein Grinsen aber nicht verkneifen. „Du liebst es, oder?“ Elbrun kam zu ihm zurück, immer noch mit diesem spitzbübischen Ausdruck im Gesicht, und zog ihn an sich. „Was soll ich sagen? Ich spiele eben gerne.“ Er zwinkerte. „Und ein bisschen Aufmerksamkeit hat noch niemandem geschadet.“ Er beugte sich vor und gab Aljoscha einen kurzen, aber intensiven Kuss. Danach ließ er seine Hände langsam über Aljoschas Rücken gleiten. Die beiden jungen Frauen, die inzwischen ein Stück weitergegangen waren, schauten noch einmal zurück. Eine von ihnen rief lachend: „Ihr seid echt ein schönes Paar!“ Elbrun hob eine Hand und winkte ihnen spielerisch zu, während Aljoscha nur den Kopf schüttelte. „Du bist unverbesserlich“, murmelte er, klang dabei aber alles andere als genervt. Im Gegenteil, seine Hände blieben auf Elbruns Körper liegen, und sein Blick wanderte immer wieder an ihm herunter.

Elbrun bemerkte das natürlich und grinste noch breiter. „Gefällt dir, was du siehst, Captain?“ Aljoscha trat noch einen Schritt näher, sodass kaum noch Platz zwischen ihnen war. Seine Stimme war leise und etwas rauer: „Viel zu sehr. Wenn wir nicht mitten in San Francisco am Strand stehen würden…, dann würde ich dir jetzt zeigen, wie sehr.“ Elbrun lachte leise, biss sich kurz auf die Unterlippe und schaute ihn herausfordernd an. „Später auf der Enterprise?“, flüsterte er. „Definitiv später auf der Enterprise.“

Sie blieben noch einen Moment so stehen, eng aneinander, die Sonne auf der Haut und das Rauschen des Meeres im Hintergrund. Elbrun gab Aljoscha noch einen sanften Kuss auf den Hals, bevor er sich schließlich widerwillig von ihm löste. „Komm, lass uns noch ein bisschen in der Sonne liegen, bevor wir zurück müssen.“ Sie legten sich wieder in den warmen Sand, diesmal dicht nebeneinander. Elbrun drehte sich auf die Seite, stützte den Kopf auf eine Hand und betrachtete Aljoscha unverhohlen. „Weißt du, dass du verdammt gut aussiehst, wenn du nass und voller Sand bist?“, murmelte er mit einem schiefen Grinsen. „Fast besser als in Uniform.“ Aljoscha lachte leise und drehte sich ebenfalls zu ihm. „Du bist heute wirklich in Flirt-Laune, was?“ Er ließ seinen Blick langsam über Elbruns Körper wandern. „Kann ich aber verstehen. Mit dieser Sonnenbrille, den breiten Schultern und der nassen Unterhose…, du siehst aus wie ein verdammtes Kalender-Model.“ Elbrun grinste und rückte noch näher, sodass ihre Beine sich berührten. „Nur für dich, Imzadi. Für alle anderen bin ich der ernste Admiral. Aber bei dir darf ich auch mal der sein, der dich gerne aus diesen nassen Shorts rausholen würde.“ Aljoscha hob eine Augenbraue, ein anzügliches Lächeln auf den Lippen. „Hier am öffentlichen Strand? Du wirst immer verwegener.“ „Nur Gedanken“, flüsterte Elbrun und strich mit den Fingern leicht über Aljoschas Brust. „Sehr detaillierte Gedanken.“ Aljoscha lachte leise, ein warmer, dunkler Laut, und griff nach Elbruns Hand, hielt sie aber nicht fest, sondern ließ sie weiterstreichen. „Detaillierte Gedanken, hm? Erzähl mir mehr davon, Admiral. Ich bin ganz Ohr.“ Elbrun grinste frech und rückte noch ein Stück näher, bis ihre Nasen sich fast berührten. „Na gut. Ich denke gerade daran, wie gut sich deine Haut anfühlt, wenn sie warm von der Sonne und noch ein bisschen salzig vom Wasser ist. Und wie gerne ich mit meiner Zunge den Sand von deiner Hüfte lecken würde.“ Aljoscha hob eine Augenbraue, sichtlich amüsiert. „Du bist wirklich dreist heute.“ Er strich mit zwei Fingern langsam über Elbruns Bauchmuskeln nach unten und stoppte kurz über dem Bund der Unterhose. „Und was, wenn ich dir sagen würde, dass ich gerade ähnliche Gedanken habe? Nur dass ich mir vorstelle, wie du unter mir liegst und versuchst, leise zu sein, obwohl du es nicht bist.“ Elbrun biss sich auf die Unterlippe und lachte leise. „Du Mistkerl. Jetzt bin ich derjenige, der hier am Strand ein Problem bekommen könnte.“ „Gut“, flüsterte Aljoscha und küsste ihn kurz auf die Nasenspitze. „Dann sind wir wenigstens zu zweit mit unserem Problem.“ Elbrun schüttelte grinsend den Kopf und ließ seine Hand weiter über Aljoschas Seite gleiten, leicht kitzelnd. „Du weißt, dass ich dich später dafür bezahlen lasse, oder? Ganz langsam. Mit ganz viel… Aufmerksamkeit.“ Aljoscha lächelte herausfordernd und strich mit dem Daumen über Elbruns Unterlippe. „Ich zähle schon die Stunden.“ Elbrun atmete etwas schwerer, seine Hand lag noch immer auf Aljoschas Hüfte. Plötzlich murmelte er leise: „Verdammt…“. Dann drehte er sich schnell auf den Bauch und vergrub sein Gesicht kurz im angewinkelten Arm. Die Sonne brannte auf seinen Rücken. Aljoscha grinste breit, als er verstand, was los war. Er stützte sich auf einen Ellenbogen und schaute seinen Mann amüsiert von der Seite an. „Was denn? Hat der große, starke Admiral gerade ein kleines… Problem bekommen?“, fragte er leise und neckend. Elbrun drehte den Kopf zur Seite, die Sonnenbrille noch immer auf der Nase, und warf Aljoscha einen gespielt vorwurfsvollen Blick zu. „Halt die Klappe“, murmelte er, konnte aber selbst ein Grinsen nicht unterdrücken. „Das ist deine Schuld. Du und deine verdammten Finger und diese dreckigen Gedanken.“ Aljoscha lachte leise und rückte näher. Er strich mit den Fingerspitzen ganz leicht über Elbruns Rücken, folgte der Linie seiner Wirbelsäule nach unten.

„Armer Admiral…, liegt hier hilflos auf dem Bauch, weil sein Mann ihn scharf gemacht hat.“ Seine Stimme wurde noch etwas leiser. „Soll ich aufhören, oder soll ich dich noch ein bisschen mehr quälen?“ Elbrun stieß ein leises, frustriert-amüsiertes Stöhnen aus und drückte sein Gesicht wieder in den Arm. „Du bist grausam, Imzadi. Richtig grausam.“ Aljoscha beugte sich vor und küsste ihn sanft auf die Schulter. „Wenigstens konnte ich dich mal aus dem Konzept bringen“, sagte er triumphierend. Elbrun brummte nur in seinen Arm hinein, was Aljoscha noch mehr zum Grinsen brachte. Elbrun rückte näher und flüsterte ihm ins Ohr: „Pass auf. Wenn ich will, liegst du mit wenigen Worten genauso auf dem Bauch wie ich gerade.“ Aljoscha drehte den Kopf zur Seite und schaute ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Ach ja? So sicher bist du dir?“ Elbrun stützte sich auf einen Ellenbogen, beugte sich etwas über ihn und ließ seine Stimme bewusst tiefer und verführerischer klingen: „Soll ich es dir beweisen? Ich könnte dir jetzt ganz leise erzählen, was ich heute Abend mit dir machen werde… wie langsam ich dich ausziehen werde, wie ich jeden Zentimeter deiner Haut küsse, bis du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist…“. Aljoscha schloss kurz die Augen und stieß ein leises Lachen aus, das halb gequält, halb erregt klang. „Du bist echt ein Sadist, weißt du das?“ Elbrun grinste nur. „Und du liebst es, wenn ich dich so quäle. Gib’s zu.“ „Tja, aber heute habe ich ausnahmsweise mal die Oberhand“, erwiderte Aljoscha mit einem selbstzufriedenen Grinsen. Elbrun drehte den Kopf wieder zu ihm, die Sonnenbrille noch auf der Nase, und sah ihn herausfordernd an. „Noch, Imzadi…, noch“, antwortete er mit tiefer, vielversprechender Stimme. Aljoscha lachte leise und rückte noch etwas näher, sodass sein Atem Elbruns Ohr streifte. „Oh, das klingt wie eine Drohung. Eine sehr heiße Drohung.“ Seine Finger zeichneten weiter kleine Kreise auf Elbruns unterem Rücken. „Ich bin gespannt, was du später mit mir anstellst, wenn du wieder die Kontrolle hast.“ Elbrun stieß ein leises, amüsiertes Brummen aus. „Du wirst es spüren. Ganz langsam. Und ich werde mir Zeit lassen…, bis du mich anbettelst.“ „Mhm“, machte Aljoscha genüsslich. „Jetzt werde ich schon wieder unruhig. Dabei wollte ich dich eigentlich nur ein bisschen quälen.“ „Mission erfolgreich“, murmelte Elbrun und drehte sich ein Stück, um Aljoscha besser ansehen zu können. „Du kleiner Teufel.“ Elbrun grinste breit und gab ihm einen schnellen Kuss auf die Schulter. „Dein kleiner Teufel.“ Elbrun zog seine Hand langsam zurück und strich noch einmal über Aljoschas Hintern. „Komm. Wir sollten langsam zurück. Je schneller wir auf dem Schiff sind, desto schneller kann ich dich endlich richtig rannehmen.“

„Ich hätte da eine andere Idee“, murmelte Aljoscha, seine Stimme deutlich verlegen. Er drehte den Kopf etwas zur Seite, ohne Elbrun direkt anzusehen. Elbrun hob interessiert eine Augenbraue und strich weiter sanft über Aljoschas Rücken. „Oha, klingt interessant. Was wäre das denn?“

Aljoscha zögerte einen Moment, dann sagte er leise: „Eine Sauna… für Männer. Für Männer wie uns.“ Elbrun hielt kurz inne, dann breitete sich ein langsames, anzügliches Grinsen auf seinem Gesicht aus. „Eine Schwulensauna?“ Aljoscha nickte leicht, seine Wangen wurden noch röter. „Ich habe mal zufällig davon gehört. Sie liegt etwas außerhalb, in einer ruhigen Gegend. Es soll sehr diskret und… offen sein. Ich würde das gerne mal mit dir ausprobieren.“ Elbrun schaute ihn einen langen Moment an, das Verlangen in seinen Augen wurde noch intensiver. Er beugte sich vor und küsste Aljoscha heiß auf den Nacken. „Fuck, ja“, flüsterte er rau. „Das klingt verdammt verlockend.“ Aljoscha schluckte hörbar. „Dann lass uns dahingehen, wenn du willst“, sagte er leise. Elbrun drehte sich wieder auf die Seite, seine Hand glitt besitzergreifend über Aljoschas Hintern und drückte zu. „Ich will. Sehr sogar.“

Die beiden zogen sich hastig am Strand an, warfen sich immer wieder vielsagende Blicke zu. Elbrun nahm Aljoschas Hand, verschränkte ihre Finger fest miteinander und sie machten sich auf den Weg zur Sauna. Das Etablissement lag etwas abseits in einer ruhigen Seitenstraße von San Francisco. Als sie eintraten, wurden sie freundlich, aber diskret begrüßt. Jeder erhielt ein großes, weiches Handtuch und einen Schlüssel für einen Spind. In der Umkleide war bereits einiges los. Mehrere Männer verschiedener Spezies waren dort, zwei Andorianer, einige Menschen, ein Trill mit auffälligen Flecken am Oberkörper, ein schlanker Vulkanier und sogar ein kräftiger, muskulöser Klingone, der nur ein Handtuch um die Hüften trug.

Aljoscha war sichtlich zurückhaltender. Er schaute sich etwas unsicher um. Elbrun hingegen war selbstbewusst und entspannt wie immer. Er ging direkt zu ihrem Spind, zog sich ohne Zögern aus und legte seine Kleidung ordentlich hinein. Sein nackter Körper war offen sichtbar, breite Schultern, trainierter Rücken und die deutliche V-Form seiner Hüften.

Aljoscha zögerte. Er stand vor dem Spind, die Hand am Saum seines Shirts, und überlegte einen Moment, ob das wirklich eine gute Idee war. Elbrun bemerkte es sofort, trat näher und legte eine Hand sanft auf seinen Rücken. „Imzadi…, wenn du das nicht möchtest, gehen wir wieder. Kein Problem.“ Aljoscha atmete tief durch, dann schüttelte er den Kopf und lächelte schief. „Ach was soll‘s…“. Er zog sich nun ebenfalls aus. Elbrun beobachtete ihn dabei mit unverhohlenem Verlangen. Als Aljoscha schließlich nackt vor ihm stand, strich er ihm kurz liebevoll über die Hüfte. Beide banden sich die Handtücher um die Hüften. Elbruns Handtuch saß tief und betonte seine muskulöse Figur, während Aljoscha sein Handtuch etwas höher und enger knotete. Elbrun trat dicht hinter ihn, legte die Hände auf Aljoschas Hüften und flüsterte ihm ins Ohr: „Du siehst verdammt heiß aus. Und ich bin nicht der Einzige, der das gerade bemerkt hat.“

Aljoscha wurde wieder rot, lächelte aber nervös. „Dann lass uns reingehen, bevor ich es mir doch noch anders überlege.“ Sie banden ihre Handtücher um die Hüften und schlenderten langsam durch die Anlage. Das Licht war warm und gedämpft, die Luft roch nach Holz, Eukalyptus und einer Spur Männlichkeit. Es gab mehrere Saunen unterschiedlicher Größe und Temperatur, einen großen, ruhig beleuchteten Pool, einen sprudelnden Whirlpool und gemütliche Ruhebereiche mit breiten Liegen. In der unteren Etage entdeckten sie sogar eine kleine Bar. Besonders viele Türen führten zu privaten Kabinen. Lauter kleine, abschließbare Räume mit Liegen, die eindeutig für mehr als nur Entspannung gedacht waren.

Elbrun schaute sich alles mit unverhohlener Neugier und Interesse an. Aljoscha hingegen blieb etwas zurückhaltender, hielt sich meist dicht hinter Elbrun und fühlte sich nur durch dessen Anwesenheit wirklich sicher. „Ich möchte nur daran erinnern, dass es deine Idee war“, lachte Elbrun leise, als er bemerkte, wie sich sein Mann ein wenig schüchtern hinter ihm zu verstecken versuchte. Aljoscha stieß ihm sanft gegen den Arm. „Sei still…“, murmelte er, konnte sich ein verlegenes Lächeln aber nicht verkneifen. „Ich bin eben nicht so selbstbewusst wie du.“ Elbrun blieb stehen, drehte sich zu ihm um und legte beide Hände auf Aljoschas Hüften. Er zog ihn etwas näher, sodass ihre Körper sich leicht berührten.

„Hey“, sagte er sanft, aber mit einem spielerischen Unterton. „Du musst hier nichts tun, was du nicht willst. Wir können einfach nur schwitzen, im Pool sitzen oder wieder gehen. Aber…“ Er grinste leicht. „Ich finde es süß, wie du dich hinter mir versteckst. Macht mich irgendwie an.“

Aljoscha rollte mit den Augen, lächelte aber. „Du bist unmöglich.“ Elbrun lachte leise und küsste ihn kurz auf die Schläfe. „Also…, was möchtest du zuerst machen, Imzadi?“ „Vielleicht eine Sauna?“, meinte Aljoscha leise, fast ein wenig schüchtern. „Aber keine zu heiße.“ Elbrun lächelte warm und reichte ihm die Hand. „Alles klar. Dann komm.“

Er verschränkte ihre Finger miteinander und führte Aljoscha durch die Gänge. Sie betraten ein relativ großes Dampfbad, in dem angenehme 45°C herrschten. Warmer, dichter Dampf hing in der Luft und ließ alles etwas weich und sinnlich wirken.

Im Raum saßen bereits mehrere Männer, einige jüngere, muskulöse Typen, aber auch zwei ältere, erfahrene Männer. Ein Andorianer, zwei Menschen und ein kräftiger Trill. Alle trugen nur ein Handtuch um die Hüften oder hatten es neben sich gelegt. Als Elbrun und Aljoscha eintraten, richteten sich mehrere Blicke auf sie. Besonders Elbruns athletischer Körper mit den breiten Schultern und dem selbstsicheren Gang zog Aufmerksamkeit auf sich. Aber auch Aljoscha wurde interessiert gemustert. Sein schlankerer, aber definierter Körper und seine etwas nervöse Haltung schienen einige der Männer besonders anzusprechen. Elbrun führte sie zu einer freien Bank in der oberen Reihe. Er setzte sich breitbeinig hin, ohne Scheu, und klopfte neben sich. „Komm her, Imzadi.“ Aljoscha setzte sich etwas enger neben ihn, das Handtuch fest um seine Hüften geschlungen. Die Wärme und der dichte Dampf ließen seine Haut schnell feucht glänzen. Elbrun lehnte sich zurück, legte einen Arm hinter Aljoscha auf die Lehne und strich mit den Fingern leicht über dessen Nacken. Er bemerkte, wie einige der Männer immer wieder zu ihnen herüberschauten, besonders ein muskulöser, dunkelhaariger Mensch und der Andorianer.

Zwei Stunden später.

Draußen war die Abendluft bereits angenehm kühl. Sie gingen Hand in Hand durch die belebten Straßen San Franciscos zum nächsten öffentlichen Transporter-Terminal. „Bereit für zu Hause?“, fragte Elbrun leise und drückte Aljoschas Hand. Aljoscha nickte, noch immer ein wenig erschöpft, aber zufrieden. „Ja. War ein sehr…, intensiver Nachmittag.“ Sie betraten das Terminal, gaben ihr Ziel an und wurden kurz darauf von dem vertrauten Transporterstrahl erfasst.

Sie materialisierten auf dem großen Raumdock der Erde, hoch über dem Planeten. Die Erde drehte sich majestätisch unter ihnen, ein leuchtender blauer Ball in der Dunkelheit des Alls. Elbrun und Aljoscha gingen vom Raumdock direkt zur Enterprise, die noch immer an der großen orbitalen Station angedockt war. Die Gänge des Schiffs waren ruhig. Als sie ihr Quartier betraten, seufzte Aljoscha erleichtert auf. „Ich habe einen richtigen Hunger“, gestand er und rieb sich den Bauch. „Die ganze Aufregung hat mich ausgehungert.“ Elbrun lächelte und nickte. „Dann lass uns etwas essen. Keine große Sache, aber ordentlich.“

Er bestellte über den Replikator zwei große Portionen: Gegrilltes Hühnchen mit Gemüse, Reis und eine leichte Soße, dazu frisches Brot und einen Salat. Dazu zwei Gläser kühlen Orangensaft.

Sie setzten sich an den kleinen Esstisch in ihrem Quartier. Aljoscha aß mit großem Appetit, fast schon gierig. Elbrun beobachtete ihn amüsiert und schob ihm noch ein Stück Brot hinüber. Langsam, Imzadi. Du hast heute schon genug verbraucht.“ Aljoscha grinste nur mit vollem Mund und nahm noch einen großen Bissen. Nach dem Essen machten sie es sich auf der Couch gemütlich. Das Licht war gedimmt, nur die Sterne und die Lichter des Raumdocks waren durch das große Fenster zu sehen. Aljoscha kuschelte sich sofort an Elbrun, den Kopf auf dessen Brust gelegt. Elbrun strich ihm sanft durch die Haare. „War wirklich ein verrückter Tag“, murmelte er. „Von der Admirals-Sitzung über den Strand, die Sauna…, und jetzt wieder hier.“

Aljoscha nickte müde. Sie blieben lange so liegen, redeten leise über den Tag, streichelten sich und genossen einfach die ruhige Nähe. Irgendwann wurden Aljoschas Antworten kürzer, bis er schließlich mit einem zufriedenen Seufzer auf Elbruns Brust einschlief. Elbrun lächelte, hielt ihn fest und schaute noch eine Weile aus dem Fenster auf die Erde, bevor auch er die Augen schloss.

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