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Enterprise-Krieg und Liebe im Weltraum-Staffel 7

Teil 23

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Etwas später standen die Beiden schließlich auf. Es war bereits weit nach Mittag. Elbrun streckte sich ausgiebig und fuhr sich mit beiden Händen durch die zerzausten Haare. Der schlimmste Kater war verflogen, nur ein leichter Druck im Kopf erinnerte noch daran. Vor allem aber hatte er jetzt richtigen Hunger. „Endlich wieder halbwegs lebendig“, murmelte er mit rauer Stimme und grinste Aljoscha schief an. „Und ich könnte ein ganzes Replikator-Menü verdrücken.“ Aljoscha lachte leise und zog sich eine lockere Jogginghose und ein Shirt über. „Dann lass uns was essen. Ich hab auch Hunger…“

Sie setzten sich an den kleinen Esstisch in ihrem Quartier. Elbrun hatte zwei große Sandwiches repliziert – eines mit geräuchertem Truthahn, Salat und Avocado, das andere mit Schinken, Ei und frischen Kräutern. Dazu gab es eine große Schüssel frischen gemischten Salat.

Eine Weile aßen sie schweigend, beide noch etwas träge, aber zufrieden. Elbrun verschlang sein erstes Sandwich mit großem Appetit und seufzte wohlig. „Was wollen wir denn heute noch machen?“, fragte Aljoscha schließlich und nahm einen Schluck Wasser. „Arbeiten brauchen wir ja nicht.“ Elbrun lehnte sich zurück, kaute nachdenklich und schaute ihn mit einem kleinen, dreckigen Schmunzeln an. „Wir könnten ja wieder ins Bett gehen…“, sagte er langsam, der Blick vielsagend. Aljoscha errötete sofort und stieß ein verlegenes Lachen aus. „Wir könnten ja auch was anderes machen“, meinte er schnell. „Zum Beispiel?“, fragte Elbrun grinsend und stützte das Kinn auf die Hand, sichtlich amüsiert über Aljoschas Reaktion. „Ähmmmm…“, Aljoscha wusste keine gute Antwort und zuckte hilflos mit den Schultern.

Elbrun lachte leise, tief und warm. „Aber ich sehe schon, eigentlich möchtest du was Produktives machen“, neckte er. „Wie wäre es mit…“ Elbrun überlegte kurz, runzelte die Stirn und lachte dann auf. „…keine Ahnung. Mir fällt auch nichts ein.“ Er nahm noch einen Bissen von seinem Sandwich und schaute Aljoscha mit einem entspannten, liebevollen Blick an.

„Ehrlich gesagt…, ich hab gerade überhaupt keine Lust auf irgendwas Anstrengendes. Kein Holodeck, kein Sport, keine Berichte. Ich würde am liebsten einfach nur mit dir auf der Couch liegen, irgendwas Dummes schauen und zwischendurch ein bisschen rummachen.“ Aljoscha lächelte erleichtert und nickte. „Das klingt eigentlich perfekt.“ Elbrun grinste breit. „Siehst du? Manchmal ist ‚nichts tun‘ das Produktivste, was man tun kann. Besonders nach so einer Nacht.“ Er streckte die Hand über den Tisch und strich mit dem Daumen sanft über Aljoschas Fingerknöchel. „Aber wenn du wirklich was unternehmen willst… sag’s einfach. Ich bin heute dein williger Begleiter. Egal wobei.“

Aljoscha schaute ihn einen Moment an, dann lächelte er weich. „Couch und rummachen klingt gerade wirklich sehr gut.“ Elbrun lachte leise und zwinkerte ihm zu. „Dann sind wir uns ja einig.“ Nach dem Essen gingen sie rüber zur großen Couch im Wohnbereich. Elbrun ließ sich mit einem zufriedenen Seufzer in die weichen Polster fallen und streckte die Arme aus. „Komm her“, sagte er mit einem warmen Lächeln.

Aljoscha ließ sich sofort zu ihm sinken. Elbrun zog ihn eng an sich, sodass Aljoscha halb auf seiner Brust lag. Er schlang die Arme um ihn und strich langsam mit der Hand über seinen Rücken. Eine Weile lagen sie einfach nur so da, eng aneinander gekuschelt. Elbruns Finger zeichneten träge Kreise auf Aljoschas Rücken. „Na sieh mal einer an“, neckte Elbrun leise und grinste. „Kaum sind wir auf der Couch, schon liegst du wieder auf mir.“ Aljoscha lachte leise und stupste ihn gegen die Brust. „Du hast mich doch gezogen. Und du beschwerst dich auch nicht gerade.“ „Natürlich nicht.“ Elbrun küsste ihn sanft auf die Stirn. „Das ist mein Lieblingsplatz für dich.“ Aljoscha lächelte und kuschelte sich noch enger an ihn. Er fuhr mit den Fingern durch Elbruns Haare und spielte leicht damit. „Weißt du“, murmelte er leise, „das ist eigentlich genau das, was ich heute brauche. Einfach nur hier mit dir liegen.“ Elbrun brummte zufrieden und strich mit der Hand langsam über Aljoschas Rücken, immer wieder auf und ab. „Geht mir genauso“ Er lachte leise.

Aljoscha hob den Kopf ein Stück und schaute ihn mit einem kleinen Schmunzeln an. „Du warst ziemlich… laut vorhin. Ich glaube, das ganze Quartier hat mitbekommen, wie sehr dir gefallen hat, was ich gemacht habe.“ Elbrun grinste verlegen und drückte Aljoschas Kopf sanft zurück auf seine Brust. „Hey, nicht frech werden. Das war deine Schuld. Du hast schließlich angefangen, mich zu… ablenken.“ „Und du hast dich nicht gewehrt“, neckte Aljoscha zurück. „Natürlich nicht.“ Elbrun lachte leise. „Ich bin ja nicht dumm.“

Eine Weile lagen sie einfach nur da, genossen die Wärme des anderen und das ruhige Summen der Enterprise. Elbruns Hand wanderte weiter träge über Aljoschas Rücken, während dieser mit den Fingern kleine Muster auf Elbruns Brust zeichnete. „Sollen wir irgendwas schauen?“, fragte Aljoscha nach einer Weile. „Oder einfach nur so daliegen?“ Elbrun überlegte kurz und drückte ihm einen Kuss auf die Haare. „Einfach daliegen ist gut. Vielleicht später einen Film. Aber jetzt… will ich nur dich spüren und nichts tun.“ Aljoscha nickte zufrieden und schloss die Augen. „Das klingt nach einem perfekten Plan.“

Elbrun lächelte und hielt ihn noch ein bisschen fester. „Manchmal sind die besten Tage genau so. Keine großen Pläne. Nur du und ich.“ Sie blieben noch eine Weile eng aneinander gekuschelt auf der Couch liegen, bis Aljoscha vorschlug, doch etwas zu schauen. Sie stöberten gemeinsam durch die umfangreiche Film-Datenbank der Föderation. „Schau mal den hier“, sagte Elbrun nach einer Weile und öffnete einen Eintrag. „‚Don’t Tell Mom the Babysitter’s dead‘. Eine Komödie aus dem Jahr 1991 mit Christina Applegate. Klingt leicht und lustig.“ Aljoscha nickte neugierig. „Perfekt. Lass uns den starten.“

Das Licht dimmte sich, und das Display erwachte zum Leben. Schon die ersten Szenen ließen beide staunen. Die Aufnahmen zeigten das Amerika des späten 20. Jahrhunderts – bunte Autos, überfüllte Einkaufszentren, typische Vorstadthäuser und eine ganz eigene, chaotisch-lebendige Atmosphäre. Die Mode war grell, die Frisuren teilweise absurd, und die ganze Lebensart wirkte so fremd und gleichzeitig so menschlich. Elbrun hob die Augenbrauen. „Wow… das ist also die Erde im Jahr 1991? Die Autos sind ja riesig. Und schau dir diese Kleidung an! Die Farben sind so… laut.“

Aljoscha lachte leise und starrte gebannt auf den Bildschirm. „Und erst die Frisuren! Wie haben die Leute das nur ernst genommen? Und diese riesigen Telefone…, die sehen aus wie Ziegelsteine.“ Elbrun grinste und zog Aljoscha enger an sich. Kurz darauf, als die Familie im Fast-Food-Restaurant saß: „Die essen das wirklich jeden Tag?“, fragte Elbrun ungläubig. „Dieses… Zeug? Das sieht aus wie industriell hergestellte Kalorienbomben.“ Aljoscha grinste. „Und schau, wie groß die Portionen sind! Die trinken Cola aus Bechern, die größer sind als unsere Kaffeebecher. Kein Wunder, dass die Leute damals Probleme mit dem Gewicht hatten.“

Als Christina Applegate als Sue Ellen versuchte, erwachsen zu wirken und einen Bürojob zu bekommen, prustete Elbrun los. „Sie ist siebzehn und gibt sich als 27-jährige aus? Das hätte bei uns nicht mal zwei Minuten funktioniert. Ein Tricorder-Scan und die Sache wäre erledigt.“ Aljoscha nickte amüsiert. „Und trotzdem funktioniert es. Die Menschen damals waren so… vertrauensvoll. Oder leichtgläubig. Heute würde man sofort eine Hintergrundprüfung machen.“ Bei einer besonders chaotischen Szene mit den jüngeren Geschwistern schüttelte Elbrun den Kopf. „Diese Kinder sind kleine Terroristen. Die Mutter lässt die alleine zurück und fliegt nach Australien? Ich würde vor Sorge nicht schlafen können.“

„Gleichzeitig irgendwie niedlich“, meinte Aljoscha. „Diese ganze Unordnung. Keine Haus-KI, keine automatischen Essensreplikatoren, keine Sicherheitsprotokolle. Die haben einfach… gelebt.“

Elbrun strich ihm über den Rücken und lächelte. „Es hat etwas Charmantes. Heute ist alles so perfekt organisiert. Damals war alles ein einziges Chaos. Und trotzdem sind sie klargekommen.“

Später, als Sue Ellen versuchte, im Büro professionell zu wirken, lachte Aljoscha herzlich. „Sie hat keine Ahnung, was sie tut, und alle glauben ihr trotzdem. Das wäre auf der Enterprise nach fünf Minuten aufgeflogen.“ Elbrun grinste und neckte seinen Mann: „Sogar du hättest sie spätestens beim dritten Meeting durchschaut.“ Aljoscha kuschelte sich noch enger an ihn und murmelte: „Trotzdem… irgendwie schön, das zu sehen. Eine Welt ohne all die Technik, ohne Bedrohungen aus dem All. Nur ganz normale menschliche Probleme.“

Elbrun drückte ihm einen Kuss auf die Haare und sagte leise: „Und trotzdem würde ich unsere Zeit nicht eintauschen wollen. Nicht, wenn ich dich nicht hätte.“ Aljoscha lächelte glücklich und beide richteten ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Film, während sie weiter leise Kommentare austauschten und sich gegenseitig neckten. Die lockere, entspannte Stimmung zwischen ihnen machte den Nachmittag besonders gemütlich.

Als der Film zu Ende war, blieben sie noch einen Moment liegen, beide mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht. „Der war wirklich bescheuert“, sagte Aljoscha lachend. „Aber auf eine gute Art.“ Elbrun nickte und streckte sich etwas. „Definitiv. Aber jetzt will ich noch nicht aufhören. Lust auf noch einen?“ „Auf jeden Fall.“

Sie stöberten erneut durch die riesige Film-Datenbank der Föderation. Nach einigem Hin- und Her scrollen blieb Elbruns Finger plötzlich in der Luft hängen. „Was ist denn das? ‚Star Wars – Episode I: The Phantom Menace‘. Klingt episch.“ Aljoscha grinste. „Oh ja. Das ist ein Klassiker. Einer der berühmtesten Filmreihen der Menschheit. Sollen wir?“ „Unbedingt.“

Sie starteten den Film. Das Licht dimmte sich erneut, und schon die ersten majestätischen Aufnahmen der Raumflotte und der epischen Musik zogen beide sofort in ihren Bann. Elbrun war fasziniert. Seine Augen wurden größer, als die riesigen Raumschiffe über den Bildschirm flogen. „Wow… das ist ja unglaublich“, murmelte er beeindruckt. „Diese Schiffe…, die Welten…, das fühlt sich so groß an.“ Aljoscha lächelte und kuschelte sich enger an ihn. „Es war eine der größten Filmkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts. Für viele Menschen damals war das echte Magie.“

Während des Films kommentierten sie immer wieder leise: Elbrun staunte besonders über die Pod-Rennen: „Die rasen mit diesen winzigen Dingern durch eine Schlucht? Das ist Wahnsinn! Unsere Shuttles haben mehr Sicherheitsprotokolle als diese gesamte Rennstrecke.“ Aljoscha lachte. „Und trotzdem haben die Leute das geliebt. Pure Geschwindigkeit und Chaos.“ Bei der Einführung von Jar Jar Binks schüttelte Elbrun nur grinsend den Kopf: „Der Typ ist… speziell. Sehr speziell.“

Als die Lichtschwert-Kämpfe kamen, war Elbrun völlig gefesselt. „Diese Waffen…, das sieht so elegant aus. Und gleichzeitig so gefährlich. Ich verstehe jetzt, warum das damals so ein Phänomen war.“ Nach einer Weile lehnte er sich zurück und zog Aljoscha noch enger an sich. „Es ist eine schöne Abwechslung“, sagte er leise. „Heutzutage schauen nur noch sehr wenige Leute solche alten Filme. Die meisten bevorzugen Holodramen oder interaktive Geschichten. Aber das hier…, das hat etwas Besonderes. Man wird einfach nur berieselt und kann mitfiebern.“ Aljoscha nickte zustimmend. „Genau. Es fühlt sich fast ein bisschen nostalgisch an, auch wenn wir das alles nie erlebt haben.“ Elbrun strich ihm sanft über den Arm und lächelte. „Ich bin froh, dass wir das zusammen anschauen. Ich hatte wirklich noch nie solche Filme gesehen. Es ist schön, das mit dir zu entdecken.“ Sie blieben den Rest des Films eng umschlungen liegen, kommentierten hin und wieder leise und genossen die entspannte, gemütliche Atmosphäre des Nachmittags.

Als Darth Maul zum ersten Mal auf dem Holodisplay erschien – mit seinen charakteristischen Hörnern, der roten und schwarzen Bemalung und dem doppelten Lichtschwert – richteten sich beide gleichzeitig etwas auf. Elbrun starrte mit großen Augen auf den Bildschirm.

„Bei den Göttern von Betazed…, wer ist das denn?! Der sieht aus, als hätte jemand einen Albtraum und einen Kriegshund gekreuzt.“ Aljoscha lachte leise. „Das ist Darth Maul. Der persönliche Attentäter des Sith-Lords. Sieht ziemlich furchterregend aus, oder?“ Elbrun nickte langsam, ohne den Blick vom Display zu nehmen. „Furchterregend ist untertrieben. Der hat eine Ausstrahlung wie ein klingonischer Berserker auf Blutwein und Steroiden. Und dieses doppelte Lichtschwert…, das ist einfach nur unfair. Wer denkt sich so etwas aus?“

Kurz darauf, als Maul mit seiner akrobatischen Kampfkunst durch die Gänge jagte und gegen Qui-Gon und Obi-Wan kämpfte, war Elbrun regelrecht fasziniert. „Der bewegt sich wie eine Waffe“, murmelte er beeindruckt. „So präzise. So aggressiv. Das ist kein Kampf mehr, das ist Kunst. Tödliche Kunst.“ Aljoscha grinste. „Und schau dir diese Augen an. Gelb und voller Hass. Der Typ hat null Skrupel. Der würde wahrscheinlich ein ganzes Dorf auslöschen und dabei noch lächeln.“ Elbrun schüttelte leicht den Kopf, während Maul gerade mit einem gewaltigen Sprung einen perfekten Angriff ausführte. „Der hat Stil, das muss man ihm lassen. Die meisten Bösewichte in alten Filmen sind einfach nur laut und dumm. Aber der hier…, der ist gefährlich. Intelligent. Und diese Tattoos – das sieht aus wie eine rituelle Kriegsbemalung.“

Als Darth Maul später gegen die beiden Jedi kämpfte und sein doppeltes Lichtschwert wie einen Wirbelsturm einsetzte, pfiff Elbrun leise durch die Zähne. „Okay, das ist jetzt einfach nur cool. Zwei Klingen gleichzeitig? Das wäre im echten Kampf absolut tödlich. Ich würde nicht gegen den antreten wollen – nicht mal mit einem Sicherheitsteam im Rücken.“ Aljoscha lachte. „Und trotzdem verliert er am Ende. Typisch für alte Filme. Der coolste Bösewicht stirbt immer zuerst.“

Elbrun lehnte sich zurück und zog Aljoscha wieder enger an sich. „Trotzdem beeindruckend. Der hat mehr Präsenz als die meisten aktuellen Holodramen-Bösewichte. Die sind meistens nur laut und haben lange Monologe. Der hier sagt fast nichts – und ist trotzdem furchteinflößend.“

Er küsste Aljoscha auf die Schläfe und murmelte grinsend: „Wenn ich mal einen neuen Look brauche…, vielleicht sollte ich mir auch so eine rote Bemalung machen.“ Aljoscha lachte laut auf und boxte ihm spielerisch gegen die Brust. „Untersteh dich. Dann schlafe ich im Gästezimmer.“ „Dann möchte ich wenigstens so ein doppeltes Laserschwert“, meinte Elbrun mit einem frechen Grinsen und machte eine theatralische Drehbewegung mit den Händen, als würde er Darth Mauls Doppelklinge schwingen. Aljoscha lachte laut auf und schüttelte den Kopf. „Auf gar keinen Fall! Du mit einem doppelten Lichtschwert wärst eine Katastrophe. Du bist jetzt schon zu waghalsig…, dann wärst du es noch mehr.“

Doch während er das sagte, stellte Aljoscha sich Elbrun kurz vor. Wie er mit dieser rot leuchtenden, doppelten Waffe in der Hand auf der Brücke stehen würde, die rote Bemalung im Gesicht, dieser intensive, entschlossene Blick.

Irgendwie gefiel ihm der Gedanke. Sehr sogar. Elbrun würde damit bestimmt unglaublich gut aussehen. Gefährlich, elegant und absolut beeindruckend. Und er wusste, dass Elbrun mit so einer Waffe tatsächlich umgehen könnte. Seine Reflexe und sein Kampfgeschick waren legendär. Aljoscha spürte, wie ihm ein wenig warm wurde, und lächelte leicht verlegen. „Andererseits…“, murmelte er leise, „würde dir das wahrscheinlich ziemlich gut stehen.“ Elbrun hob überrascht eine Augenbraue und grinste dann breit. „Ach ja? Jetzt auf einmal? Vor zwei Sekunden war ich noch eine Gefahr für mich selbst.“ Aljoscha versteckte sein Gesicht an Elbruns Hals und murmelte gegen seine Haut: „Na ja…, gefährlich siehst du schon aus. Aber auf die gute Art. Der Gedanke an dich mit so einem Lichtschwert…, ist irgendwie ziemlich heiß.“

Elbrun lachte leise und zufrieden, die tiefe Stimme vibrierte warm unter Aljoscha. „Na sieh mal einer an. Mein sonst so vernünftiger Imzadi hat also doch eine Schwäche für dramatische, tödliche Waffen und rote Kriegsbemalung.“ Er drückte Aljoscha fester an sich und flüsterte ihm neckend ins Ohr: „Dann merke ich mir das fürs nächste Kostümfest auf dem Holodeck.“

Aljoscha lachte verlegen und boxte ihm spielerisch gegen die Brust. „Untersteh dich. Sonst muss ich dich wirklich im Gästezimmer schlafen lassen.“ Elbrun grinste nur und küsste ihn auf die Schläfe. „Zu spät. Jetzt weiß ich, worauf du stehst.“

Sie kuschelten sich wieder enger aneinander und schauten weiter den Film, wobei Elbrun hin und wieder leise lachte und Aljoscha noch ein paarmal neckte – aber sie genossen einfach nur die entspannte, warme Nähe des anderen.

Zum frühen Abend war auch dieser Film zu Ende. Aljoscha gähnte leise und erhob sich von der Couch. „Ich hol mir was zu trinken. Willst du auch etwas?“ Elbrun schüttelte den Kopf, den Blick noch immer auf das Display gerichtet. „Nein danke, ich schau mal weiter.“ Während Aljoscha zum Replikator ging, scrollte Elbrun neugierig durch die verschiedenen Kategorien der Film-Datenbank. Plötzlich blieb er bei einer Kategorie hängen: Erotik.

Mit einem kleinen, interessierten Lächeln öffnete er sie und scrollte langsam durch die Titel. Viele waren klassische heterosexuelle Filme, aber es gab auch einige schwule Einträge. Bei einem Titel mit zwei deutlich muskulösen Männern auf dem Cover hielt er inne und startete den Film aus reiner Neugier. Schon die erste Szene ging sofort zur Sache. Zwei sehr attraktive, durchtrainierte Männer küssten sich wild und hungrig. Ihre Zungen spielten offen miteinander, die Hände griffen gierig über nackte Haut. Einer drückte den anderen gegen die Wand, küsste sich seinen Hals hinunter und ging dann vor ihm auf die Knie. Das Stöhnen der beiden Männer war laut und unverfälscht. Elbrun schaute gebannt zu, die Augen leicht verengt. In diesem Moment kam Aljoscha mit einem Glas kaltem Saft zurück und setzte sich neben ihn. Er warf einen Blick auf den Bildschirm und stockte kurz. Die beiden Männer auf dem Bildschirm waren wirklich ansehnlich, starke Körper, ausgeprägte Muskeln und pure Lust in ihren Gesichtern. Aljoscha spürte sofort, wie sein Körper reagierte. Sein Schwanz regte sich spürbar in der lockeren Jogginghose und wurde langsam härter. Er rutschte etwas unruhig auf der Couch hin und her. Elbrun hingegen saß einfach nur da und schaute. Sein Gesicht war interessiert, aber körperlich tat sich bei ihm nichts. Keine Regung, keine Erektion. Er blieb völlig ruhig. Nach ein paar Sekunden schaute Elbrun zur Seite zu Aljoscha und bemerkte dessen veränderte Atmung und die deutliche Beule in dessen Hose. Ein kleines, amüsiertes Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Na sieh mal einer an…“, murmelte er leise und neckend. „Der Film scheint dir deutlich besser zu gefallen als mir.“ Aljoscha wurde ein bisschen rot, sagte aber nichts und nahm einen großen Schluck von seinem Saft, während auf dem Bildschirm die Geräusche immer intensiver wurden. „Das ist doch scheiße“, meinte Elbrun nach einer Weile und schüttelte leicht den Kopf. Aljoscha schaute ihn überrascht an. „Was meinst du?“ Elbrun deutete mit dem Kinn zum Display, wo die beiden Männer immer noch intensiv zugange waren. „Schau sie dir an. Die haben keinen Spaß miteinander. Die stehen nicht mal richtig aufeinander. Das sieht man in den Augen. Die machen das nur, weil das ihr Job ist. Es wirkt so mechanisch…, so gespielt.“ Er lehnte sich zurück und seufzte leise. „Naja, bei Menschen scheint das wohl zu reichen. Bei mir nicht. Mir fehlt die echte Leidenschaft, ein echtes Begehren. Und auch ein bisschen Handlung. Das ist einfach nur stumpf.“ Elbrun schaltete den Film ganz aus und drehte sich zu Aljoscha um. Er wirkte nachdenklich, fast ein bisschen ernst.

„Es ist nicht nur, dass es mechanisch aussieht“, sagte er leise. „Es fühlt sich, für mich…, falsch an. Als Betazoide spüre ich Emotionen viel intensiver als die meisten Menschen. Wenn ich so etwas sehe, spüre ich die Leere dahinter. Da ist kein echtes Verlangen, keine tiefe Anziehung. Nur Körper, die eine Show abziehen.“ Aljoscha schaute ihn aufmerksam an und nickte langsam. „Du meinst, du merkst sofort, wenn es nicht echt ist?“

„Genau.“ Elbrun strich mit den Fingern sanft über Aljoschas Unterarm. „Bei den Beiden da…, das war Lust, ja. Aber keine echte Leidenschaft füreinander. Kein ‚Ich will dich‘. Es war nur ‚Wir haben Sex‘. Das reicht mir nicht. Das fühlt sich für mich kalt an.“ Er machte eine kleine Pause, bevor er weitersprach, diesmal leiser und intimer: „Wenn ich mit dir schlafe…, dann spüre ich alles. Wie sehr du mich willst. Wie sehr du mich brauchst. Dieses Ziehen in deiner Brust, dieses Verlangen, das tiefer geht als nur körperlich. Das macht es für mich so intensiv. Deshalb brauche ich keine Pornos oder solche Filme. Die fühlen sich für mich leer an.“

Aljoscha wurde still. Er schaute Elbrun lange an, bevor er antwortete. „Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Für mich ist es auch schöner, wenn echte Gefühle dabei sind. Aber…, ich muss zugeben, dass mich der Film trotzdem erregt hat. Auch wenn es nur gespielt war.“ Elbrun lächelte leicht und nickte. „Das ist normal. Bei Menschen funktioniert das oft. Ihr könnt visuelle Reize gut trennen von echten Emotionen. Bei mir ist das fast unmöglich. Wenn ich sehe, dass der andere nur spielt, blockiert etwas in mir. Dann kann mein Körper gar nicht richtig reagieren.“

Er drehte sich etwas mehr zu Aljoscha und schaute ihm direkt in die Augen. „Bei dir ist das komplett anders. Wenn du mich ansiehst…, wenn du mich berührst…, dann spüre ich, wie sehr du mich willst. Dieses echte, tiefe Begehren. Das ist es, was mich verrückt macht. Nicht nur ein harter Schwanz oder schöne Technik.“ Aljoscha errötete leicht, lächelte aber. „Dann brauchst du also immer die volle emotionale Packung, hm?“ Elbrun lachte leise und nickte. „Genau. Ich brauche das Gefühl, dass der andere mich wirklich begehrt. Nicht nur meinen Körper, sondern mich. Meine Nähe. Meine Berührungen. Dass er mich so sehr will, dass es fast wehtut.“ Er strich Aljoscha sanft über die Wange und fügte leise hinzu: „Und genau das spüre ich bei dir. Immer. Deshalb brauche ich keine Filme. Ich habe dich.“

Aljoscha schaute ihn einen langen Moment an, dann lehnte er sich vor und küsste ihn zärtlich. „Ich mag es, wenn du so ehrlich über sowas sprichst“, murmelte er gegen Elbruns Lippen. „Das macht es noch intimer.“ Elbrun lächelte und zog ihn wieder eng an sich. „Gut. Denn bei dir will ich nichts verstecken. Weder im Bett noch außerhalb.“ Sie blieben eng umschlungen auf der Couch liegen. Das Gespräch hatte eine ruhige, tiefe Vertrautheit zwischen ihnen hinterlassen. Aljoscha strich mit den Fingern gedankenverloren über Elbruns Brust und fragte leise: „Ist es für dich manchmal schwer? Also… mit deiner Empathie oder auch Telepathie? Dass du fast immer spürst, wenn etwas nicht echt ist?“

Elbrun schwieg einen Moment, bevor er antwortete. Seine Stimme war leise und nachdenklich. „Ich weiß es nicht. Ich kenne es schließlich nicht anders.“ Er zuckte leicht mit den Schultern. „Vielleicht habe ich es auch einfacher, weil man mich nicht so leicht täuschen kann.“ Er machte eine kleine Pause und fuhr dann fort: „Diese Pornografie funktioniert bei mir halt nicht. Es ist zu gespielt, zu unecht. Es gibt durchaus Pornografie, die bei mir funktioniert. Wenn da eine echte Anziehung ist, eine echte Leidenschaft. Und nicht nur stupides Geficke. Natürlich kann ich bei so einer Aufzeichnung keine echten Emotionen spüren, das ist klar. Aber Gestik, Mimik und vor allem die Augen spiegeln genau wider, ob das echt ist oder gespielt. Und die Beiden da eben…, die hatten keinen Bock aufeinander.“

Elbrun strich sanft über Aljoschas Rücken und lächelte leicht schief. „Man sieht es in den Augen. Da war keine echte Lust füreinander, nur Routine. Das blockiert bei mir alles. Mein Körper reagiert dann einfach nicht.“ Aljoscha hörte aufmerksam zu und nickte langsam. „Und bei mir… spürst du das immer? Dass es echt ist?“ Elbrun drehte den Kopf zu ihm und schaute ihm direkt in die Augen. Sein Blick war warm und offen. „Bei dir spüre ich es besonders stark. Wenn du mich ansiehst, wenn du mich berührst…, da ist dieses tiefe, warme Verlangen. Kein Spiel. Keine Show. Das ist echt. Und genau das macht mich so verrückt nach dir.“

Er küsste Aljoscha sanft auf die Stirn und murmelte: „Deshalb brauche ich keine Filme. Ich habe dich. Und das ist tausendmal besser als alles, was die Datenbank hergibt.“ Aljoscha lächelte weich und kuschelte sich noch enger an ihn. Die Worte berührten ihn sichtlich. „Gut zu wissen, dass ich deine ganz persönliche, funktionierende Pornografie bin“, neckte er leise. Elbrun lachte leise und drückte ihn fester an sich. „Die beste Version davon. Und die einzige, die ich brauche.“ Aljoscha wurde nachdenklich. Er strich weiter mit den Fingern über Elbruns Brust und sagte leise: „Ich glaube, ich verstehe langsam, was du meinst. Ich habe es dir ja erst kürzlich gesagt, dass du immer noch diese starke Wirkung auf mich hast. Dass du mich schon mit einer bestimmten Bewegung, einem Blick oder ein paar Worten aus dem Konzept bringen kannst. Dass du mich einfach so erregst. Und ich weiß, dass du das manchmal mit Absicht machst.“ Elbrun lächelte warm und streichelte ihm zärtlich über den Rücken. „Das ist, weil ich dich liebe“, antwortete er leise. „Und weil ich dich wahnsinnig attraktiv finde. Ich kann einfach nicht die Finger von dir lassen.“

Aljoscha lächelte glücklich, doch dann wurde sein Ausdruck wieder nachdenklich. „Du, sag mal…, so wie du das schilderst, hat Sex bei dir dann immer auch etwas mit Liebe zu tun?“ Elbrun dachte einen Moment nach, bevor er antwortete. „Ja und nein“, sagte er ehrlich. „Ich hatte auch mit Jan und Carsten Sex. Das war keine Liebe. Das war eine starke körperliche Anziehung. Natürlich mochten wir uns, wir sind schließlich auch Freunde. Aber romantische Liebe? Nein, das war, damals, eher… lustvoll und unkompliziert. Aber mit Begehren, sie haben mich begehrt und ich sie.“

Er machte eine kleine Pause und schaute Aljoscha direkt an. „Aber das, was ich mit dir habe…, diese tiefe Liebe…, das macht alles noch viel besser. Intensiver. Bedeutungsvoller. Wenn echte Liebe dabei ist, dann fühlt sich Sex für mich nicht mehr nur körperlich an. Dann wird es etwas Emotionales. Fast schon Spirituelles. Dann spüre ich nicht nur deinen Körper, sondern auch dein Herz.“ Aljoscha hörte aufmerksam zu und nickte langsam. „Und das brauchst du?“, fragte er leise. Elbrun lächelte sanft und zog ihn noch enger an sich. „Ja, das brauche ich. Bei dir will ich nicht nur ficken. Ich will dich lieben. Mit allem, was ich habe.“ Er küsste Aljoscha zärtlich auf die Stirn und murmelte: „Und genau deshalb fühlt es sich mit dir immer noch so besonders an, selbst nach all der Zeit.“

Aljoscha schloss die Augen und schmiegte sich eng an ihn. Die Worte berührten ihn tief. „Ich bin froh, dass es bei uns so ist“, flüsterte er. Elbrun hielt ihn einfach nur fest, die Hand ruhig auf seinem Rücken. „Ich auch, Imzadi. Ich auch.“ Aljoscha dachte noch eine Weile über Elbruns Worte nach. Er spielte gedankenverloren mit dem Saum von Elbruns Shirt, bevor er schließlich leise fragte: „Würdest du mir etwas Pornografisches zeigen, was bei dir funktioniert?“

Elbrun hob überrascht die Augenbrauen und schaute ihn an. Einen Moment lang war er still, dann erschien ein kleines, amüsiertes Lächeln auf seinem Gesicht. „Du bist heute aber neugierig“, murmelte er, klang aber nicht abgeneigt. Er strich Aljoscha eine Haarsträhne aus der Stirn und überlegte kurz. „Na gut…, wenn du wirklich möchtest.“

Er aktivierte das Holodisplay erneut und scrollte durch die Erotik-Kategorie. Diesmal wählte er gezielt und deutlich länger. Schließlich startete er einen Film, der sogar relativ neu war, eine betazoidische Produktion.

Es waren zwei Männer, beide etwa Ende dreißig, sehr maskulin und attraktiv. Keine übertriebenen Muskeln, sondern natürliche, kräftige Körper. Sie lagen in einem großen, gemütlich beleuchteten Bett. Der eine küsste den anderen langsam und tief, fast schon hingebungsvoll. Ihre Hände streichelten einander nicht nur, sie erkundeten, als würden sie den Körper des anderen zum ersten Mal entdecken. Es war ein richtiges Vorspiel. Ganz anders als der Film davor.

Die Kamera war nah dran, fing jede Berührung ein. Wie die Finger über die Rippenbögen glitten, wie Lippen über den Hals wanderten, wie einer der Männer die Augen schloss und leise aufstöhnte, als der andere seine Brust küsste.

Elbrun atmete etwas tiefer. Seine Hand auf Aljoschas Rücken wurde spürbar wärmer. „Siehst du den Unterschied?“, fragte er leise, die Stimme schon etwas rauer. „Die wollen sich wirklich. Man sieht es daran, wie sie sich anschauen…, wie sie sich Zeit lassen. Das ist kein Programm, das sie abspulen. Das ist echt.“

Aljoscha schaute gebannt auf den Bildschirm. Der Film war sinnlich, langsam und intensiv. Die beiden Männer wirkten tatsächlich, als wären sie vollkommen ineinander versunken.

„Und das… funktioniert bei dir?“, fragte Aljoscha leise. Elbrun nickte, ohne den Blick vom Display zu nehmen. „Ja. Weil ich spüre, auch ohne echte Empathie bei einer Aufzeichnung, dass da echte Anziehung ist. Echte Zärtlichkeit. Kein falsches Stöhnen, kein übertriebenes Posieren. Einfach zwei Männer, die sich wirklich begehren.“

Er drehte den Kopf zu Aljoscha und schaute ihn mit einem dunklen, warmen Blick an. „Genau so, wie ich dich begehre.“ Aljoscha schluckte leicht. Der Film und Elbruns ehrliche Worte zusammen sorgten dafür, dass er sich zunehmend erregt fühlte. Elbrun lächelte leicht, als er das bemerkte, und strich ihm sanft über die Wange. „Willst du weiter schauen…, oder möchtest du lieber, dass ich den Film ausmache und dir zeige, wie echtes Begehren bei mir aussieht?“ Aljoscha wurde knallrot und antwortete nicht....

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