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Enterprise-Krieg und Liebe im Weltraum-Staffel 7

Teil 5

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Am nächsten Morgen lagen die drei eng aneinandergekuschelt im Bett, ein warmes Knäuel aus Erschöpfung und Zuneigung. Elbrun lag in der Mitte, Aljoscha schmiegte sich links an ihn, seine Hand ruhte auf Elbruns Brust, während Top rechts von ihm lag, sein Arm über Elbruns Hüfte drapiert. Beide kuschelten sich instinktiv an Elbrun, ihre Körper noch von der intensiven Nacht gezeichnet. Elbrun wurde als erster wach, seine betazoidischen Augen öffneten sich langsam, und als er auf die Uhr blickte, fuhr ein Schreck durch ihn. „Jungs, aufwachen! Wir haben verschlafen, wir müssen zur Sojourner, in 15 Minuten soll die Simulation losgehen!“, rief er laut, seine Stimme ein dringlicher Weckruf.

„Was ist los?“, murmelte Top verschlafen, seine Stimme rau und undeutlich, während er sich träge regte.

„Noch fünf Minuten", brummte Aljoscha, sein Gesicht halb im Kissen vergraben, ein leises Winseln der Protestes.

„Nix da, hoch mit euch!“, befahl Elbrun mit fester Stimme und zog Top und Aljoscha mit entschlossenen Griffen aus dem Bett. Ihre nackten Körper, noch verschmiert von Schweiß und den Spuren der vergangenen Nacht, zeigten deutlich, dass eine Dusche dringend nötig war – die hastige Nachsorge hatte nur oberflächlich geholfen. Er schob die beiden Männer energisch in Richtung Bad, ihre Beine noch etwas wackelig von der Erschöpfung.

Im Bad positionierte Elbrun sie in der Schalldusche, ein modernes Reinigungssystem der Enterprise. „Computer, Schalldusche aktivieren", gab er den Befehl mit klarer Stimme. Sofort sprang das Gerät an, ein sanftes Summen erfüllte den Raum, während Ultraschallwellen Top und Aljoscha schnell und gründlich reinigten, ohne Wasser, und den Schweiß und die klebrigen Überreste der Nacht entfernten. Die beiden standen noch leicht benommen unter dem Prozess, ihre Augen langsam wacher werdend, während das Gerät sie erfrischte.

Elbrun selbst eilte zum Waschbecken, griff nach seiner Zahnbürste und putzte sich mit schnellen, effizienten Bewegungen die Zähne, sein Blick auf die Uhr gerichtet. Nach ein paar Minuten hatten Top und Aljoscha sich soweit erholt, dass sie aus der Schalldusche traten. Top nahm sich eine Zahnbürste und begann ebenfalls zu putzen, während Aljoscha sich neben ihn stellte und dasselbe tat, ihre Bewegungen noch etwas träge, aber zunehmend koordiniert. Elbrun sprang nun selbst in die Schalldusche, ließ sich von den Wellen reinigen, sein Körper spannte sich kurz an, bevor er sich erfrischt fühlte. Die Zeit drängte, aber die drei arbeiteten nun im Takt, bereit, den Tag zu meistern, trotz des chaotischen Starts.

Als Elbrun mit der Schalldusche fertig war, ging er noch nackt zum Replikator, sein Körper noch leicht feucht von der Reinigung. „Zwei Becher Kaffee, schwarz", befahl er mit fester Stimme. Der Replikator summte kurz, und zwei dampfende Becher erschienen. Elbrun nahm sie, drehte sich um und drückte einen jedem – Aljoscha und Top – einen in die Hand. „Trinkt!“, sagte er bestimmt, ein Hauch von Dringlichkeit in seiner Stimme. Dann wandte er sich ab, suchte sich saubere Unterwäsche aus einer Schublade und zog sie an, gefolgt von seiner frischen Uniform, die er mit schnellen, geübten Bewegungen schloss.

Aljoscha und Top wurden langsam wacher, der Kaffee half, ihre Sinne zu schärfen. „Wir haben verschlafen", brach es plötzlich aus Top heraus, seine Stimme ein Mix aus Schock und Belustigung, während er einen Schluck nahm.

„Ach was, du Blitzmerker", lachte Elbrun trocken, ein schiefes Grinsen auf den Lippen, während er seine Stiefel zuschnürte. „Ich habe keine saubere Wäsche hier", meinte Top dann, seine Uniform vom Vortag hing schmutzig und verschwitzt über einem Stuhl, und die Unterwäsche wollte er definitiv nicht ein zweites Mal tragen.

„Hast du vergessen? In der Kommode ist doch ein bisschen Kleidung von dir. Auch eine Uniform", antwortete Elbrun ruhig, während er Top einen aufmunternden Blick zuwarf und ihm mit einem Nicken die Richtung wies. Top nickte dankbar und machte sich auf den Weg zur Kommode, während er den Kaffee weiter trank.

Aljoscha zog sich unterdessen schweigend an, seine Bewegungen präzise, aber mit einem leichten Stirnrunzeln. Er hasste solche hektischen Morgenstunden, und die Tatsache, dass sie verschlafen hatten, nagte an ihm. In Gedanken schweiften seine Wünsche zurück – er hätte viel lieber im Bett gekuschelt oder sich anderen unanständigen Dingen hingegeben, anstatt jetzt im Stress zu stecken. Mit einem leisen Seufzer zog er seine Uniform zurecht, bereit, sich dem Tag zu stellen, obwohl sein Herz noch bei den leidenschaftlichen Momenten der Nacht verweilte.

Elbrun ging erneut zum Replikator, seine Schritte zielstrebig. „Ein Croissant und Kakao, kalt", befahl er mit einem kurzen Blick auf die Uhr, die Zeit drängte. Der Replikator summte kurz, und schon erschien ein frisches Croissant sowie eine Tasse mit kaltem Kakao. Er schnappte sich die Tasse, nahm einen schnellen Schluck und schob sich das Croissant mit einer Hand in den Mund, während er die anderen mit einem Nicken antrieb. „Los, kommt!“, murmelte er mit vollem Mund.

Die drei verließen eilig das Quartier, ihre Stiefel hallten auf den Gängen der Enterprise, während sie mit schnellen Schritten zum Transporterraum eilten. Die Uniformen saßen jetzt ordentlich, doch die Hektik war spürbar. Im Transporterraum materialisierten sie sich auf der Sojourner, ihre Gestalten schimmerten kurz im Transportstrahl, bevor sie sich mit entschlossenen Schritten zur Hazard-Operations-Zentrale begaben.

Die Hazard-Operations-Zentrale der Sojourner summte leise vor Aktivität, als Elbrun, Aljoscha und Top eintrafen, ihre Uniformen hastig geglättet, aber mit einem Hauch von verschlafenem Chaos in ihren Bewegungen. Das Hazard-Team stand bereits bereit, die Offiziere in einer ordentlichen Reihe aufgestellt, ihre Gesichter eine Mischung aus neugieriger Erwartung und professioneller Gelassenheit. Lieutenant Sera trat vor, ihre Stiefel klackerten leicht auf dem Deck, ein sanftes, ermutigendes Lächeln spielte um ihre Lippen, trotz der angespannten Stimmung. „Guten Morgen. Wir sind startklar für die Simulation", meldete sie mit einer Stimme, die Selbstbewusstsein und Geduld ausstrahlte, während sie die drei musterte, die noch ein wenig außer Atem wirkten.

„Entschuldigen Sie unsere Verspätung, Lieutenant", begann Elbrun, während er seine Uniformjacke zurechtzupfte und versuchte, eine möglichst ernste Miene aufzusetzen. „Wir wurden … äh … aufgehalten.“ Die Worte kamen stockend heraus, und ein leichtes Zucken in seinem Augenlid verriet, dass er selbst wusste, wie lahm diese Ausrede klang. Er räusperte sich übertrieben, als könnte das die Peinlichkeit überspielen, und fügte mit einem schwachen Lächeln hinzu: „Sie wissen ja, wie das ist ...“ Ein unbeholfenes Lachen entkam ihm, das mehr nach einem nervösen Hüsteln klang.

Lieutenant Sera nickte verständnisvoll, ihr Lächeln wurde nur ein winziges bisschen breiter, als ob sie die Lüge durchschaute, aber höflich darüber hinwegsah. „Kein Problem, Sir. Hauptsache, Sie sind jetzt hier.“ Doch während die meisten des Teams diszipliniert blieben, konnte ein junger Offizier in der zweiten Reihe – ein schlanker Betazoid mit scharfem Blick und einem kaum verhohlenen Grinsen – ein leises Kichern nicht unterdrücken. Es war ein unterdrücktes, schnaubendes Geräusch, das wie ein platzender Luftballon durch die Stille schnitt.

Elbruns Kopf fuhr herum, seine betazoidischen Augen verengten sich zu einem bösen, autoritären Blick, der förmlich Funken sprühte. Es war kein bloßer Tadel – dieser Blick war ein stummer Befehl, der den jungen Mann am liebsten durch den Boden bohren wollte. Die Botschaft war kristallklar: Ein weiteres Geräusch, und du landest schneller auf Sternenbasis 80, als du ‚Simulation‘ sagen kannst! Die telepathische Verbindung zwischen den beiden Betazoiden verstärkte die Wirkung – der junge Offizier spürte die volle Wucht von Elbruns Unmut, inklusive eines mentalen Nachklangs, der ihm einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Sofort erstarrte er, sein Grinsen erlosch, und er richtete sich kerzengerade auf, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, als ob er sich unsichtbar machen könnte.

Aljoscha, der neben Elbrun stand, unterdrückte ein Schmunzeln und murmelte leise zu Top: „Na, das war ja knapp – ich dachte, er stampft ihn gleich in den Boden!“ Top, inzwischen mit einem weiteren Kaffeebecher in der Hand, prustete leise, verschluckte sich fast und hustete, was die Spannung für einen Moment auflockerte. Elbrun warf beiden einen kurzen, gespielt strengen Blick zu, doch ein winziges Zucken in seinen Mundwinkeln verriet, dass auch er den Humor der Situation erkannte – wenn auch nur für einen Sekundenbruchteil, bevor er sich wieder auf die Simulation konzentrierte.

Lieutenant Sera räusperte sich diplomatisch, um die Ordnung wiederherzustellen. „Ähm, sollen wir dann beginnen, Sir?“, fragte sie, ihre Stimme eine Mischung aus Amüsement und Professionalität. Elbrun nickte, seine Autorität wieder gefestigt, auch wenn die morgendliche Hektik und der kleine Zwischenfall noch in der Luft hingen. „Ja, Lieutenant, lassen Sie uns loslegen. Und …“ – er warf dem jungen Betazoid einen letzten warnenden Blick zu – „keine weiteren Unterbrechungen, klar?“ Der junge Mann nickte hastig, sein Gesicht jetzt eine Maske der Disziplin, während das Team sich bereit machte, die Simulation zu starten.

Das Hazard-Team stand in strammer Haltung bereit, alle in den markanten Hazard-Team-Uniformen gekleidet, deren dunkle Farben und funktionale Schnitte einen Eindruck von Entschlossenheit und Professionalität vermittelten. Die Offiziere trugen die Ausrüstung mit Stolz, ihre Gesichter gezeichnet von Konzentration, während sie auf die Anweisungen warteten. Elbrun trat vor, seine betazoidischen Augen schweiften über die Gruppe, bevor er mit einer klaren, autoritären Stimme das Briefing begann.

„Ihre Mission ist es, den Borg-Cubus zu infiltrieren", erklärte er, seine Worte präzise und durchdringend. „Ihr Ziel ist es, die Sensorlogs zu kopieren. Nehmen Sie sich in Acht: Die Borg werden Sie zunächst ignorieren, solange Sie nicht als Bedrohung erkannt werden. Und glauben Sie mir, sie werden Sie als Bedrohung erkennen. Sobald das passiert, wird es schnell ungemütlich. Standardwaffen werden nach wenigen Schüssen unbrauchbar werden, daher werden Sie die neuen U-Mods einsetzen, die mittlerweile in Serie produziert werden. Diese sind speziell für den Einsatz gegen die Borg entwickelt worden – nutzen Sie sie klug.“

Er machte eine kurze Pause, ließ seinen Blick über die Gesichter schweifen, bevor er fortfuhr: „Lieutenant Sera wird als Ihre Anführerin die Operation leiten. Sie hören alle nur auf ihre Befehle – keine Eigeninitiativen, es sei denn, sie gibt grünes Licht. Wir werden von hier aus die Simulation überwachen und anschließend die Ergebnisse gemeinsam besprechen.“ Er nickte Sera zu, ein Zeichen des Vertrauens, bevor er sich leicht zurücklehnte, bereit, die Überwachung zu beginnen.

Lieutenant Sera trat einen Schritt vor, ihre Haltung selbstbewusst, während sie das Team mit einem kurzen, ermutigenden Blick musterte. „Verstanden, Sir. Team, bereitet euch vor – wir starten in fünf Minuten", befahl sie mit fester Stimme, woraufhin die Offiziere nickten und sich an ihre Stationen begaben. Die Spannung in der Zentrale stieg, während die Simulation bevorstand.

Die Simulation begann mit einem flimmernden Transportstrahl, und die fünf Offiziere des Hazard-Teams materialisierten auf dem Holodeck. Kaum hatten sich ihre Umrisse stabilisiert, veränderte sich die Umgebung mit atemberaubender Geschwindigkeit. Der Raum transformierte sich in die unheimliche Innenwelt eines Borg-Kubus – die Luft wurde dick, warm und feucht, ein drückendes Gefühl, das sich wie ein unsichtbarer Mantel auf ihre Haut legte. Die Atmosphäre war erfüllt von einem konstanten, bedrohlichen Summen, durchbrochen von scharfen, metallischen Klängen und dem unheilvollen Schaben von Bewegungen, die aus den Schatten drangen.

Das Licht war schwach und von einem unnatürlichen Grün durchzogen, das die Korridore in ein gespenstisches Zwielicht tauchte. Die Wände bestanden aus einer organischen, metallisch glänzenden Struktur, durchzogen von pulsierenden, grünen Adern, die wie ein lebendiges Netzwerk wirkten. Schatten tanzten unvorhersehbar, reflektiert von den schimmernden Oberflächen, während das leise Brummen der Borg-Technologie die Nerven der Offiziere bis an die Grenze strapazierte. Jeder Schritt auf dem kalten, vibrierenden Metallboden hallte dumpf wider, ein Echo, das die Spannung verstärkte.

Dann tauchten die Borg-Drohnen auf – monströse Gestalten, die mehr Maschine als Mensch waren. Ihre Körper waren eine unheimliche Fusion aus organischer Haut und glänzendem Metall, mit Implantaten, die sich wie stählerne Tentakel über ihre Gliedmaßen zogen. Ihre Gesichter waren entstellt, die Augen durch leuchtende, grüne optische Sensoren ersetzt, die wie kalte, unerbittliche Suchscheinwerfer glühten. Metallische Platten bedeckten ihre Schädel, einige mit exponierten Kabeln, die bei jeder Bewegung zuckten. Ihre Arme endeten teilweise in kybernetischen Werkzeugen – scharfe Klingen, Bohrgeräte oder Assimiilierungsrohre, die mit einem leisen Zischen Funken sprühten. Der Boden vibrierte unter ihren schweren, mechanischen Schritten, und ihr kollektives Summen erfüllte die Luft, ein unheimlicher Chor, der die Präsenz des Kollektivs verkündete.

„Feuer eröffnen! U-Mods aktivieren!“, brüllte Sera über den Kommunikationskanal, ihre Stimme durchschnitt den Lärm, während das Team in Aktion trat. Fähnrich Korr zielte auf eine zweite Drohne, die mit einem Assimiilierungsrohr auf ihn zustürmte, ihre mechanischen Glieder surrend. Sein U-Mod-Strahl durchbohrte die Schulter der Drohne, Funken sprühten, und sie brach zusammen, doch eine dritte Drohne näherte sich bereits, ihre Klingenarme blitzten im grünen Licht, bereit zuzuschlagen. Das Team wich zurück, die Bewegungen koordiniert, aber unter massivem Druck, als die Drohnen ihre Angriffe eskalierten – eine schwang eine Kette mit scharfen Haken, die nur Zentimeter an Korrs Kopf vorbeizischte.

Im Überwachungsraum sog Elbrun scharf die Luft ein, seine Hände ballten sich zu Fäusten, als er die Szene beobachtete. „Sie müssen schneller reagieren", murmelte er, seine Stimme angespannt. Top, neben ihm, biss sich auf die Lippe, seine Augen fixiert auf den Bildschirm. „Verdammt, diese Drohnen sind schnell – Sera muss das Team besser koordinieren!“, sagte er, seine Stimme ein Mix aus Sorge und Aufregung, während er sich vorbeugte, um jede Bewegung zu verfolgen. Aljoscha, der sich nervös mit den Fingern auf die Armlehne klopfte, fügte hinzu: „Die U-Mods halten, aber die Regeneration der Borg ist zu schnell – sie brauchen eine Strategie!“

Aljoschas Augen folgten jedem Schuss. Eine Drohne stürzte sich auf Korr, ihr Bohrgerät surrte bedrohlich, doch Sera sprang dazwischen, ihr U-Mod-Strahl traf die Drohne in den Sensor, und sie explodierte in einem Funkenregen. Doch die Erleichterung währte nur kurz – vier Drohnen stürmten gleichzeitig heran, ihre Schritte ein donnerndes Trommelfeuer, ihre Klingenarme blitzten wie tödliche Scheren. „Deckung nehmen!“, schrie Sera, und das Team sprang auseinander, während ein Energiestrahl knapp über ihre Köpfe hinwegzischte und eine Wand durchbohrte, Metalltrümmer flogen durch die Luft. Der Boden erzitterte, als eine Drohne mit einem ohrenbetäubenden Krachen gegen eine Konsole prallte, doch sie richtete sich sofort wieder auf, ihre Sensoren glühten bedrohlich rot.

„Sensorlogs sind 50 Meter voraus!“, rief Sera über die Komms, ihre Stimme zitterte vor Anspannung, während sie den Weg durch das wachsende Chaos wies. Elbrun beugte sich näher an den Bildschirm, seine Autorität klar spürbar. „Sera, konzentriert euch auf die Logs – ignoriert die Drohnen, solange sie nicht direkt angreifen!“, befahl er, seine Stimme schallte durch die Kommunikation. Top nickte zustimmend, seine Hände zitterten leicht. „Sie müssen durchbrechen, bevor die Borg sie überrennen!“ Aljoscha runzelte die Stirn, seine Finger hielten inne. „Wenn sie nicht bald Tempo machen, sind sie geliefert", murmelte er, die Spannung im Raum stieg, während die Action auf dem Bildschirm tobte und die Borg-Drohnen unerbittlich vorrückten, ein ständiger Albtraum in der feuchten, grünen Dunkelheit.

Die fünf Offiziere des Hazard-Teams kämpften sich durch den chaotischen Korridor des simulierten Borg-Kubus, ihre U-Mods unablässig feuernd, bis sie endlich die Sensorlogs erreichten. Der Raum war erfüllt von dem unheimlichen Grünlicht und dem Summen der Borg-Technologie, während Metalltrümmer und Funken die Luft schwängerten. Lieutenant Sera kniete sich hastig neben die Konsole, ihre Finger flogen über die Steuerung, als sie die Daten auf ihren Tricorder übertrug. Mit einem erleichterten Nicken aktivierte sie ihren Kommunikator. „Sojourner, wir sind bereit zum Beamen", sprach sie mit fester, aber angespannter Stimme.

Doch bevor die Antwort kommen konnte, flackerte ein Kraftfeld um das Team herum auf, ein schimmernder, undurchdringlicher Schleier, der sie von der Rettung abschnitt. Die Offiziere erstarrten, ihre Gesichter spiegelten Schock wider. „Lieutenant, was jetzt?“, rief der klingonische Fähnrich Korr, seine Stimme rau vor Frustration, während er seinen U-Mod nervös umklammerte. Sera starrte auf das Kraftfeld, ihre Hände zitterten leicht. „Ich … ich weiß es nicht", stammelte sie, ihre Autorität für einen Moment erschüttert, während die anderen Offiziere sich unsicher umblickten.

Im Überwachungsraum verfolgten Elbrun, Top und Aljoscha die Szene auf dem holografischen Bildschirm, ihre Mienen angespannt. „Warum tut sie nichts?“, fragte Top, seine Stimme eine Mischung aus Ungeduld und Sorge, während er sich vorbeugte. „Sie verlieren Zeit", fuhr er fort, seine Finger trommelten nervös auf die Konsole. Aljoscha nickte grimmig, seine Augen fest auf den Bildschirm gerichtet. „Das Kraftfeld hat sie kalt erwischt – sie hätten Alternativen planen müssen.“

Unterdessen traten die Borg-Drohnen durch das Kraftfeld, als ob es für sie kein Hindernis darstellte. Ihre metallischen Gestalten, mit glühenden Sensoren und surrenden Assimiilierungsrohren, näherten sich bedrohlich. Die Offiziere hoben ihre U-Mods, doch bevor sie feuern konnten, endete die Simulation abrupt – die Umgebung löste sich in Pixel auf, und das Holodeck kehrte zu seiner neutralen, grauen Leere zurück. Das Hazard-Team stand da, schwer atmend, ihre Uniformen zerknittert und verschwitzt, ihre Gesichter gezeichnet von Enttäuschung und Erschöpfung. Sera ließ den Kopf hängen, ihre Schultern sackten nach unten, während das Team schweigend das Holodeck verließ, die Köpfe gesenkt, als trügen sie eine unsichtbare Last.

Elbrun, Top und Aljoscha erwarteten sie bereits am Ausgang, ihre Mienen eine Mischung aus Mitgefühl und analytischer Strenge. Elbrun trat vor, seine Stimme warm, aber bestimmt. „Lassen Sie die Köpfe nicht hängen. Dafür sind Simulationen da – damit Sie lernen und in solchen Situationen schneller agieren können. Sie haben Ihre Arbeit gut gemacht", sagte er und legte eine ermutigende Hand auf Seras Schulter, ein stummer Zuspruch.

Top nickte zustimmend, doch seine Worte waren direkter. „Das stimmt, aber als etwas Unerwartetes passierte, waren Sie wie gelähmt. Sie alle hätten da mehr agieren müssen – Alternativen finden, das Kraftfeld umgehen oder zumindest eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Aber das werden wir in der nächsten Simulation nochmal üben", erklärte er, seine Stimme sachlich, aber mit einem Hauch von Optimismus, der die Enttäuschung mildern sollte.

Das Hazard-Team ließ sich erschöpft in den Sesseln des Besprechungsraums nieder, die Anspannung der Simulation noch in ihren Gliedern. Einige griffen nach Wasserflaschen oder kleinen Snacks, die auf dem Tisch bereitstanden – ein Ensign mampfte ein Stück Energieriegel, während ein anderer gierig an einem Becher Tee nippte. Doch Lieutenant Sera saß abseits auf einer Bank, allein, ihre Schultern gebeugt, ihre Hände nervös ineinander verschlungen. Ihr Gesichtsausdruck war geprägt von tiefer Enttäuschung, ihre Augen starr auf den Boden gerichtet, als ob sie die Niederlage noch einmal Revue passieren ließ.

Elbrun bemerkte ihre Isolation und trat mit ruhigen Schritten auf sie zu, seine Uniform makellos, aber seine Haltung voller Mitgefühl. „Alles in Ordnung, Lieutenant?“, fragte er sanft, seine betazoidischen Augen musterten sie aufmerksam.

„Ja, Sir", antwortete sie knapp, ihre Stimme tonlos, ohne den Blick zu heben.

„Das sieht mir aber nicht so aus", meinte Elbrun, seine Stimme warm, aber mit einem Hauch von Sorge. Er setzte sich neben sie, ließ ihr etwas Raum, aber signalisierte seine Anwesenheit

Sera seufzte tief, ihre Hände ballten sich zu Fäusten. „Ich bin enttäuscht, Sir. Wir haben versagt. Wenn dies echt gewesen wäre, wären wir nun Borg-Drohnen.“ Ihre Worte waren schwer, getränkt von Selbstvorwurf.

Elbrun nickte langsam, sein Blick blieb auf sie gerichtet. „Es war aber nicht echt. Aber ja, die Mission ist gescheitert. Und dennoch haben Sie etwas gelernt, oder?“, fragte er, seine Stimme ein sanfter Anstoß zur Reflexion.

Sie hob den Blick leicht, ihre Augen suchten seine. „Ja, natürlich. Ich muss auf das Unvorhergesehene vorbereitet sein.“

„Sehen Sie", sagte Elbrun mit einem ermutigenden Lächeln, „Sie haben aus den Fehlern gelernt. Und wir lernen mehr aus Fehlern als dadurch, dass immer alles nach Plan läuft. Das ist der Zweck dieser Übungen.“

Sera nickte zögerlich, ein Hauch von Erleichterung zeigte sich in ihren Zügen. „Bei Ihnen sah das alles so routiniert aus in der vorherigen Simulation", gab sie zu, ein wenig Neid schwang in ihrer Stimme mit.

Elbrun lachte leise, ein warmes, beruhigendes Geräusch. „Ich habe ja auch mehr Erfahrung als Sie. Ich habe in vielen Gefechten teilgenommen – zwar mehr im Raum als auf dem Boden, aber ich habe gelernt, immer einen kühlen Kopf zu bewahren und das Unerwartete zu erwarten. Und wissen Sie was? Es gibt keine ausweglose Situationen. Jede Krise hat eine Lösung, man muss sie nur finden. Geben sie niemals auf.“ Seine Worte hatten eine beruhigende Wirkung, und Sera wirkte langsam munterer, ihre Schultern entspannten sich ein wenig.

„Kommen Sie", sagte er dann fürsorglich und stand auf, bot ihr eine Hand an. „Sie sollten etwas essen und trinken. Das gibt Ihnen neue Energie, und wir besprechen gleich mit dem Team, wie wir das nächste Mal besser vorgehen.“ Sera nahm seine Hand, ein schwaches Lächeln spielte um ihre Lippen, als sie sich erhob und sich von ihm zum Tisch führen ließ, wo das Team bereits wartete, bereit, von den Lehren des Tages zu profitieren.

Etwas später begann die Nachbesprechung im Besprechungsraum der Sojourner, ein Raum, der nun von einem nüchternen, analytischen Ton geprägt war. Die Mitglieder des Hazard-Teams saßen zusammen, ihre Uniformen noch leicht zerknittert von der Simulation, während sie Wasser oder Kaffee tranken und sich Notizen machten. Elbrun leitete die Diskussion mit einer ruhigen, aber bestimmten Stimme, während er die Fehler detailliert durchging. „Das Kraftfeld war ein kritischer Moment", begann er, seine betazoidischen Augen schweiften über die Anwesenden. „Lieutenant Sera, Ihre Reaktion war verständlich, aber wir müssen Strategien entwickeln, um auf solche Hindernisse spontan zu reagieren – vielleicht eine Überladung der U-Mods, um das Feld zu durchbrechen.“ Sera nickte eifrig, ihre Enttäuschung wich einem Fokus auf Verbesserung.

Doch es wurde auch gelobt, was gut gelaufen war. „Ihre Koordination im ersten Kontakt mit den Drohnen war beeindruckend", fuhr Elbrun fort. „Fähnrich Korr, Ihr Schuss auf die Schulter der Drohne hat Zeit gewonnen – das war ein guter Instinkt.“ Korr lächelte stolz, während die anderen zustimmend murmelten. Die Besprechung dauerte bis in den späten Nachmittag, als schließlich alles erledigt war. Die Pläne für die nächste Simulation wurden festgelegt, und das Team verabschiedete sich mit einem Gefühl von Zielstrebigkeit.

Nachdem die Pflicht erledigt war, folgten Aljoscha und Elbrun Top in sein Quartier. Die Gänge der Sojourner waren ruhig, die Beleuchtung gedämpft, als sie sich auf den Weg machten. Top öffnete die Tür zu seinem Raum, einladend und mit einem leichten Lächeln, während die drei sich darauf freuten, den Rest des Tages in entspannter Gesellschaft zu verbringen, fernab der Simulationen und des Drucks.

Elbrun ließ sich mit einer selbstverständlichen Lässigkeit auf das große Sofa in Tops Quartier fallen, als gehöre es ihm schon seit Jahren. Mit einem erleichterten Seufzer streifte er seine Stiefel von den Füßen, kickte sie achtlos zur Seite und öffnete den oberen Verschluss seiner Uniform, um etwas mehr Bequemlichkeit zu genießen. Aljoscha plumpste kurz darauf neben ihn, ein müdes, aber zufriedenes Lächeln auf den Lippen, während er sich gemütlich anlehnte.

„Was haltet ihr von Essen?“, fragte Top, der sich mit einem leichten Schmunzeln umdrehte, noch immer die Energie des Tages in sich spürend.

„Klingt super", meinte Elbrun und lehnte sich zurück, „denn das Frühstück war ja eher dürftig ausgefallen – nur ein Croissant und ein Schluck Kakao, das hält einen doch nicht über den Tag!“ Sein Ton war spielerisch, während er sich streckte.

„Worauf habt ihr Lust?“, hakte Top nach, seine Hand bereits in Richtung des Replikators wandernd.

Elbrun grinste dreckig. „Naja, wenn du so fragst …“

„Elbrun!“, schimpfte Aljoscha mit gespielter Empörung und gab ihm einen leichten Stoß in die Seite. „Er meinte das Essen, nicht den Nachtisch! Ich hätte Lust auf ein Curry mit Reis – etwas Würziges, das uns aufwärmt.“

„Oh, ja, das klingt super", stimmte Elbrun zu, sein Grinsen wich einem echten Lächeln, während er sich geschlagen gab. Top lachte leise, schüttelte den Kopf über die Neckerei und ging zum Replikator. „Drei Portionen Curry mit Reis", bestellte er mit fester Stimme. Der Replikator summte kurz, und schon erschienen drei dampfende Schalen, gefüllt mit aromatischem Curry und perfektem Reis, deren Duft den Raum mit würzigen Noten erfüllte. Er trug sie zum Sofa, bereit, den Abend mit seinen beiden Gefährten zu genießen.

Top ließ sich mit einem zufriedenen Seufzer auf das Sofa sinken, nahm den Platz auf der anderen Seite neben Elbrun ein und stellte seine Schale mit dem dampfenden Curry vorsichtig auf den Tisch. Die drei saßen nun dicht beieinander, ein ruhiges Arrangement inmitten des sonst so hektischen Lebens an Bord, die Stille nach dem anstrengenden Tag eine willkommene Erleichterung. Elbrun griff nach seinem Löffel, seine Bewegungen bedacht, während Aljoscha sich mit einem leichten Nicken vorbeugte, um seine Schale zu betrachten.

„Na, das riecht wirklich gut", begann Elbrun und nahm einen ersten Bissen, seine betazoidischen Augen reflektierten eine stille Zufriedenheit. „Top, du hast einen ausgezeichneten Geschmack – dieses Curry ist perfekt gewürzt.“

Top nickte dankbar und schob sich ebenfalls einen Löffel in den Mund, der würzige Geschmack breitete sich angenehm aus. „Danke. Nach dem Chaos heute dachte ich, wir brauchen etwas, das uns wieder Kraft gibt. Was meinst du, Aljoscha – hilft das, den Tag abzuschließen?“

Aljoscha mischte den Reis mit dem Curry, seine Bewegungen ruhig und konzentriert. „Ja, das tut es definitiv", antwortete er mit einem ernsten, aber zufriedenen Ton, während er den ersten Bissen kostete.

Die warme Stille, die sich über sie legte, wurde nur vom leisen Klirren der Löffel unterbrochen, während der Duft des Currys den Raum erfüllte. Nach einer Weile stellte Elbrun seine Schale ab, lehnte sich zurück und ließ seinen Blick über Top und Aljoscha schweifen, ein sanftes Lächeln auf den Lippen. „Ihr zwei seid das Beste, was mir nach einem solchen Tag passieren kann", murmelte er, seine Stimme tief und warm, fast wie ein Versprechen.

Top drehte sich leicht zu ihm, seine Augen trafen Elbruns, und ein zartes Lächeln spielte um seine Mundwinkel, doch darunter lag eine stille Verwundbarkeit, die er selten zeigte. „Und du bist der Grund, warum wir das hier durchstehen", antwortete er leise, seine Stimme brach leicht, als er seine Hand vorsichtig auf Elbruns legte, eine Geste, die mehr sagte als Worte – ein Ausdruck seiner tiefen Abhängigkeit und Liebe. Seine Finger zitterten leicht, ein Zeichen der emotionalen Intensität, die er empfand.

Aljoscha beobachtete die beiden einen Moment, sein Herz zog sich zusammen vor einer Mischung aus Freude und Melancholie, als er an die Gefahren dachte, die sie überstanden hatten. Er rückte näher an Elbrun, seine Schulter sanft gegen die von Elbrun gedrückt, ein stilles Bedürfnis nach Trost in seiner Berührung. „Es fühlt sich gut an, einfach hier zu sein – mit euch", sagte er, seine Stimme weich, fast schüchtern, während er die Wärme ihrer Nähe in sich aufnahm, ein Anker gegen die Einsamkeit, die er manchmal spürte.

Elbrun hob seine freie Hand und strich leicht über Aljoschas Rücken, eine zärtliche Berührung, die mit einer tiefen Zärtlichkeit durchzogen war, als ob er die Last der Welt von seinen Schultern nehmen wollte. „Dann lasst uns diesen Abend genießen", flüsterte er, seine Worte ein sanfter Hauch, der von einer unausgesprochenen Verpflichtung getragen wurde, während er sich ein wenig vorbeugte, um Top einen kurzen, liebevollen Blick zuzuwerfen, der seine Seele öffnete. Die drei rückten instinktiv näher zusammen, ihre Körper warm aneinander, ihre Atemzüge synchronisierten sich in einem stillen Rhythmus. Die Sterne draußen glitten vorbei, tauchten die Kabine in ein sanftes, romantisches Licht, und für diesen Moment gab es nur sie drei – verbunden durch eine tiefe, emotionale Zuneigung, die stärker war als jeder Kampf, den sie je bestritten hatten.

Die warme Stille des Quartiers hüllte die drei ein, die Sterne draußen warfen ein sanftes Licht durch das Fenster, das die Konturen ihrer Körper umspielte. Elbrun, dessen Herz von der tiefen Zuneigung zu seinen Gefährten überquoll, hob sanft Aljoschas Kopf an, seine Finger glitten zärtlich unter dessen Kinn. Ihre Blicke trafen sich einen Moment, eine stille Zustimmung lag in Aljoschas Augen, bevor Elbrun sich vorbeugte und ihn zärtlich küsste. Der Kuss war weich, voller Liebe, ein langsames Spiel ihrer Lippen, das die Erschöpfung des Tages in eine Welle der Wärme verwandelte.

Währenddessen ließ Elbrun seine rechte Hand über Aljoschas Rücken gleiten, seine Finger zeichneten sanfte Kreise auf der warmen Haut unter der Uniform, die sie inzwischen abgelegt hatten. Jede Berührung war eine stille Botschaft der Zärtlichkeit, die zwischen ihnen wuchs. Mit seiner linken Hand griff er nach Top, nahm dessen Hand mit einer festen, aber liebevollen Geste und legte sie auf seine eigene Brust, direkt über seinem rasenden Herzen. Die Wärme von Tops Fingern drang durch seine Haut, ein elektrisierendes Gefühl, das Elbruns Puls beschleunigte. „Spür mich", flüsterte er heiser gegen Aljoschas Lippen, seine Stimme ein tiefes Vibrieren, das die Luft zwischen ihnen auflud.

Top, dessen Atem sich bei der Berührung leicht beschleunigte, ließ seine Hand langsam über Elbruns Brust gleiten, spürte die Muskeln unter der Haut, die sich bei jedem Atemzug anspannten. Seine Finger fanden den Puls, stark und lebendig, und ein warmes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Ich fühle dich", murmelte er, seine Stimme rau vor Emotion, während er sich näher an Elbrun lehnte, seine Lippen streiften leicht Elbruns Nacken, ein sanfter Kuss, der die Intimität vertiefte.

Aljoscha, noch in dem Kuss gefangen, löste sich leicht, nur um Elbruns Gesicht mit beiden Händen zu umfassen, seine Daumen streichelten zärtlich über die Wangen. „Das habe ich jetzt gebraucht", gestand er leise, seine Stimme brach vor Gefühl, während er sich wieder vorbeugte, diesmal tiefer, hungriger, seine Lippen suchten Elbruns mit einer Leidenschaft, die aus der Tiefe seiner Seele kam. Die drei verschmolzen in diesem Moment, ihre Körper warm und nah, ihre Atemzüge vermischten sich, während die Grenzen zwischen ihnen verschwammen, getragen von einer Liebe, die stärker war als die Herausforderungen des Tages.

Etwas später lagen die drei gemeinsam im Bett, die Erschöpfung des langen Tages hatte sich in eine angenehme, wohltuende Müdigkeit verwandelt, eine stille Erlösung nach den intensiven Stunden. Elbrun lag auf dem Rücken in der Mitte, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, seine muskulöse Gestalt entspannt, die Augen halb geschlossen. Doch hinter seinen Lidern tobte ein Wirbel aus Gefühlen – eine tiefe Dankbarkeit für die beiden Männer an seiner Seite, gemischt mit einer schwachen Unsicherheit, ob er ihrer Stärke und Liebe gerecht geworden war. Die Wärme, die von Top und Aljoscha ausging, umhüllte ihn wie ein schützender Mantel, und ein leises, warmes Pulsieren der Zuneigung durchzog seine betazoidische Seele, als er ihre Präsenz tief in sich spürte.

Top lag links von ihm auf der Seite, seinen Kopf zärtlich auf Elbruns Brust gebettet, sein Atem ein leises, beruhigendes Flüstern, das gegen die Haut strich. In seinem Inneren brodelte eine Mischung aus Erschöpfung und überwältigender Zufriedenheit – der Tag hatte ihn an seine Grenzen gebracht, doch die Nähe zu Elbrun und Aljoscha füllte eine Leere, die er oft nicht zugab. Jeder Herzschlag, den er unter seiner Wange fühlte, war ein Versprechen von Stabilität, ein Anker inmitten des Chaos, das ihr Leben als Offiziere bestimmte. Seine Finger zuckten leicht, als wollten sie Elbruns Haut fester umklammern, ein stilles Bedürfnis nach Halt.

Aljoscha lag rechts von Elbrun, ebenfalls auf dem Rücken, aber dicht an ihn gekuschelt, sein Körper an Elbruns Seite gepresst, ein Arm locker über Elbruns Bauch gelegt. Die Wärme von Elbruns Körper an seiner Seite war wie ein stilles Versprechen, dass sie immer füreinander da sein würden, und ein leises Sehnen nach mehr von dieser Intimität durchzog ihn, auch wenn er es nicht in Worte fasste.

Im Hintergrund spielte sanfte Musik, ein leises, melodisches Summen, das den Raum in eine friedliche Atmosphäre tauchte. Die drei genossen noch die gemeinsame Zeit vor dem Schlafen, ihre Atemzüge harmonisierten mit der Musik, ein stilles Band der Zuneigung, das sie enger verband. Elbrun spürte das Gewicht von Tops Kopf auf seiner Brust, ein physisches Zeichen der Vertrautheit, das sein Herz mit Stolz und Liebe erfüllte, während Aljoschas Arm über seinem Bauch eine Welle der Zärtlichkeit auslöste. Er ließ seine Gedanken wandern, erinnerte sich an die Herausforderungen des Tages und wie sie diese gemeinsam gemeistert hatten – ein Beweis ihrer unerschütterlichen Bindung.

Keiner sprach, doch ihre Nähe sprach Bände. Top fühlte sich sicher, geborgen in der Stärke von Elbruns Körper. Aljoscha hingegen ließ sich von der Musik tragen, sein Herz schlug im Takt mit Elbruns, ein stilles Versprechen, dass diese Momente der Ruhe kostbarer waren als alles andere. Gemeinsam sanken sie tiefer in diese emotionale Umarmung, bereit, in den Schlaf zu gleiten, umgeben von der sanften Melodie und der tiefen, unausgesprochenen Liebe, die sie zusammenhielt.

Am nächsten Morgen waren die drei pünktlich auf, der Wecker des Quartiers hatte sie aus dem Schlaf gerissen – ein sanfter, aber unnachgiebiger Klingelton, der an die Pflicht erinnerte. Die Nacht war intensiv gewesen, und die Spuren davon klebten noch an ihren Körpern. Sie gingen nacheinander ins Bad und nahmen eine Schalldusche, die bei allen dreien wieder bitter nötig war. Aljoscha war der Erste, er wusch den Schweiß und die klebrigen Reste der Nacht weg, ein zufriedenes Seufzen entkam ihm. Elbrun folgte, schrubbte sich gründlich ab, während Top als Letzter ging.

Aljoscha replizierte das Frühstück, knusprige Brötchen,Eier, dampfender Kaffee, frisches Obst – ein einfaches, aber nahrhaftes Mahl für den Start in den Tag. Elbrun bezog das ziemlich besudelte Bett neu. Er riss die Laken ab, die von der wilden Nacht gezeichnet waren, stopfte sie in den Recycler und ersetzte sie durch frische, während Top noch im Bad war, sich die Zähne putzte und die Uniform anzog.

Nach einiger Zeit saßen Top und Aljoscha angezogen am Frühstückstisch, ihre Uniformen makellos, bereit für den Dienst. Elbrun hingegen hielt die Kleidung noch für unnötig – besser gesagt, wollte er seine Männer wieder ein bisschen wuschig machen.

Er schlenderte nackt in die Küche, seine muskulöse Gestalt im Sternenlicht schimmernd, als er sich lässig an den Tisch lehnte. „Morgen, Jungs", grinste er, goss sich Tee ein und setzte sich hin, ohne ein Stück Stoff am Leib.

Top verschluckte sich fast am Brötchen, seine Augen wanderten unwillkürlich über Elbruns Körper, während Aljoscha ein schelmisches Lächeln unterdrückte, seine Wangen leicht gerötet. „Du weißt, dass wir gleich Dienst haben, oder?“, murmelte Top, doch sein Blick verriet, dass Elbruns Plan bereits wirkte. Aljoscha goss Milch in seinen Kaffee und fügte hinzu: „Wenn das so weitergeht, kommen wir wieder zu spät.“

Elbrun lachte nur, biss genüsslich in ein Brötchen und genoss die Blicke, die Spannung zwischen ihnen knisterte schon wieder, trotz der frischen Schallduschen und des bevorstehenden Tages. Nach ein paar Minuten erhob er sich, zog sich seine Uniform an – sie saß wie angegossen. Er ging zur Tür: „Ich beame nochmal schnell auf die Enterprise, Fussel muss noch gefüttert werden. Wir treffen uns dann nacher in der Hazard-Operations.“ Dann verließ Elbrun das Quartier, ging zum Transporterraum der Sojourner und beamte auf die Enterprise. Dort eilte er zügig in sein Quartier, gab Fussel frisches Futter und Wasser und reinigte das Katzenklo.

Dann allerdings ging er nicht zum Transporterraum, sondern zielstrebig auf die Krankenstation. Dort wurde er von Lieutenant Commander Tikkem begrüßt: „Guten Morgen, Sir – ein ungewöhnlicher Anblick.“ „Ist Commander Suvak da?“, fragte Elbrun. „Nein, sein Dienst beginnt erst später. Wenn Sie wollen, lass ich ihn rufen.“ „Ach nein, nicht nötig … aber ich habe ein … Problemchen", druckste Elbrun etwas rum, ein verlegenes Lächeln auf den Lippen.

„Na dann kommen Sie mal mit", sagte Tikkem und führte ihn zu einem der Biobetten. Elbrun folgte ihr und setzte sich. „Also, was kann ich für Sie tun?“ Elbrun sagte nichts, wurde nur leicht rot und öffnete seine Uniformjacke. „Oh, ich sehe es – Ihre Brustwarzen sind ziemlich gerötet", meinte Tikkem mit professioneller Gelassenheit.

„Ja allerdings.“

„Wie ist denn das passiert?“, fragte sie etwas unbedarft.

„Wollen Sie das wirklich wissen?“, fragte Elbrun mit hochgezogener Braue.

„Naja, ich muss es schon wissen, damit ich Sie richtig behandeln kann – könnte ja auch eine Infektion sein.“

Elbrun räusperte sich: „Naja, ich sag mal so … es ist gestern im Bett passiert … wenn Sie verstehen, was ich meine.“

„Wie kann denn sowas im Bett passieren?“, fragte Tikkem, noch immer auf dem Schlauch stehend. Elbrun guckte sie jetzt an, als wenn er die Welt nicht mehr verstünde: „Ist das jetzt Ihr Ernst?“, fragte er dann.

„Ohhhhh", fiel dann bei Tikkem der Groschen, ihre Augen weiteten sich. „Wow, beide Brustwarzen so rot zu bekommen, das ist auch eine Leistung … Respekt an Ihren Mann … ist bei ihm alles in Ordnung?“

„Ja, ist es. Und er war es ja nicht alleine", meinte Elbrun dann beiläufig, ein Funkeln in den Augen.

„Sie meinen Captain Top?“

„Richtig … Moment … woher wissen Sie das?“ fragte Elbrun verwundert.

Tikkem lachte leise: „Das ist ein offenes Geheimnis. Die Enterprise ist ein kleines Schiff, Gerüchte verbreiten sich schnell. Und auf der Sojourner sieht es nicht anders aus.“

„Kleines Schiff? Sowohl die Enterprise als Schiff der Yamato-Klasse als auch die Sojourner-Klasse gehören mit jeweils über 1700 Personen an Bord zu den besatzungsstärksten Schiffsklassen der Flotte.“

„Und trotzdem verbreiten Gerüchte sich schnell. Beide Mannschaften tauschen sich aus, es werden wohl sogar Wetten abgeschlossen, wann Sie wohl das erste Mal, sobald die Schiffe aufeinander treffen … naja … Sie wissen schon.“

„Machen Sie bei den Wetten mit?“, fragte Elbrun erstaunt. „Nein, Sir.“ Elbrun spürte, dass sie tatsächlich nicht gelogen hatte – ihre Gedanken waren klar wie ein offenes Logbuch.

„Können wir uns jetzt wieder hierum kümmern, bitte", sagte Elbrun und deutete auf seine Brust, ein Hauch von Verlegenheit in seiner Stimme.

„Tut es weh?“, fragte sie.

„Geht eigentlich, sind nur sehr empfindlich. Die Reibung der Uniform … naja …“ Elbrun errötete wieder, ein schiefes Grinsen auf den Lippen.

„Ich verstehe. Ich gehe einmal mit dem Dermalregenerator rüber und dann machen wir ein kühlendes Gel drauf, und dann ist in einer halben Stunde wieder alles normal", sagte Tikkem und führte aus, was sie gesagt hatte.

Der Dermalregenerator summte leise, als Tikkem ihn über Elbruns gerötete Nippel führte – die Rötung verblasste sichtbar, die empfindliche Haut heilte unter dem sanften Strahl. Das kühlende Gel folgte, eine erfrischende Schicht, die die Reizung sofort linderte, ein kühler Hauch der Erleichterung.

„So, das sollte reichen", sagte Tikkem mit einem professionellen Nicken, schloss die Uniformjacke wieder und half Elbrun auf.

„Danke, Commander. Das war … nötig", murmelte Elbrun, ein schiefes Grinsen auf den Lippen, als er sich erhob.

„Kein Problem, Sir. Und … diskret, wie immer", zwinkerte sie, während Elbrun nickte und die Krankenstation verließ, die Uniform nun angenehm reibungsfrei.

Er beamte zurück auf die Sojourner, wo Top und Aljoscha bereits in der Hazard-Operations warteten, die Konsole vor ihnen leuchtete mit den neuesten Simulationsparamtern.

„Na, Fussel gefüttert?“, fragte Top mit einem schelmischen Grinsen, als Elbrun eintrat.

„Ja“ erwiderte Elbrun, setzte sich und aktivierte sein Terminal, die Spannung des Morgens noch in der Luft, aber nun fokussiert auf den Dienst. Die drei tauschten einen kurzen, wissenden Blick – die Nacht war vergangen, doch ihre Verbindung blieb stark, ein stilles Versprechen für die nächsten Abenteuer.

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