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Article 29

Kapitel 1 - Liberté

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»Deck! Segel direkt voraus!«, schallte es vom Ausguck herab.

»Mr. Bennett, entern Sie bitte auf und sehen nach«, wandte sich Leutnant O'Connor an Stephen.

»Aye, Sir!«, antwortete dieser ganz automatisch, schnappte sich ein Teleskop und kletterte die Rahen hoch. Am Horizont waren Segel zu erkennen. Stephen musste sich anstrengen, um auf dem schwankenden Mast das entfernte Schiff zu fixieren. Langsam konnte er mehr erkennen.

»Drei Schiffe, Sir! Sie laufen direkt auf uns zu!«, rief Stephen hinab. Mehr konnte er noch nicht ausmachen. Gespannt schaute er hinüber. Die Phaeton lag vor der Sonne, das kleine Geschwader konnte sie noch nicht gesehen haben. Langsam konnte er mehr erkennen.

»Deck! Zwei Handelsschiffe, eine Korvette. Französische Bauart, Sir! «, rief Stephen jetzt zum Wachhabenden.

»Verstanden, entern Sie wieder ab, Mr. Bennett!«

Stephen kletterte wieder hinunter und lies den Ausguck weiter allein schauen.

»Mr. Bennett, rufen Sie bitte den Kapitän und veranlassen Sie, dass die französische Flagge bei uns gehisst wird«, befahl Leutnant O' Connor und ging zum Master hinüber.

»Aye, Sir!«

Stephen eilte zum Signal-Midshipman und lies die französische Flagge hissen - eine erlaubte Kriegslist, erst einmal eine falsche Flagge zu setzen, solange vor der ersten Kampfhandlung die eigene Flagge hochgezogen wird.

Dann machte sich Stephen auf dem Weg zum Kapitän.

»Mr. Bennett, Midshipman der Wache, Herr Kapitän!«, melde der Posten der Seesoldaten dem Kapitän und verließ wieder den Raum.

»Was gibt es denn, Mr. Bennett?«, fragte Kapitän Stevenson und blickte von seinen Papieren auf, die er an seinem riesigen Eichenschreibtisch bearbeitete. Ein wenig nervös nahm Stephen seinen Hut ab und grüßte seinen Kommandanten, einen breitschultrigen Mann so um die 35 mit einer riesigen Nase.

»Sir, Leutnant O' Connor lässt melden, dass ein Geschwader aus drei Schiffen auf uns zuläuft, vermutlich französischer Handelskonvoi mit einer Korvette als Geleit. Wir haben die französische Flagge gesetzt, Sir!«, spulte Stephen seine Meldung hinunter.

Der Kapitän legte seine Unterlagen zur Seite und erhob sich. Er hatte eine imposante Gestalt. Am Ton seiner lauten Stimme konnte man deutlich erkennen, dass er es gewohnt war, Befehle zu geben. So ganz wohl fühlte Stephen sich nie, wenn er zum Kommandanten musste, eher ein wenig eingeschüchtert.

»Danke, Mr. Bennett. Ich komme sofort mit!«, sagte der Kapitän, setzte seinen Hut auf und folgte Stephen zurück auf das Achterdeck.

Stephen war gern auf der Phaeton. Eine wendiges 38-Kanonen Fregatte mit hervorragenden Segeleigenschaften. Zwar war sie einem Linienschiff deutlich unterlegen, aber sie hatte die Größe und Segeleigenschaften einer Fregatte aber eine größere Bewaffnung als die meisten Fregatten. Sie war daher hervorragend geeignet, den feindlichen Handel zu stören und es mit Piraten aufzunehmen. Und Kapitän Stevenson war ein hervorragender Kapitän. Er hielt sein Schiff gut in Schuss und führte die Mannschaft sehr effektiv und hatte hohe Standards. Trotzdem war er bei der Mannschaft durchaus beliebt, weil er sie nicht unnötig schindete und gerecht führte.

»Sir, der Konvoi hat uns gesichtet. Die Korvette läuft weiter auf uns zu, die Handelsschiffe lassen sich zurück fallen!«, meldete Leutnant O' Connor, was inzwischen geschehen ist.

»Setzen Sie ein paar Signale, Mr. Bennett. Wir wollen die Franzosen ein wenig verwirren!«

Kapitän Stevenson nahm ein Fernglas und blickte zur französischen Fregatte hinüber.

Stephen lief wieder zu Christian Summer, dem Signal-Midshipman, und sagte ihm, dass er ein paar Signale setzen solle. Der Franzose wird sich die Fahnen ansehen und sich fragen, was das Linienschiff ihm wohl signalisiert. Das wird ihn ein wenig verwirren und die Phaeton kann näher heran laufen, bevor er erkennt, dass dieses Linienschiff mit der französischen Flagge eigentlich ein britisches Kriegsschiff ist.

Stephen plauderte noch ein wenig mit Christian. Christian war ungefähr gleichzeitig mit Stephen auf die Phaeton gekommen und die beiden hatten sich recht schnell angefreundet. Mittlerweile war Christian Stephens bester Freund. Stephen musste grinsen, als Christian ihm erzählte, wie der erste Leutnant halb verschlafen gegen den Mast gerannt war und sich dann beim Mast entschuldigt hatte. Stephens Grinsen steckte den kleinen Jungen mit den tiefschwarzen Haaren und nussbraunen Augen schnell an und Christian musste loskichern.

Die schrillenden Pfeifen der Bootsmannsmaate unterbrachen die beiden. Das Trillern gab den Befehl des Kapitäns zum »Klar Schiff« weiter. Aus den Niedergängen strömten die Mannschaften an Deck, die bisher wachfrei hatten und eilten zu ihren Gefechtsstationen und alles wurde für ein Gefecht vorbereitet.

Stephen eilte nun zurück auf das Achterdeck. Seine Gefechtsstation war beim Master des Schiffes, der für die Navigation zuständig war und während des Gefechts die Befehle des Kapitäns in Segel- und Ruderbefehle umsetzen musste.

Der Kapitän stand neben dem ersten Leutnant auf der Steuerbordseite des Achterdecks, die anderen beiden Leutnants hatten ihre Stationen bei jeweils einer Batterie.

»Ah, Mr. Bennett! Da sind Sie ja endlich«, begrüßte ihn Mr. MacGregor, der Master des Schiffes.

»Übernehmen Sie bitte, ich werde schnell noch einen Blick auf die Karte werfen«, teilte dieser Stephen mit und eilte den Niedergang zur Kartenkammer hinunter. Stephen ließ den Blick über das Schiff schweifen. Die Phaeton lag gut mit vollgebrassten, aber gerefften Segeln im Wind und machte gut Fahrt und hatte leichten Windvorteil gegenüber der Korvette. Stephen hüllte sich in sein warmes Peajacket und fühlte sich wohl. Er liebte es, auf dem Achterdeck zu stehen und sich bei gutem Wetter den Wind um die Nase wehen zu lassen. Das waren die Momente, wo Stephen sich sicher war, dass es eine richtige Entscheidung war, Seeoffizier zu werden.

»Die Korvette wendet… die Franzosen scheinen es gemerkt zu haben…«, teilte Stephen mit, der mit seinem Fernglas zu den Schiffen hinüber sah.

»Es wird knapp, Sir! Er könnte uns noch weglaufen. Die Korvette ist schnell und die Handelschiffe noch weit weg!«, teilte der erste Leutnant seine Einschätzung mit.

Der Kapitän rieb sich am Kinn. »Aber sie müssen sich ja um den Konvoi kümmern und können nicht so schnell«, dachte er laut. »Aber jetzt wollen wir mal hinterher! Mr. Bennett, was würden Sie empfehlen?«

Stephen hatte die Frage nicht erwartet. Es war ja nicht so, dass der Kapitän wirklich einen jungen Midshipman um Rat fragen würde. Der Kapitän wollte wissen, ob Stephen seiner Gefechtsstation gewachsen war. Das war das erste Mal, dass er wirklich auf dieser Position stand, nachdem er vor vier Tagen auf der Victory, dem Flaggschiff der Kanalflotte, seine Examen als Steuermannsmaat bestanden hat. Aber Navigation machte ihm Spaß und war ziemlich gut. Trotzdem machte es ihn nervös, dass der Kapitän ihn in einem realen Gefecht testete.

»Der Wind ist nicht zu stark, ich würde empfehlen, das Reff aus den Segeln zu nehmen und einen Strich nach Backbord zu gehen, um deutlicher die Luv-Seite zu gewinnen.«

»Sir!«, schob Stephen noch schnell hinterher. In seiner Nervosität hatte er die korrekte Anrede fast vergessen.

»Hervorragend, Mr. Bennett. Das sehe ich genauso. Veranlassen Sie bitte auch das Notwendige.«

Jetzt war Stephen wirklich erschrocken. Das der Kapitän ihn nach seiner Meinung fragt, war ein Test und nicht ungewöhnlich. Aber das er auch die Kommandos geben sollte, das war in der Tat ungewöhnlich. Denn schließlich war auch der erste Leutnant da und der Master kam gerade wieder auf sie zu.

Stephen bestätigte dem Kapitän, dass er seinen Auftrag verstanden hatte und wischte sich seine Hände an seinem Uniformrock ab. Er fing vor Nervosität fürchterlich an zu schwitzen. Schließlich achteten Kapitän, der erste Leutnant und der Master peinlichst darauf, ob er auch keine Fehler machte.

Er rief seine Befehle und diese wurden wieder von den Pfeifen der Bootsmannsmaate wiederholt. Im Gegensatz zu gerufenen Befehlen konnte man die verschiedenen Pfeifensignale überall auf dem Schiff sehr genau hören und so konnten sie wunderbar an die Mannschaften weitergegeben werden.

Die Segel-Mannschaft enterte in die Schwindel erregenden Höhen des Mastes auf, um die Taue zu lösen, mit denen die Segel zusammengezogen waren, um die Segelfläche zu verkleinern. Stephen musste auch schon oft genug auf den Mast aufentern… er erinnerte sich daran, wie schlecht es ihm ging, als er sich das erste Mal hoch auf den schwankenden Mast musste. »Das ist auch schon wieder so lange her«, dachte sich Stephen. Aber viel Zeit zum Träumen war nicht. Er schaute kurz zum Rudergänger und zu den Mannschaften auf den drei Masten.

»Mr. Robinson, trödeln Sie nicht so. Sorgen Sie dafür, dass ihre Leute auf den Mast kommen!«, brüllte Stephen zu dem Bootsmannsmaat, der das Segelmanöver am Besanmast leiten soll.

Ein Knurren schallte Stephen als Antwort zurück. »Ich habe Sie nicht verstanden, Mr. Robinson!«

»Aye, Aye… SIR!« knurrte dieser nun lauter.

Stephen mochte Maat Robinson nicht. Er behandelte seine Leute schlecht und stellte ihnen gegenüber immer seinen Dienstgrad heraus. Und von den »jungen Herren«, wie die Midshipmen auch genannt wurden, lies er sich nur notgedrungen etwas sagen, weil die Offiziersanwärter ranghöher eingestuft waren, obwohl sie deutlich jünger sind. Aber jemand, dem er im Dunkeln begegnen möchte oder dem er sein Leben anvertrauen würde, war das sicher nicht.

Und da schlug der bullige Maat mit den fettigen Haaren auch schon wieder einem Matrosen das Tauende über den Rücken. Stephen seufzte. Wenn er den Maat jetzt zurechtwies, könnte der sich beschweren, dass seine Autorität bei den Mannschaften untergraben werde. Die Mannschaft am Besanmast tat Stephen richtig leid.

Als die Segel herunterfielen, gab Stephen noch schnell einige Korrekturen an den Steuermann weiter. Die Phaeton legt sich sanft ein wenig nach Backbord über und drehte sich sanft auf den neuen Kurs und nahm durch die größere Segelfläche deutlich an Fahrt auf.

Stephen lächelte zufrieden.

»Manöver wie befohlen durchgeführt!«

»Gute Arbeit, Mr. Bennett. Aus Ihnen wir ein guter Offizier«, lobte der Kapitän.

»Ich habe noch mal alles kontrolliert, Mr. Bennett. Wir haben genügend Seeraum, um alle möglichen Manöver zu machen. Vergessen Sie das nie. Wenn wir irgendwo auf Grund laufen, weil sie eine Sandbank übersehen haben, dann können Sie gleich die Flagge streichen«, wurde Stephen vom Master belehrt. »Aber ihr Segelmanöver gerade haben sie exzellent erledigt. Ich bin stolz auf Sie, Mr. Bennett!«

Stephen hatte ein Faible für Navigation und er freute sich, dass er seine Gefechtsstation beim Master hatte und mehr darüber lernen konnte. Dienst an den Geschützen war nicht so sein Fall, deshalb war er ja auch nicht zur See gefahren. Geschütze konnte man schließlich auch an Land haben. Und noch mehr freute er sich über das Lob von seinem Kapitän und vor allem vom Master, der bislang nicht oft einen Jungen Herren gelobt hat.

Die Phaeton hatte nun deutlich mehr Fahrt als die Korvette und kam immer näher. Auf das Kommando des Kapitäns feuerten die Jagdgeschütze am Bug die ersten Schüsse und lagen nur noch 50m zu kurz.

Stephen kontrollierte, ob er sein Pistole und sein Entermesser hatte. Alles war da.

Sie näherten sich der Fregatte immer mehr. Stephen konzentrierte sich nun voll auf die Segel, den Wind und das Ruder. Er hatte darauf zu achten, dass Abweichungen vom befohlenen Kurs sofort korrigiert würden.

Jetzt waren sie sehr kurz hinter der französischen Korvette, allerdings etwas zur Windseite versetzt. Stephen konnte schon mit bloßem Auge die Personen auf dem Achterdeck unterscheiden.

»Halsen!«, schallte das Kommando des Kapitäns über das Deck.

Der Master brüllte Kommandos, blitzschnell war die Mannschaft wieder in den Segeln. Stephen korrigierte hier und da eine Kleinigkeit, aber die Mannschaft war bestens eingespielt. Die Phaeton drehte sich und ging sauber mit dem Heck durch den Wind. Jetzt lagen sie mit ihrer Breitseite direkt hinter dem Heck des Franzosen, dem verwundbarsten Punkt des Schiffes.

»Heißt Flagge! Doppelte Ladung! Nach Zielauffassung, Feuer!«, brüllte der Kapitän den Batterieoffizieren zu. Die Flagge stieg empor und schon donnerten die ersten Salven der Backbord-Batterie los. Die Kugeln pfiffen vom Heck bis zum Bug durch das Schiff und hinterließen eine blutige Spur.

»Obere Batterie mit Ketten-Geschossen in die Takelage!«

Die zwei Halbkugeln, mit Ketten verbunden, schossen durch die Segel des Gegners und zerfetzten die Taue und Segel. Stephen sah, wie einige Spieren auf dem Franzosen fielen. Als die Phaeton vorbei war, lies der Kapitän wenden und dann das gleiche Spiel noch einmal mit der Steuerbord-Batterie.

Dann schob sich die Phaeton an die Breitseite der Korvette und beide tauschten Kugeln aus. Stephen zog den Kopf ein, als eine Kugel knappt über ihm her pfiff.

»VORSICHT!«, brüllte jemand. Stephen sprang blitzschnell zur Seite, als eine Rahe neben ihm aufs Deck schlug. Aber die Geschütze der hatten bereits viel Schaden beim Gegner angerichtet, viel Widerstand war nicht mehr zu erwarten.

»Traubengeschosse und Kartätschen feuern! Fertig zum Enterangriff. Mr. Adair, Mr. Bennett, Sie führen!«

Die Kanonen feuerten die kleinen Kugeln und das Schrot über das gegnerische Deck, Stephen rannte zum Hauptmann der Seesoldaten, die Seesoldaten und einige Matrosen sammelten sich um sie herum. Die Nervosität, die Aufgeregtheit war bei Stephen wie weggeblasen - und dann ging es los. Enterdraggen flogen und zogen den Franzosen näher heran und das erste Kommando konnte sich auf das andere Schiff schwingen. Der Hauptmann und Stephen folgten, brüllten Kommandos. Die Mannschaft der Phaeton teilte sich. Die Gruppe um Hauptmann Adair bewegte sich zum Stern, Stephen kämpfte sich mit seiner Gruppe zum Vordeck durch. Ein Verteidiger stürmte auf Stephen zu. Er wich seinem Gegner geschickt aus und hieb ihm mit einer gekonnten Drehung das Entermesser in den Rücken. Er wirbelte zurück, schoss dem folgenden Gegner die Pistole in die Brust und kämpfte sich mit dem Entermesser weiter vor. Es gab keinen Zweifel, dass die Mannschaft der Phaeton deutlich überlegen war, und das nicht nur an Zahl. Die Gegner sahen das auch bald ein und ergaben sich.

Der Kapitän der Korvette übergab Hauptmann Adair seinen Säbel und das Schiff, Stephen nahm die Sprechtrompete und meldete der Phaeton, dass sie alles unter Kontrolle hatten. Die Fregatte segelte sofort los, um die anderen Schiffe des Konvois einzufangen.

Stephen schaute sich erst einmal um. Besonders stark beschädigt schien das Schiff nicht. Es hatte kein Mast Schaden genommen, das war erst einmal wichtig, nur einige Spieren und das laufende Gut hatten deutliche Schäden davon getragen. Stephen eilte mit einem Zimmermannsmaat los, um die Schäden unter der Wasserlinie zu prüfen und gab einem Bootsmannsmaat den Befehl, mit der Reparatur des laufenden Gutes zu beginnen. Nirgendwo drang Wasser in das Schiff. Stephen atmete auf. Ein Leck wäre ein gutes Stück Arbeit gewesen.

Die ‚Liberté', wie der französische Segler hießt, war ein gutes Schiff. Aber mit einer zusammen gewürfelten Mannschaft – aber kein Wunder, die Revolutionäre haben ja die meisten Offiziere abgesetzt und so schnell wächst keine erfahrene Crew nach. Da war es nicht überraschend, dass die Phaeton so ein leichtes Spiel hatte.

Stephen ging zur Kapitänskajüte, um die Unterlagen zu sichten. Die Signalkladde und die Befehle hatte der Kapitän sicher in einem Eisen beschwerten Umschlag über Bord geworfen, wie es in allen Flotten üblich war.

Sorgfältig schaute er alles durch, wirklich spannend war es eigentlich nicht. So wie er es sehen konnte, normaler Geleitschutz für einen Handelskonvoi.

So eine Kapitänskajüte war aber etwas, an das sich Stephen auf jeden Fall gewöhnen könnte. Er lehnte sich in dem bequemen Sessel hinter dem Schreibtisch zurück. Aber, wenn überhaupt, dann würde das noch einige Jahre auf sich warten lassen, bis Stephen ein eigenes Kommando erhalten würde. Er war ja noch nicht einmal richtiger Offizier. Die Meldung eines Seemanns riss Stephen wieder aus seiner Träumerei.

»Die Phaeton läuft mit den zwei Handelschiffen wieder an und signalisiert. Mr. Adair bittet Sie an Deck.«

Stephen meldete sich bei dem Hauptmann, dem von der Phaeton signalisiert wurde, zum Bericht zurück zu kommen. Stephen berichtete schnell, was er aus den Unterlagen schließen konnte und übergab dem Seesoldat eine Kladde mit Unterlagen.

Es war viel zu tun. Mit der geringen Besatzung konnten im Notfall nicht gleichzeitig die Segel bedient werden und alle Geschütze voll besetzt sein. Deshalb lies Stephen erstmal alle Geschütze laden und ausrennen. Im Notfall würden dann zwei Richtschützen die Reihe entlang rennen und nacheinander die Geschütze abfeuern.

Die Zimmermanns- und Bootsmannsmaate machten sich gleich an die Arbeit, Rahen und Segel auszutauschen und was es noch alles zu tun gab. Von der Phaeton legten Boote mit einigen Seeleuten ab, damit das Schiff zurück gesegelt werden konnte. Einige Seesoldaten konnten ebenfalls zurück. Nur einige blieben zur Bewachung der gefangenen Franzosen an Bord.

Das Leben auf See gefiel Stephen, obwohl es natürlich nicht immer einfach war. Die Unterkünfte waren sehr eng, die Midshipmen wohnten alle ein einem kleinen Raum, in dem sie abends einfach ihre Hängematten aufhängten. Zudem war das Essen nicht wirklich schmackhaft. Aber Stephen liebte die Ruhe der See. Er konnte in die Ferne schauen und sah nichts als unendliche Weiten mit Wasser und nichts als Wasser, das friedlich am Schiff vorbeirauschte.

Und der Dienst auf See hat dem 18jährigen Stephen gut getan. Durch die körperliche Arbeit war er gut durchtrainiert und wirkte trotz seiner 180cm nicht zu dürr. Der Dienst an Deck des Schiffes hat ihm eine gesunde Gesichtsfarbe gegeben, die hervorragend zu seinen grünen Augen und den hellblonden Haaren passte. Stephen schaute an sich herab und stellte fest, dass er wohl im nächsten Hafen mal wieder den Uniformschneider aufsuchen musste. Die Ärmel der dunkelblauen Uniformjacke waren gerade noch ausreichend und die Weste spannte ein wenig – und auch die weiße Hose ging gerade noch über die Knöchel. Na ja, der Satz war auch schon etwas älter.

‚Ich mache mich ja zum Gespött, wenn ich so das Schiff verlasse. Und ich habe nur noch einen Satz, mit dem ich mich an Land zeigen kann», dachte Stephen.

»Phaeton signalisiert, Sir!«, rief Hugh. Der 14jährige war erst seit einem Jahr auf See und war noch »Captain's Servant«. Die Servants waren wie die Midshipmen Offiziersanwärter, hatten aber noch nicht genug Dienstjahre – solange waren sie als »Servants« an Bord, taten ähnlichen Dienst wie die Midshipmen, hatten aber keinen offiziellen Rang. Nach zwei Jahren auf See konnten sie dann zu Midshipmen bestellt werden. Midshipmen waren dann so irgendwie zwischen den Maaten und den Deckoffizieren eingestuft.

»Mr. Roberts, was signalisiert sie denn?«, fragte Stephen ungeduldig. Hugh wühlte in der Signal-Kladde. Er kannte die Flaggen noch nicht auswendig. Er ging davon aus, dass der 25jährige Oliver Picken, der einzige Midshipman, der dienstälter war und ebenfalls bereits die Prüfung zum Steuermannsmaat bestanden hatte, als Kommandant auf ein Handelsschiff kommandiert wurde, das andere Handelsschiff von einem Steuermannsmaaten übernommen wurde, und die vier dienstjüngeren Midshipmen zum Teil als Stellvertreter eingesetzt würden, und zum Teil auf der Phaeton verbleiben würden. Stephen fragte sich, wen er wohl als Prisen-Kommandanten bekommen würde, denn die Korvette ist ja ein richtiges Kriegsschiff und wird sicher nicht einem Midshipman überlassen, der zwar auf Platz 2 in der Dienstalter-Rangliste des Schiffes rangierte, aber die Offiziersanwärter waren noch alle sehr jung, und so war er nur relativ gesehen einer der Älteren.

»Mr. Roberts, was dauert das denn so lange?«, fragte Stephen nun leicht genervt.

»Stephen, ich kann das noch nicht so schnell«, antwortete Hugh.

»Mr. Roberts, Sie reden mich bitte im Dienst mit Sir an!«, wies Stephen Hugh zurecht. Es war nicht erwünscht, dass sich Offiziere im Dienst duzten und wenn es ein höherer Offizier gehört hätte, hätte es sicher wieder Ärger gegeben.

»Aye, aye, Sir!«, erwiderte Hugh eifrig. »Ich hab es. Phaeton befiehlt Reihenformation, unsere Nummer an Position 4.«

In diesem Moment donnerte auf der Phaeton eine Kanone los.

»Großartig, Mr. Roberts. Jetzt feuern die schon eine Signal-Kanone, weil Sie so lange brauchen. Sehen Sie zu, dass Sie die Bestätigungssignale setzen.«

»Aye, aye, Sir! Bestätigungssignal setzen!«, stammelte Hugh schüchtern und rauschte davon. Stephen seufzte.

»Sir! Phaeton signalisiert: Boot erwarten!«

»Danke, Mr. Roberts. Das ging ja schon bedeutend schneller!«, lobte Stephen. Es tat ihm leid, wenn er einen der Kurzen anmosern musste. Aber wenn er nicht auf die Signale schnell reagierte, musste er hinterher erklären, wieso er die Befehle nicht richtig ausgeführt hatte – und darauf hatte er überhaupt keine Lust. Da kam auch schon das Boot der Phaeton längsseits.

Der dritte Leutnant der Phaeton kletterte das Fallreep empor und eilte in Stephens Richtung.

»Leutnant Andrews sieht ja richtig niedlich aus«, dachte Stephen. Der zwanzig Jahre alte Dritte der Phaeton war eher kleiner, so 165cm wohl, schlank und mittelblonde Haare, die er, wie in der Navy üblich, zu einem Nackenzopf gebunden hatte. Unter dem Zweispitz funkelten leuchtend blaue Augen und er hatte ein ansteckendes Lächeln im Gesicht. Die Uniform stand ihm auch ausgesprochen gut. Die weißen Kniebundhosen mit weißen Strümpfen, die weiße Weste über dem weißen Hemd bildeten einen guten Kontrast zu dem sonnengebräunten Gesicht. Über der Weste trug er den dunkelblauen Rock der Seeoffiziere. Im Gegensatz zu Stephen waren die Ränder der offen getragenen Uniformjacke bei dem Leutnant mit Litzen versehen und sie hatte einen Rockaufschlag, eine Art mit Knöpfen besetztes Revers. Stephen dagegen trug eine einfachere Uniformjacke. Es fehlte der Rockaufschlag, die Knöpfe waren einfach in einer senkrechten Linie angebracht. Dazu kam noch der weiße Kragenspiegel, der die Midshipmen von allen anderen Offizieren und Deckoffizieren unterschied.

»Niedlich? Was ist eigentlich mit mir los?«, war Stephens nächster Gedanke. Das konnte doch nicht sein. Er konnte doch keinen Mann niedlich finden. Er war ziemlich verwirrt. Bisher war er auch noch nicht wirklich auf den neuen Dritten gestoßen, der erst seit einer Woche Dienst auf der Phaeton tat. Er hatte auf der Victory sein Leutnantsexamen frisch abgelegt und hatte das Glück, dass auf der Phaeton durch die Beförderung des damaligen ersten Leutnants eine Stelle frei wurde.

»Na, Mr. Bennett! Ich sehe, sie haben ja alles wunderbar vorbereitet. Dann kann es ja gleich losgehen!«, sagte Leutnant Andrews. »Der Kapitän will zurück nach England. Wir wollen auf im Spithead auf Reede liegen. Bringen Sie uns in die befohlene Position.«

Aber Stephen schaute dem Leutnant ins Gesicht und registrierte überhaupt nicht, dass dieser ihn angesprochen hatte.

»Mr. Bennett. Sind Sie noch da?«, grinste Leutnant Andrews. Stephen bemerkte, dass er seinen Vorgesetzten die ganze Zeit angestarrt hatte und lief rot an.

»Entschuldigen Sie, Sir! Ich wollte nicht… also… erm… Schiff in Position bringen, Aye, aye!«, stammelte Stephen und rauschte los. »Nur schnell weg«, dachte Stephen. Leutnant Andrews schaute Stephen nachdenklich an. Als er dann merkte, dass seine Befehle ordentlich ausgeführt wurden, verschwand er erstmal, seinen Papierkram erledigen.

Stephen nahm den Hut ab und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er war total durcheinander. Aber jetzt musste er sich zusammen reißen. Wenn er die falschen Kommandos gab, machte er sich vor der ganzen Besatzung lächerlich, vor allem vor dem Kapitän und dem Master, die seine Manöver sicher beobachteten.

Zwar nicht sonderlich schnell, dafür hatten sie zu wenig Männer, aber absolut sauber reihte sich die Liberté an der ihr zugedachten Position ein und folgte der Phaeton und den beiden Handelsschiffen. Jetzt konnte wieder ein Lächeln auf Stephens Gesicht.

»Das hat ja wunderbar geklappt«, dachte sich Stephen und freute sich, »da kann sich ja wohl niemand beschweren.«

»In zwei Tagen müssten wir Spithead erreichen«, informierte Leutnant Andrews seinen Stellvertreter. Die acht Schläge der Glocke erinnerten an den Wachwechsel.

»Ich werde mich ein wenig hinlegen. Wecken Sie mich, wenn es etwas Besonderes gibt!«, bat Leutnant Andrews und ging in Richtung Niedergang.

»Gute Nacht, Sir! Schlafen Sie gut und träumen Sie was Nettes!«, antwortete Stephen.

»Werde ich ganz sicher!« Noch ein kurzes Grinsen und William Andrews verschwand in der Kajüte des Kapitäns.

Stephen musste seufzen. Was waren das für Gefühle, die ihn da plagten? Wieso verspürte er dauernd den Drang, Leutnant Andrews in die Augen zu schauen? Er wusste es nicht… oder vielmehr, er wollte es auch gar nicht wissen. Er stürzte sich lieber wieder in seine Arbeit. Die Segelstellungen mussten kontrolliert werden, hier und da waren ein paar Männer zurecht zu weisen. Der Dienst als Wachhabender war für Stephen auch etwas Neues. Bisher hatte er nie verantwortlich eine Wache geleitet. Auf der Phaeton war immer ein Leutnant Wachhabender, ein Midshipman unterstützte ihn nur. Bisher hatte Stephen nicht genügend Dienstzeit und Erfahrung gehabt, um auf einer Prise für solch eine Position vorgesehen zu werden.

Es machte auf der einen Seite riesig Spaß, endlich einmal selbst etwas entscheiden zu dürfen. Auf der anderen Seite war es ein wenig beängstigend, dass die 50 Seeleute, die zurzeit auf der Liberté Dienst taten, von dem abhängig waren, was er für Entscheidung traf. Aber es war einfach ein erhebendes Gefühl auf dem Achterdeck der Korvette zu stehen, während sie durch die Wellen pflügte, und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Die Schiffsglocke läutete und signalisierte acht Glasen der Abendwache, gleichzeitig kam Leutnant Andrews den Niedergang hoch. Stephen erzählte kurz, was in den vergangen vier Stunden passiert war. Windrichtung, gesetzte Segel, Kurs, Vorkommnisse usw. und verschwand dann unter dem verwunderten Blick seines Vorgesetzten eilig unter Deck. Ganz schnell in die Koje, erstmal schlafen. Stephen war sich sicher, dass nach dem Aufstehen wieder alles klar sein wird. Fein säuberlich hängte er den Rock an den Haken neben seinen Zweispitz, die weiße Weste und die weiße Halsbinde darüber. Nur in Hose und Hemd bekleidet ging es fix ans Waschen, dann verschwanden auch diese Kleidungsstücke und Stephen legte sich in seine Koje. Lange lag er wach und musste dauernd an das Lächeln und die Augen von Leutnant Andrews denken. Stephen seufzte. Was waren das für ungewohnte Gedanken, die ihn plagten? Aber irgendwann übermannte ihn die Müdigkeit nach dem anstrengenden Tag und er schlief ein.

Der nächste Tag war mehr oder minder ereignislos. Zwar hatte Stephen immer viel zu tun, ist ja auch klar, wenn ein Schiff so drastisch unterbesetzt ist, aber nichts war außergewöhnlich. Kapitän Stevenson gefiel seine Rolle als Geschwaderkommandeur und traktierte sein »Geschwader« mit Signalen und einfachen Segelmanövern. Leutnant Andrews und Stephen wechselten sich alle vier Stunden mit der Wache ab. In den Zeiten, wo beide wach waren, unterhielten Sie sich viel. Viel Unterhaltung und Abwechslung gab es ja nicht, wenn statt 200 Mann nur ein Viertel Dienst tat. Denn mehr konnte die Phaeton nicht abgeben. Vor allem Christian, sein bester Freund, fehlte ihm. Vielleicht hätte der ihm erklären können, was los war.

Dann im Morgengrauen flogen die Signale auf der Phaeton hoch.

»Deck! Land voraus!«, rief der Ausguck hinab. Fast gleichzeitig kam Hugh Roberts angerannt. »Sir! Die Phaeton signalisiert: Auf Einlaufen in die Reede vor Spithead vorbereiten!«

Sie waren also wieder an britischen Küsten. Stephen hatte sich gestern Abend bereits die Karten verinnerlicht, damit ihm ja nichts peinliches passierte.

»Mr. Green, wecken Sie bitte den Leutnant«, befahl er dann einem herumstehenden Maat. »Mr. Hanniford, würden Sie bitte alle Mann pfeifen?« Der Bootsmannsmaat zog seine silberne Pfeife aus der Tasche und das Signal, das alle Mann für Segelmanöver an Deck rief, schrillte los.

Die Segel mussten gerefft werden, damit sie nicht zu viel Fahrt hatten, öfters mussten sie den Kurs anpassen und auch für das Einlaufen in den Hafen wurde schon allerhand vorbereitet.

Leutnant Andrews übernahm dann. Er stand mit Stephen auf dem Achterdeck und gab ruhig die Segelkommandos. Lautlos glitt das Schiff durch die Einfahrt.

»Segel lebend brassen!«, kommandierte Leutnant Andrews vom Achterdeck aus. Die Mannschaft der Phaeton war wirklich gut ausgebildet und die Segel drehten sich flugs so, dass sie dem Wind keine Angriffsfläche mehr boten. Stephen war mit einigen Geschützbedienungen schon auf dem Weg zu den Kanonen, um Salut zu schießen.

Es sah wunderbar aus. Die vier Schiffe liefen hintereinander bei strahlendem Sonnenschein in den Hafen ein, die Segelkommandos waren fast synchron, der Abstand blieb immer gleich. Dann gingen die Salutschüsse los. Die Phaeton, die zwei Handelsschiffe und die Liberté feuerten zeitgleich ihre 11 Schuss Salut. Stephen ging an den Kanonen entlang und kommandierte.

WUMM!

»Und wär' ich nicht ein Kanonier, dann wär' ich heute auch nicht hier. FEUER!« murmelte Stephen den alten Spruch herunter mit dem man den Abstand zwischen zwei Schüssen bestimmten konnte.

WUMM!

Und Stephen war sich sicher, dass auf der Phaeton, den Handelsschiffen und im Hafen die gleichen Worte gemurmelt wurden.

WUMM!

Leutnant Andrews hatte mittlerweile den Anker werfen lassen und die Liberté hatte, wie ihr die Signale der Phaeton befohlen hatten, exakt 10 Kabellängen entfernt geankert.

»Das klappte ja unheimlich gut!« lobte Leutnant Andrews. »Da kann der Kapitän ja nichts zu meckern haben.«

Und schon flogen an der Phaeton wieder die Signalflaggen hoch. Kommandanten an Bord zur Besprechung, Anweisungen zum Ausbooten der französischen Gefangenen usw. usw. Und dann mussten die Prisen dem Hafenadmiral übergeben werden, damit der sie dem Prisengericht überstellt. Die erbeuteten Schiffe werden dann samt Ladung verkauft und der Erlös nach einem vorgeschriebenen Schlüssel verteilt. Auch Stephen freute sich auf das Geld. Das Gehalt eines Offiziersanwärters war ja nicht sonderlich gut.

»Mr. Bennett, dann verschiffen Sie mal die Gefangen, ich werde zur Besprechung fahren!«, befahl Leutnant Andrews, klopfte Stephen auf die Schulter und begab sich zum wartenden Boot, das ihn zur Phaeton bringen wird. Auf Stephens Gesicht huschte wieder ein Lächeln, als die Hand seine Schulter berührte.

Wie befohlen ließ Stephen die französischen Gefangenen an Deck antreten, teilte sie in Gruppen zu zehn Mann ein und ließ sie eskortiert von Seesoldaten an Land bringen. So sehr es ihm auch gefallen hatte, an Bord der Liberté eine neue Art der Verantwortung zu spüren, so sehnte er sich doch auch zurück an Bord der Phaeton, wo er endlich wieder mit den anderen Midshipmen zusammen sein konnte. Allein Wache für Wache an Deck zu stehen, war für die zwei Tage sehr schön, aber viel länger musste es auch nicht sein.

»Sir, Phaeton signalisiert, dass Beamte des Hafenadmirals an Bord kommen«, meldete Hugh, der in den zwei Tagen auf der Liberté einiges über das Signalisieren gelernt hat.

»Bestätigen Sie, Mr. Roberts. Das klappt ja schon ganz ordentlich«, lobte Stephen den jungen Servant dann auch gleich.

Kurz darauf kam dann auch das Boot der Beamten in Sicht, das zielstrebig auf die Liberté zusteuerte.

»Bitten um Erlaubnis an Bord kommen zu dürfen!«, sprach einer der Beamten Stephen an.

»Erlaubnis erteilt, Sir! Willkommen an Bord!«, kam von Stephen zurück. Es folgte ein eher langweiliges Abgleichen von Listen, was sich an Bord befand und nach ein paar Stunden war die Übergabe abgeschlossen. Stephen bestieg mit der verbliebenen Mannschaft die Boote und fuhr wieder hinüber zur Phaeton.

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