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Schatten der Vergangenheit

Teil 10 - Schatten der Vergangenheit

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Informationen

Inhaltsverzeichnis

 

Sandra kommt aus dem Bad und traut ihren Augen nicht, als sie Jonas im Flur stehen sieht.

„Wie bist Du hier hereingekommen?“, fragt sie nicht ohne Bosheit.

Jonas dreht sich erstaunt um. „Oh, hallo Sandra. Die Türen standen alle offen.“

Sandra geht zielstrebig an Jonas vorbei in die Küche und findet Tom an die Küchenzeile gelehnt vor. Leichenblass. Sie stellt sich neben ihn und legt ihren Arm um ihn. Tom sinkt in sich zusammen. Sandra hält ihn fest.

„Komm, ich bring Dich zur Couch. Du musst Dich setzen, Du klappst mir sonst noch zusammen.“

Jonas macht einen Schritt auf Tom zu, um zu helfen. Sandra wird sehr energisch. „Untersteh Dich! Du wartest draußen. Raus hier!“

Jonas versucht nicht zu widersprechen, geht aus der Wohnungstür in den Hausflur. Sandra schlägt die Tür hinter ihm zu und bringt Tom zur Couch. Er legt sich hin, Sandra legt ihm die Beine hoch. Toms Gesicht bekommt langsam wieder Farbe.

„Gehts wieder?“ Sandra ist sehr besorgt.

„Warum steht der plötzlich hier? Ich will ihn nicht sehen.“

„Das musst Du auch nicht. Aber ich habe das dringende Bedürfnis, ihn ein paar Dinge zu fragen. Bleib du bitte liegen.“

Sandra geht energischen Schrittes in den Hausflur. Jonas steht dort und wartet. Er versucht sich zu erklären.

„Sandra, ich…“

Weiter kommt er nicht. Sandra ist richtig wütend. „Du hast vielleicht Nerven hier nach über zwei Jahren Abwesenheit plötzlich wieder in der Tür zu stehen. Wo warst Du?“

Jonas ist die ganze Situation sichtlich unangenehm. „Sandra, das ist nicht so einfach.“

„Oh doch, das ist ganz einfach. Ihr habt hier zusammengelebt und Du verschwindest von jetzt auf gleich. Ohne weitere Erklärung. Warum?“

„Ich musste untertauchen. Das hatte Gründe, die mit meinem Job zu tun haben. Ich habe mich verspekuliert. Was ist denn mit Tom? Ich habe seinen Gipsfuß gesehen. Und zieht er hier aus?“

„Das geht Dich nichts mehr an Jonas. Es hat Dich die ganze Zeit nicht interessiert, wie es ihm geht. Und ja, Tom zieht aus. Und nun ist es Zeit, dass Du gehst. Es wäre besser gewesen, Du wärest hier gar nicht erst wieder aufgetaucht.“

„Sandra ich verstehe Deine Wut und auch, dass Du Tom schützen willst. Aber ich würde ihm gerne erklären, wie es dazu kam.“

„Jonas, es hat ihn zerrissen, dass Du plötzlich verschwunden bist. Wenn einer entscheidet ob Deine Erklärung gehört werden wird, ist es Tom. Du kannst mir Deine Nummer geben für den Fall, dass er Dich anhören möchte.“

„Ich würde Tom gerne kurz sprechen Sandra.“

„Auf gar keinen Fall betrittst Du diese Wohnung noch einmal. Du hast gesehen, dass Tom eben fast kollabiert ist. Du gehst jetzt.“

Jonas begreift, dass es keinen Sinn hat es weiter zu versuchen. Also verabschiedet er sich kurz und geht die Treppe herunter. Sandra schaut ihm nach.

„Zieh die Haustür zu.“ Er kommt dieser Aufforderung nach und ist dann verschwunden.

Sandra geht wieder zurück in die Wohnung. Sie sieht Tom auf der Couch liegen. Er war endlich wieder glücklich und jetzt ist er völlig erschüttert. Sie setzt sich zu ihm, sein Gesicht ist komplett erstarrt. So wie damals, als Jonas verschwunden ist.

„Tom, er ist weg.“

„Danke Dir. Dieser Mann schafft es, mich in ein paar Sekunden völlig von den Füßen zu holen. Hat er noch etwas gesagt?“

„Ja, dass er untertauchen musste wegen seines Jobs. Er wollte Dich gern sprechen, um es zu erklären. Das habe ich ihm untersagt. Und ihn weggeschickt.“

„Das war richtig. Es ist mir völlig egal was er sagt. Er ist zwei Jahre weg gewesen, jetzt kann er wegbleiben. Sandra, wenn Chris mich gleich so sieht.“

„Du bleibst erstmal hier liegen. Ich warte unten auf ihn und erzähle ihm von dem unliebsamen Besuch, okay?“

„Ja bitte. Ich kann ihm das nicht sagen. Er denkt doch jetzt bestimmt, dass ich zu Jonas zurückkehre.“ Tom hält Sandras Hand, als er zu weinen beginnt.

„Das wird er sicher nicht denken. Hey, komm her. Du liebst Chris doch, oder?“

„Ja, sehr. Ich war endlich wieder glücklich mit ihm.“

„Und Chris liebt Dich. Es wird alles gut. Ich glaube da kommen sie zurück. Ich gehe runter. Ich kann Dich allein lassen?“

„Ja das kannst Du.“ Tom ist verzweifelt. In seinem Kopf geht es drunter und drüber. Eben war er noch fröhlich und voller Vorfreude auf die gemeinsame Zukunft mit Chris. Da taucht Jonas plötzlich wieder auf.

Sandra geht zügig die Treppe herunter, Chris kommt ihr vor dem Haus bereits entgegen, die anderen sind noch am Transporter. Er sieht Sandras ernsten Gesichtsausdruck und das Lächeln weicht aus seinem Gesicht.

„Du schaust so ernst. Was ist los? Ist etwas mit Tom?“

„Ihr wart gerade eben weg, da stand Jonas plötzlich in der Wohnung.“

Chris hält sich erschrocken die Hand vor den Mund. Er malt sich aus, was das für Tom bedeutet haben muss. „Wie bitte? Wo kommt der denn plötzlich her?“

„Er war wohl abgetaucht wegen seines Jobs. Keine Ahnung, Interessiert mich auch ehrlich gesagt nicht. Ich habe ihn rausgeschmissen.“

„Sehr gut Sandra. Aber was ist mit Tom? Das muss ein echter Schock gewesen sein, ihm plötzlich gegenüberzustehen.“

„Er ist fast kollabiert. Ich habe ihn so gerade auf die Couch…“

Weiter kommt sie nicht. Chris ist losgelaufen, die Treppe herauf in die Wohnung. Er ist voller Sorge, wie es Tom jetzt geht und dann sieht er ihn auf der Couch liegen. Der Anblick macht ihn traurig. Tom schaut ihn an, er weint noch immer.

„Chris…“ Er setzt sich zu Tom, nimmt ihn in den Arm.

„Sandra hat mir schon alles erzählt.“

„Warum taucht der plötzlich hier auf? Gerade als ich endlich mit diesem Kapitel abgeschlossen habe. Er war zwei Jahre verschwunden, wo auch immer er war, dort hätte er bleiben sollen.“ Tom regt sich sehr auf und atmet schwer. „Ich bekomme gerade schlecht Luft.“

„Bitte versuch Dich zu beruhigen. Ich bin da, versuch bitte langsamer zu atmen.“

„Ich bekomme wirklich schlecht Luft. Was ist das?“

„Eine Panikattacke. Schau mich an Tom.“

Tom atmet schnell, sitzt aufrecht auf der Couch. Er hält Chris Hand fest, atmet aber immer noch sehr schnell. Chris hat den Eindruck, dass er ihm nicht zuhört und wird lauter. „TOM, schau mich an.“

Diesmal klappt es. „Einatmen, ausatmen, einatmen…“ Tom hält ihn fest.

Chris nimmt parallel sein Handy und ruft bei Gregor an. „Hey Chris, das ist eine schöne Überraschung. Wie gehts Dir?“

„Gregor, es ist ein Notfall, bist Du in der Stadt und kannst zu Tom kommen?“

„Ja, ich bin zuhause und kann kommen, was ist denn los?“

„Tom hat eine Panikattacke, schnapp Dir Deinen Arztkoffer und komm bitte. Es geht ihm nicht gut.“

„Ich bin schon unterwegs.“

Tom atmet schon etwas ruhiger, ist aber immer noch sehr aufgekratzt.

„Es kommt Hilfe, bis dahin atmen wir gemeinsam. Schau mich an. Langsam ein- und ausatmen. Ich bin da Tom. Langsam weiter atmen.“

Gregor ist nach ein paar Minuten da. „Hey Tom, ich helfe Dir. Atme weiter langsam mit Chris gemeinsam.“

Es gelingt Tom nur bedingt, sich auf das Atmen zu konzentrieren. Gregor legt ihm eine Nadel am Handrücken und spritzt ihm etwas. Kurz darauf wird er ruhiger und lehnt seinen Kopf auf Chris‘ Schulter.

„Wird es besser Tom?“

„Ja, dieser innere Druck lässt langsam nach. Aber ich bin auf einmal total müde.“

„Komm, leg Dich hin Tom.“

Er legt sich auf die Couch, Chris packt noch ein Kissen unter seinen Gipsfuß und zieht ihm die Gehsohle aus. Tom bekommt nichts mehr mit, er ist eingeschlafen.

„Gregor, ich danke Dir für Deine spontane Hilfe. Ich habe das alleine nicht hinbekommen.“

„Hier war auch medikamentöse Hilfe nötig. Was ist denn eigentlich passiert?“

Chris berichtet Gregor kurz was geschehen ist.

„Das ist ja wirklich furchtbar. Ich lasse Dir noch eine Ampulle und Spritzen da, falls es nochmal nötig sein sollte. Die Nadel liegt ja noch. Ansonsten ruf bitte einfach wieder an.“

Chris umarmt ihn. „Danke vielmals. Du hast uns sehr geholfen.“

Gregor verabschiedet sich und Chris geht in die Küche, wohin sich die anderen zurückgezogen haben.

Sandra springt direkt auf. „Was ist mit Tom?“

„Er hatte eine Panikattacke. Ich habe das allein nicht in den Griff bekommen können. Gregor hat ihm etwas zur Beruhigung gegeben. Jetzt schläft er.“

Chris ist der Schreck anzusehen, er ist ganz blass. Ihm wird jetzt bewusst, was gerade alles passiert ist.

„Setz Dich erstmal, nicht dass Du auch noch umkippst.“

„Ich muss glaub ich mal was trinken.“

Sandra gibt ihm eine Cola. „Ein bisschen Zucker schadet auch nicht.“

„Danke Sandra. Es tut mir so unglaublich leid, dass Tom das alles mitmachen muss. Es ging ihm gerade so gut.“

Sandra stimmt ihm zu. „Und seine größte Sorge ist, dass Du Dich jetzt zurückziehst, weil Jonas wieder da ist.“

Chris schaut erstaunt. „Davon kann doch gar nicht die Rede sein. An meinen Gefühlen hat sich nichts geändert.“

Marco fragt, was sie nun machen sollen. „Es ist doch nicht mehr viel, nur noch eine Fahrt mit dem Transporter, dann ist der Umzug geschafft. Das machen wir jetzt noch, dann ist das Thema mit dieser Wohnung erledigt. Ich denke, das ist doch gut für Tom, oder?“

„Das ist eine sehr gute Idee Marco“, entgegnet Sandra. „Chris, was machen wir mit Tom?“

„Ich würde gern hier bei ihm bleiben, falls er aufwacht.“

„Also. Dann bleibst Du hier bei Tom, das ist wirklich am besten. Wir machen den letzten Transport und danach kommen wir zurück. Dann bringen wir Tom zu Euch in die Wohnung. Was hältst Du davon?“

„Das klingt gut Sandra“, erwidert Chris. „Aber jetzt habt Ihr die ganze Arbeit.“

Marco reagiert als Erster. „Chris, Du kümmerst Dich um Tom. Das ist jetzt das Wichtigste. Wir machen den Rest. Kommt, lasst uns anfangen.“

Chris hilft mit, die letzten Kartons in den Transporter zu bringen, schaut zwischendurch immer wieder zu Tom, der weiterhin schläft. Als die restliche Truppe abfährt, setzt sich Chris zu Tom und nimmt seine Hand, als er kurz aufwacht.

„Chris…“

„Ich bin da Tom, ruh Dich aus.“

„Wo sind denn alle? Wie lange habe ich geschlafen?“ Tom ist noch etwas müde.

„Sie transportieren die letzten Sachen in unsere Wohnung. Danach packen wir Dich ein und dann bist Du die Wohnung los. Es wird alles gut.“

Tom wirkt etwas entspannter. Nachdem alles ausgeladen ist, kommen die fleißigen Helfer zurück. Sandra kommt in das Wohnzimmer.

„Alles erledigt. Wie gehts Tom?“

„Er war eben kurz wach. Da war er deutlich entspannter.“ Chris streichelt über Toms Wange. „Hey Schatz, komm, wir brechen auf.“

Tom wird langsam wieder wach. „Was ist los?“

„Tom, lass uns aufbrechen. Wir fahren zu uns in die Wohnung. Hier ist alles erledigt.“

„Ja, ich will auch hier weg.“

Chris zieht Tom die Gehsohle an und mit Sandras Hilfe gelingt es, dass Tom etwas wackelig laufen kann. Sie bringen ihn in Chris´ Auto und fahren im Anschluss zu Chris und Tom in die Wohnung. Sandra und Chris bringen ihn ins Bett, wo er sofort wieder einschläft. Im Anschluss daran sitzen sie noch zusammen und essen eine Kleinigkeit.

„Ich danke euch sehr“, beginnt Chris, „für eure tolle Unterstützung heute. Der Tag sollte eigentlich ein schöner Beginn werden für die gemeinsame Zeit von Tom und mir. Das hat jetzt nur bedingt geklappt. Ich bin sowas von traurig, dass es Tom so schlecht geht. Wir holen die Einweihung nach.“

Chris ist sichtlich ergriffen von Toms Zustand. Sandra nimmt ihn in den Arm.

„Das wird sich alles finden. Ich denke wir lassen Euch jetzt allein. Tom ist bei Dir in den besten Händen. Und wenn etwas ist, melde Dich bitte.“

„Das mache ich und nochmal ein großes DANKE an euch.“

Chris verabschiedet alle und schaut dann nach Tom. Er schläft. Chris legt sich neben ihn, schaut noch etwas TV, kann dem Inhalt aber nicht wirklich folgen. Er schaut immer wieder zu Tom. Er wirkt wieder so verletzlich. Und es wird ihm wieder sehr klar, wie sehr er ihn mag. Später am Abend schreibt Sandra.

„Wir sind wieder zu Hause angekommen. Schläft Tom noch?“

„Ja, er war nicht mehr wach, seit ihr gefahren seid. Ich mache mir wirklich Sorgen um ihn.“

Daraufhin ruft Sandra an. „Ich mache mir auch Sorgen. Tom hat so viel mitgemacht als Jonas verschwunden ist. Und ich hoffe das kommt nicht alles wieder hoch. Aber Du bist an seiner Seite und er ist aus dieser Wohnung raus. Das wird ihm helfen. Chris, versuch jetzt auch etwas zu schlafen. Wir telefonieren morgen.“

„Danke Sandra. Das machen wir.“

Nach dem Telefonat schaltet Chris den Fernseher aus und legt sich dicht neben Tom, er legt seinen Arm um ihn. Tom wird kurz wach, nimmt Chris‘ Hand und hält sie fest.

Chris schläft unruhig und ist am folgenden Sonntag früh wach. Tom liegt nicht neben ihm und Chris erschrickt kurz, als er genau in dem Moment hereinkommt.

„Guten Morgen Chris.“

„Guten Morgen. Ich hatte mich gerade kurz erschreckt, weil Du weg warst.“

Tom lächelt kurz. „Ich musste nur ins Bad.“

Er legt sich wieder hin, in Chris‘ Arm. „Ich fühle mich so wie nach der Narkose damals. Ziemlich matschig. Aber ich weiß diesmal noch was gestern passiert ist. Und auch das Gregor mir etwas gespritzt hat.“

Chris schaut auf die Nadel auf Toms Handrücken. „Ja das hat er, die Nadel kann dann auch gleich raus.“

„Was war das denn gestern? So etwas hatte ich noch nie.“

„Du hattest eine Panikattacke.“

„Was, echt??“

„Ja. Deine Seele kam mit dem plötzlichen Auftauchen von Jonas wohl nicht zurecht. Das war bzw. ist ein unerledigtes Thema bei Dir. Verständlicherweise. Und auf diese Weise äußert sich das dann körperlich.“

„Das hat sich echt schrecklich angefühlt. Gut, dass Du da warst und gut, dass Gregor so schnell dazu gekommen ist.“

„Ja das war klasse von ihm. Er war innerhalb von ein paar Minuten da.“

„Weißt Du, diese Frage, was mit Jonas ist, hat mich so lange gequält. Die ist jetzt beantwortet. Er hat mich zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt.“

„Das ist wohl die traurige Wahrheit Tom. Hast Du denn noch ein Bedürfnis mit ihm zu sprechen?“

„In keiner Weise. Ich hatte nur diese eine besagte Frage, was mit ihm geschehen ist. Die ist beantwortet. Er hat mich feige im Stich gelassen. Und Du weißt, was das mit mir gemacht hat. Ich will nichts mehr von ihm hören.“

„Das kannst nur Du allein entscheiden. Ich freu mich aber, dass Du so entschlossen bist und, dass Dich sein auftauchen nicht hat zweifeln lassen.“

„Zweifeln woran? An uns?“

Chris schaut etwas bedrückt. „Ja. Immerhin wart ihr sehr lange zusammen.“

Tom setzt sich auf. „Keine Sekunde hab‘ ich gezweifelt. Ich möchte definitiv nicht wieder in Jonas‘ Nähe. In keiner Weise. Ich bin so froh, dass Du da bist. Ich weiß nicht, wie ich die letzten Monate ohne Dich überstanden hätte. Ich liebe Dich.“ Tom gibt Chris einen Kuss. „Mach Dir da bitte keine Sorgen.“

Chris wirkt sehr erleichtert. „Ich liebe Dich auch Tom.“

Die beiden kuscheln noch etwas und frühstücken dann in aller Ruhe. Im Anschluss setzen sie sich mit einem Kaffee auf die Terrasse.

„Kannst Du das Thema Jonas denn so jetzt abschließen?“

„Wie meinst Du das?“

„Du weißt jetzt, dass er nicht gestorben ist, was ja Deine Sorge war. Dafür weißt Du, dass er Dich allein gelassen hat, ohne ein Wort warum. Ich kann mir vorstellen, dass das ganz schön schwer zu verarbeiten ist.“

„Nun ja, wie sehr mich das umhaut hast Du ja erlebt. Ich wüsste gerade gar nicht, was ich anderes machen soll, als Jonas einfach aus meinem Leben zu streichen.“

„Wie gesagt ist es Deine Entscheidung. Ich könnte mir vorstellen, dass es Dir vielleicht helfen könnte, einen richtigen Abschluss zu machen. Damit so eine Attacke wie gestern nicht nochmal passiert.“

„Wie stellst Du Dir denn so einen Abschluss vor?“

„Ganz platt gesagt; dem bösen Geist gegenübertreten und ihn in die Wüste schicken.“

Tom lacht. „Das klingt ja wie im Film. Aber Sandra hat ihn ja rausgeschmissen, ich kann ihn gar nicht erreichen, das Thema ist also durch.“

Chris schaut etwas zögernd. „Chris warum schaust Du so?“

„Jonas wollte mit Dir reden, was gestern nach Deinem Schock keine gute Idee gewesen wäre. Sandra hat sich seine Nummer geben lassen und ihm gesagt, dass es Deine Entscheidung ist, ob Du ihn anhören möchtest oder nicht.“

Tom wirkt nachdenklich nach der Information. „Sandra hat einfach immer alles im Griff“, meint er. „Ich muss darüber nachdenken, ob ich diese Option nutze.“

„Du musst es ja nicht übereilen. Aber Du hast zumindest die Wahl. Sandra wird das sicher auch nochmal ansprechen.“

Tom lacht. „Oh ja, da bin ich völlig sicher. Ich bin so froh, dass ich gestern nicht allein in der Wohnung war. Ich wäre völlig aufgeschmissen gewesen.“

„Na Du warst ja gottlob nicht allein. Aber ich finde, wir sollten heute irgendwas Schönes machen. Ist dein Fuß fit genug für einen Spaziergang am See?“

„Ja, der ist gut erholt. Und das ist eine gute Idee. Lass uns das machen.“

Die beiden fahren zum See und laufen einen schönen Weg am Ufer entlang, Hand in Hand. An einer Stelle mit Blick auf den See steht eine Bank.

„Könnte Dein Fuß nicht eine kleine Pause gebrauchen?“, fragt Chris nicht ohne Hintergedanken.

„Du möchtest doch nur meine Zehen massieren“, zwinkert Tom.

„Na ich opfere mich gern“, zwinkert Chris zurück. Beide lachen und setzen sich auf die Bank. Tom dreht sich zu Chris und legt ihm den Gipsfuß auf den Schoß. Chris beginnt direkt damit die Zehen zu massieren. Tom beobachtet, wie sehr Chris das genießt. Ihm wird klar, was er für ein Glück hat, ihn getroffen zu haben. „Chris, ich glaube Du hast recht.“

„Das höre ich ja gerne. Aber womit genau?“

„Damit, dass ich das Kapitel Jonas abschließen muss. So wie es jetzt ist, laufe ich Gefahr, dass sich eine Attacke wie gestern nochmal wiederholt, sollte ich ihn nochmal zufällig treffen.“

„Das finde ich gut Tom. Weißt Du schon, wie Du es machen möchtest?“

„Nein. Bislang noch nicht. Aber das würde ich gern mit Dir besprechen.“

Chris lächelt ihn an. „Ich finde einen öffentlichen Ort passend. Ein Café oder so.“

„Das finde ich auch, ich möchte auf keinen Fall mit ihm allein sein. Und ich hätte Dich gern dabei.“

Chris schaut Tom sehr erstaunt an. „Wirklich? Das hätte ich nicht gedacht.“

„Ich fühle mich dann sicherer. Oder möchtest Du nicht?“

„Wenn es Dir hilft, mache ich das gern. Kein Thema. Was möchtest Du ihm denn sagen?“

„Eigentlich nur, dass ich sein Verhalten absolut missbillige und, dass er bleiben kann, wo der Pfeffer wächst.“

Chris lächelt. „Das klingt nach einem guten Plan. Ich bin dabei. Natürlich als stiller Beobachter und Kraftquelle für Dich.“

Tom gibt ihm einen Kuss. „Genau so. Komm, wir gehen nach Hause. Ich möchte mit Dir schlafen.“

Chris zieht die Augenbrauen hoch. „Tom. Du bist ja drauf…“

„Ja, ziemlich gut und es erregt mich immer sehr, wenn Du auf diese Weise meine Zehen verwöhnst.“

Die beiden machen sich auf den Rückweg zum Auto. Während der Fahrt spielt Tom schon an Chris´ Nippeln und massiert auch seinen Schritt.

„Oh man, Tom, das ist unfair beim Fahren. Gott sei Dank sind wir gleich da.“

Zuhause angekommen können sie es nicht länger abwarten. Schon im Flur ziehen sie sich gegenseitig aus. Beide sind maximal erregt.

„Chris, bitte nimm mich auf der Kücheninsel. Das war so geil beim letzten Mal.“

Chris lässt sich nicht lange bitten. Tom legt sich rücklings auf die Kücheninsel. Chris nimmt Toms Füße hoch, die er so gern hat. Er beginnt sehr ausgiebig jeden einzelnen Zeh zu sniffen und lecken. Tom liebt es, wenn Chris dies tut.

„Oh man, Chris. Ich fürchte ich kann nicht… Ahhhh…“

Tom spritzt bereits in gewohnt großer Menge. Intensiv.

„Chris, ich war so geil. Bin es immer noch.“

Chris massiert weiter Toms immer noch harten Schwanz. „Du bist auch immer noch hart.“

„Mach weiter Chris, bitte nicht aufhören.“

Toms Zehen werden alle ausgiebig gelutscht, während Chris in ihn eindringt.

„Oh Chris, das macht mich so geil. Es ist so intensiv gerade.“

„Tom ich schaffe es auch nicht mehr lange.“

„Bitte nicht aufhören. Komm in mir, bitte.“

„Tom, das ist so geil. Ahhhhh…“

Chris spritzt, während er noch in Tom ist und massiert weiter Toms immer noch harten Schwanz, bis er nochmal kommt.

„Ich komme nochmal, oh man, das ist so geil…“

Tom hat eine zweite große Ladung in der Küche verteilt. Beide sind erschöpft, sie lieben aber diesen Moment nach dem Orgasmus und kosten ihn noch aus. Einfach nur genießen.

„Dass Du zweimal diese Menge verspritzen kannst. Respekt.“

Tom lacht. „Ganz ehrlich? Das war heute das erste Mal. Habe ich bislang noch nie.“

„Das nehme ich dann mal als Kompliment Schatz. Lass uns duschen gehen.“

Chris beseitigt die größte Menge cum mit Küchentüchern, um dann mit Tom gemeinsam zu duschen. Danach machen sie es sich auf der Couch gemütlich.

Als Tom am nächsten Tag nach der Arbeit zuhause eintrifft, zieht er sich zunächst bequeme Kleidung an. Er ist bei den sommerlichen Temperaturen immer froh, nach Feierabend aus dem Anzug heraus zu sein. In der Bank geht die Kleidung leider nicht legerer. Aber Tom ist es nicht entgangen, dass Chris ihn gern im Anzug sieht.

Noch ist Tom alleine zuhause, da Chris heute länger arbeiten muss. Er macht sich eine Kleinigkeit zu essen und es sich anschließend mit einem Glas Wein auf der Terrasse bequem. Er ruft Sandra an, gestern hatte er nur kurz geschrieben, dass es ihm besser geht, und sie hatten sich für heute zum Telefonieren verabredet.

„Hey Tom. Wie geht’s Dir heute?“

„Gut, Gott sei Dank wieder gut. Das war ein ganz schöner Schock am Samstag. Ich bin so froh, dass Du da warst und Jonas rausgeschmissen hast. Alleine hätte ich das glaube ich nicht fertiggebracht.“

„Das stimmt, Du hättest das sicher nicht geschafft. Verständlicherweise. Aber es ist ja alles gut ausgegangen. Dank Chris und Gregor.“

„Da hast Du recht. Aber nach dem Medikament war ich völlig hinüber. Nachdem ich die ganze Nacht geschlafen habe, ging es gestern wieder. Wir hatten einen entspannten Tag und ich habe eine Entscheidung getroffen.“

„Das klingt sehr entschlossen. Was hast Du denn entschieden?“

„Ich muss Jonas ein letztes Mal treffen. Wie sagte Chris so passend; dem bösen Geist gegenübertreten und in die Wüste schicken.“

Sandra lacht. „Das klingt sehr gut. Ist aber auch nicht so einfach umzusetzen für Dich, oder?“

„Ganz sicher nicht. Chris meinte, Du hättest Jonas‘ Nummer bekommen? Ich wollte Dich bitten, sie mir zu geben.“

„Klar, mache ich. Wie willst Du es denn anstellen? Wo willst Du ihn treffen?“

„In einem Café oder so, auf jeden Fall dort, wo wir nicht alleine sind. Ach ja, und Chris nehme ich mit. Alleine will ich ihm nicht gegenübertreten.“

„Dann sieht er auch sehr deutlich, dass er sich keine Chancen auf eine Fortsetzung Eurer Beziehung mehr auszurechnen braucht.“

„Ja genau. Ich habe zwar etwas Bammel vor dem Treffen, aber diese Ungewissheit, die mich zwei Jahre zermürbt hat, ist in Wut und Enttäuschung umgeschlagen. Jemand der mich so eiskalt einfach im Stich lässt, kann mir gestohlen bleiben.“

„Da hast Du völlig recht. Ich schicke Dir gleich die Nummer. Wenn Du ihn anrufst, vergiss nicht Deine Nummer zu unterdrücken.“

„Das ist ein guter Hinweis, danke, da muss ich dran denken. Ich möchte weder, dass er meine Nummer hat, noch, dass er weiß, wo ich jetzt wohne.“

„Das ist vernünftig. Bitte sag mir Bescheid, wann Ihr Euch trefft. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass Chris Dich begleitet.“

„Das bin ich auch. Und wo Du gerade von ihm redest, kommt er nach Hause.“

„Dann grüß ihn bitte. Macht Euch einen schönen Abend.“

„Das machen wir. Ihr aber auch. Gruß an Peter.“

Tom beendet gerade das Telefonat, als Chris auf die Terrasse kommt. Er setzt sich zu Tom, gibt ihm einen Kuss. „Guten Abend mein Lieber.“

„Guten Abend. Grüße von Sandra. Wie war Dein Tag?“

„Heiter bis wolkig, aber eigentlich keine Besonderheiten. Hast Du auch ein Glas Wein für mich?“

Die beiden stoßen gerade an, als Toms Handy den Eingang einer Nachricht meldet.

„Das ist Jonas‘ Nummer.“

„Wann möchtest Du ihn treffen? Und wo?“

„Ich habe gedacht morgen Abend. Im Café in der Stadt. Sofern Du auch Zeit hast?“

„Hab‘ ich. Bist Du nervös?“

„Ja, ein bisschen schon.“

„Soll ich Dich allein lassen zum Telefonieren?“

„Nein, bitte bleib hier.“

Tom ändert seine Einstellungen am Handy, so dass er anonym anrufen kann, wählt dann die Nummer von Jonas. Während das Freizeichen ertönt, nimmt er Chris´ Hand.

„Hallo?“ Chris merkt, dass Toms Griff fester wird, als er Jonas‘ Stimme hört.

„Guten Abend Jonas.“

„Tom! Mit Deinem Anruf habe ich nicht mehr gerechnet nach Samstag. Schön, dass Du Dich meldest. Wie geht es Dir?“

„Ich habe nicht angerufen, um Small Talk zu halten. Und wie es mir geht, hat Dich die letzten zwei Jahre auch nicht interessiert. Du hast gesagt, dass Du mir etwas erklären möchtest. Das kannst Du gern morgen Abend tun. Im Café in der Stadt. Sagen wir, um 18 Uhr.“

„Einverstanden. Ich werde dort sein.“

„Dann bis morgen.“ Tom beendet das Gespräch. Sein Griff lockert sich etwas und er atmet hörbar aus.

„Gut gemacht! So energisch habe ich Dich noch nicht gehört. Ich bin jetzt wirklich gespannt, wie Jonas morgen reagiert. Auch auf mich.“

„Ganz ehrlich? Wie er reagiert, ist mir eigentlich egal. Das Treffen ist für mich wichtig, um mit dem Thema abzuschließen. Das ist der einzige Grund, diesem Treffen überhaupt zugestimmt zu haben.“

„Und das ist genau richtig so.“

Die Beiden verbringen den lauen Sommerabend auf der Terrasse, bis sie schlafen gehen. Am folgenden Tag in der Bank ist Tom angespannt. Das geplante Gespräch am Abend macht ihn nervös. Er wäre froh, es hinter sich zu haben. Chris will ihn in der Bank abholen, das Café ist nicht weit entfernt.

„Na Du, nervös?“, fragt Chris als er hereinkommt und Tom in den Arm nimmt.

„Ja, schon etwas. Ich bin froh, wenn wir gleich zuhause sind. Komm, lass uns los. Ich möchte auf jeden Fall schon da sein, wenn er kommt.“

„Das schaffen wir zeitlich auf jeden Fall.“

Tom will schon in Richtung Tür, als Chris ihn stoppt. „Du hast etwas vergessen!“

Tom schaut etwas irritiert. „Was denn?“

Chris umarmt ihn und gibt ihm einen Kuss. „Das hier. Ich bin an deiner Seite. Beim Gespräch gleich und sonst auch.“

„Das hast Du schön gesagt. Danke“

Wie Tom es geplant hatte, sind die Beiden rechtzeitig im Café, Jonas ist noch nicht da. Sie setzen sich an einen Tisch und bestellen. Kurz nachdem die Getränke an den Tisch gebracht wurden, erkennt Tom Jonas in der Menge. Chris hatte ihn ja bislang nicht gesehen.

„Da kommt er.“

„Du schaffst das Tom.“

Jonas hat Tom entdeckt und steuert auf den Tisch zu. Als er Chris sieht, ist er etwas irritiert.

„Hallo Tom.“

„Hallo Jonas. Das ist Chris. Mein Freund.“

Jonas gibt Chris etwas förmlich die Hand und setzt sich dazu. Er wirkt etwas reserviert. Toms Gipsfuß fällt ihm auf. Wie schon am Samstag zuvor.

„Was ist denn mit Deinem Fuß passiert? Warum ist er in Gips?“

„Weil er gebrochen ist. Aber ich möchte hier nicht meine Krankengeschichte ausbreiten. Es hat Dich zwei Jahre nicht interessiert, wie es mir geht, wie ich Dir gestern schon sagte.“

„Tom, ich hatte gedacht, dass wir uns zu zweit treffen. Ich wollte Dir ein paar Dinge erklären.“

„Damit Du das klar siehst Jonas. Ein Treffen zu zweit wird es nicht geben. Und diesem Treffen habe ich nur zugestimmt, weil es für mich wichtig ist das Thema abzuschließen. Also sag, was Du sagen möchtest, um Dich zu erklären.“

„Ok, also ich kann verstehen, dass es schlimm für Dich war, dass ich abgetaucht bin. Aber ich hatte enorme Probleme mit einem Geschäft das schief gelaufen ist. Es gab keine andere Möglichkeit.“

„Es gibt immer eine Möglichkeit seinem Partner zu sagen was los ist, anstatt ihn einfach feige allein zu lassen. Du machst Dir keine Vorstellung davon, wie schlecht es mir ging. Niemand wusste, wo Du bist. Ich hing zwei Jahre zwischen Hoffnung und Bangen. Und nun tauchst Du plötzlich auf, als wäre nichts gewesen und meinst, dass es nicht anders ging. Ich muss schon sagen, dass ist eine famose Einstellung.“

Jonas wirkt zerknirscht, er hatte nicht mit solch deutlichen Worten von Tom gerechnet. Chris ist stolz auf ihn, dass er sich so deutlich abgrenzen kann.

„Du bist aus unserer Wohnung ausgezogen Tom?“

„Ja das bin ich. Und „unsere“ Wohnung war das schon lange nicht mehr. Ich sagte ja bereits, dass ich abschließen will mit diesem Kapitel. Dem Kapitel „Jonas“. Die Wohnung gehörte dazu.“

„Du bleibst aber in der Stadt?“

„Es ist unerheblich wo ich jetzt bin. Hast Du noch weitere Erklärungen zu Deinem Verschwinden als die bereits vorgebrachte?“

„Nein, ich kann nur sagen, dass es mir leid tut.“

„Deine Entschuldigung nehme ich an. Mehr gibt es dann auch nicht zu sagen Jonas. In Zukunft möchte ich, dass Du auf weitere Kontaktaufnahmen verzichtest. Es ist alles gesagt. Und jetzt geh bitte.“

Mit so einer deutlichen Abweisung und so harten Worten hatte Jonas offenbar nicht gerechnet. Aber dass hier Widerspruch zwecklos ist, realisiert er schnell. Er steht auf und verabschiedet sich.

„Ich wünsche Dir alles Gute Tom. Dir auch Chris.“

„Dir auch alles Gute.“

Jonas macht sich auf den Weg aus dem Café. Tom und Chris schauen ihm nach, er dreht sich nicht mehr um.

Einweihungsparty

Nach dem Treffen mit Jonas ist Tom wie erlöst von einer großen Last. Er ist gut aufgelegt und genießt die Zweisamkeit mit Chris, der diese positive Wandlung ebenfalls registriert. Er freut sich sehr, dass der Mann, den er wirklich sehr in sein Herz geschlossen hat, diesen wunden Punkt in seiner Vergangenheit verarbeiten konnte.

Einige Tage nach dem Treffen sitzen die Beiden nach Feierabend auf der Terrasse und trinken ein gutes Glas Wein. In ihrem Gespräch geht es um die Einweihung der nun gemeinsamen Wohnung, die am Tag des Umzuges nicht wie eigentlich gedacht stattfinden konnte.

„Tom, wollen wir am nächsten Wochenende die Feier unserer nun gemeinsamen Wohnung nachholen? Was hältst Du davon?“

„Die Idee gefällt mir sehr gut! Wir wohnen gemeinsam, ich bin meine Wohnung los, ebenso wie Jonas! Insgesamt also genug Grund zu feiern.“

„Dann lass uns das in Angriff nehmen. Und es ist ja auch Dein letztes Wochenende mit Gips. Kommende Woche kommt er ja runter.“

„Ja stimmt. Ganz ehrlich? Ich kann es noch nicht glauben, dass ich nächste Woche meinen Fuß zurückbekomme. Das wird sicher komisch nach den ganzen Wochen.“

„Ja das ist bestimmt erstmal merkwürdig. Und wir müssen daran denken, dass wir einen zweiten Schuh für Dich mitnehmen. Sonst musst Du barfuß nach Hause.“

Nach diesem nicht unwichtigen Hinweis lachen beide. Tom liegt ausgestreckt auf der Terrassen-Liege. Er hat die Gehsohle ausgezogen, die Zehen sind frei und Tom bewegt sie immer wieder auf und ab. Chris schaut dies so gern an. Er wird etwas wehmütig dabei, dass er diesen Anblick ab kommender Woche nicht mehr täglich haben wird. Aber natürlich ist er sehr glücklich darüber, dass Toms Fuß so gut verheilt ist. Ob Tom wohl bereit ist, sich nochmal einen Gips anlegen zu lassen, nur zum Spaß?

In der Nacht am See haben sie über dieses Thema sehr offen gesprochen. Nachdem Chris bei seinen bisherigen Freunden das Thema Gips-Fetisch immer verheimlicht hatte, war es für ihn eine große Erleichterung, dass Tom so frei mit ihm darüber gesprochen hat. Allerdings war die Frage, ob er sich von Chris nochmal zum Spaß gipsen lässt, offengeblieben. Er hätte schon ein paar Ideen, was die beiden dann zusammen machen könnten. Chris beschließt, dies später noch einmal anzusprechen, wenn es sich irgendwie ergibt. Er möchte Tom auf keinen Fall bedrängen.

„Wen wollen wir denn einladen?“, fragt Chris.

„Sandra und Peter, Merle und Marco. Die haben ja eigentlich die Hauptarbeit beim Umzug erledigt, weil ich verhindert war. Und ich habe schon überlegt Noah zu fragen? Wenn er die Wohnung nicht übernommen hätte, wäre ich nicht eher aus dem Mietvertrag gekommen. Was meinst Du?“

„Finde ich gut. Sofern Noah kein Problem damit hat. Und sollen wir auch Gregor fragen? Er hat Dir und uns ja schon einige Male sehr geholfen. Und am Umzugstag ja auch.“

„Oh ja! Gregor auf jeden Fall. Gute Idee. Er hat mir nicht nur einmal aus emotionalen Situationen geholfen. Dann haben wir ja die Gästeliste.“

Alle besprochenen Gäste haben Zeit am Wochenende und freuen sich auf einen schönen Abend zur Feier des offiziellen Einzugs von Tom bei Chris. Noah hatte keine Einwände zu kommen, Tom hatte dies in der Bank mit ihm geklärt. Er hatte sich über die Einladung gefreut.

Am folgenden Wochenende trudeln die Gäste nach und nach ein. Als erstes kommen Sandra und Peter. Da sie die weiteste Anreise haben, bleiben sie auch über Nacht. Sandra begrüßt ihren Bruder gewohnt herzlich.

„Hey Tom! Danke für die Einladung. Du schaust gut aus. Und glücklich.“

„Ich kann Dir gar nicht sagen, was für eine Last von meinen Schultern gefallen ist, als Jonas aus dem Café verschwunden ist und damit aus meinem Leben.“

„Das hast Du echt gut gemacht. Damit ist das Kapitel abgeschlossen?“

„Das ist definitiv abgeschlossen. Ein weiterer Grund, heute zu feiern.“

Nach und nach kommen auch alle weiteren Gäste. Tom und Chris hatten einige Leckereien vorbereitet und es ist ein ausgelassener Abend auf der Terrasse. Nachdem das Dessert verzehrt ist, steht Tom auf und möchte ein paar Worte sagen.

„Keine Sorge, ich kenne die Regel, dass man über alles reden darf, nur nicht über zehn Minuten. Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, mich zu bedanken. Zuerst bei Merle, die mich an besagtem Abend trotz meiner Gegenwehr und meines großen Gipses in das Bistro am See geschleift hat, weshalb wir hier heute überhaupt zusammensitzen.“

Merle lacht. „Na so viel Chance zur Gegenwehr hattest Du ja nicht.“

„Stimmt. Und schlussendlich hast Du ja selbst auch von dem Abend profitiert“, sagt er zwinkernd in Marcos Richtung. „Und vielen Dank für Deine Unterstützung beim Umzug. Ich war ja nicht ganz bei mir, aber Du hast tatkräftig dazu beigetragen, dass der Umzug doch noch gelungen ist. Dann natürlich auch ein großes Danke an Gregor. Du hast mir die Sorge vor den Krankenhausbesuchen genommen. Nach dem Unfall war es immer eine Horrorvorstellung, zum ersten Gipswechsel zu kommen. Diese Sorge konntest Du mir nehmen. Und natürlich erst vor Kurzem Dein spontaner Einsatz beim Umzug.“

„Das habe ich sehr gern getan Tom. Und das gilt auch für die Zukunft.“

„Danke Gregor. So, wo gehts weiter. Natürlich bei meiner Schwester. Sandra, danke für Dein immer wieder Gedanken sortieren und in den Hintern treten. Sowie dafür, immer ein offenes Ohr zu haben und, dass Du auf mich aufpasst.“

„Du hast mein berüchtigtes Kreuzverhör vergessen“, erwidert Sandra und bringt damit alle zum Lachen.

„Wie konnte mir das entgehen. Aber natürlich muss ich auch Deinem Mann Danke sagen, für die Unterstützung bei meinem Prozess. Der Typ, der mich angefahren hat, wurde Gott sei Dank ordentlich bestraft. Und auch Dir gilt mein Dank für Deine Hilfe beim Umzug.“

Noah sitzt in der Runde und hört der Dankesrede von Tom zu. Insgesamt fühlt er sich sehr wohl an diesem Abend und hat nicht erwartet, auch noch angesprochen zu werden, als es doch passiert.

„Kommen wir zu Noah.“ Sein Puls geht plötzlich schneller, als er seinen Namen hört. „Du hast mich nach meiner Rückkehr in die Bank als Erster willkommen geheißen. Und da Du meine Wohnung übernommen hast, konnte ich direkt ausziehen. Danke Dir.“

„Es hat mir ja ebenfalls geholfen, da ich schon Sorge hatte, keine adäquate Wohnung zu finden. Also Danke Dir ebenfalls.“

„Sehr gerne Noah. Aber jetzt komme ich zum wichtigsten Dank an diesem Abend. Und der gilt natürlich Chris.“ Tom wendet sich ihm zu. Chris‘ Herz schlägt ihm plötzlich bis zum Hals.

„Ich kann Dir gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass ich an dem besagten Abend nicht auf der Couch geblieben, sondern mit Merle in das Bistro am See gefahren bin. Du hast mein Leben so sehr bereichert, warst und bist einfach ganz selbstlos für mich da und hast mich an so vielen Stellen unterstützt, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Du hast mir wieder gezeigt, wie es ist, gemeinsam Dinge zu erleben. Zum Beispiel unser Kurztrip nach Hamburg. Nach Jonas hatte ich schon fast vergessen, wie schön es zu zweit ist. Und auch nachdem er wieder aufgetaucht ist, warst Du für mich da. Und jetzt bin ich bei Dir eingezogen. Du machst mich einfach glücklich Schatz. Ich liebe Dich.“

Chris ist total gerührt von dieser Liebeserklärung. Damit hatte er gar nicht gerechnet. Er ist ebenfalls aufgestanden und sieht, dass Tom feuchte Augen hat. So wie er selbst. Er nimmt Toms Gesicht in die Hände und gibt ihm einen innigen Kuss. „Ich liebe Dich auch. Und Du hast mein Leben mindestens genauso bereichert. Ich freue mich, dass Du bei mir bist.“

Die anwesenden Gäste freuen sich mit den Beiden. Sandra hat ebenfalls feuchte Augen, sie freut sich für Tom, dass er nach so viel Negativem endlich wieder glücklich ist und findet als Erste die Worte wieder nach der Ansprache. „Leute, lasst uns endlich anstoßen, bevor hier gleich alle heulen.“

Es lachen alle laut, nehmen ihre Gläser und stoßen auf die gemeinsame Zukunft von Tom und Chris an. Es wird noch reichlich gefeiert und es ist ein wunderbarer Abend.

Nun ist er gekommen. Der Tag den Tom gleichzeitig so lange herbeigesehnt und gefürchtet hat. Er hat gut geschlafen, ist aber vor Chris wach. Er denkt darüber nach, wie sehr ihn der Gedanke beherrscht hat, dass er nicht wieder richtig laufen kann. Und es hat sich alles so positiv entwickelt. Er läuft bereits wieder, allerdings immer noch mit dem Gips als Schutz für den Fuß. Heute wird sein Fuß befreit. Hoffentlich klappt das Laufen dann genauso gut. Er kuschelt sich an Chris. „Guten Morgen Tom. Heute ist der große Tag. Der Gips kommt ab.“

„Ich freue mich wirklich, aber ob ich so gut laufen kann wie jetzt mit dem Gips?“

„Das werden wir sehen. Es wird sich zumindest merkwürdig anfühlen für Dich, wenn Dein Fuß dann so ungeschützt ist.“

„Auf das Gefühl bin ich gespannt. Aber sag mal, ich weiß ja, wie sehr Du meinen Gipsfuß magst. Wirst Du ihn sehr vermissen?“

Chris ist kurz hin- und hergerissen. „Du weißt, dass ich Dich ziemlich sexy finde mit Deinem Gips. Aber jetzt freue ich mich sehr für Dich, dass Du ihn loswirst. Und Deine Füße bleiben mir ja, nehme ich an“, sagt er grinsend.

Tom lacht. „Natürlich bleiben sie Dir. Ich mag es doch total gerne, wenn Du Dich um sie kümmerst. Und wo wir gerade dabei sind, mein Gipsfuß hätte gern Deine Zuwendung.“ Er hebt den Gips an und bewegt die Zehen.

„Da lasse ich mich nicht lange bitten.“ Chris beginnt sich ausgiebig um die Zehen im Gips zu kümmern. Tom genießt es sichtlich. Beide haben eine ordentliche Beule in der Hose.

„Deine Zunge zwischen meinen Zehen, unfassbar erregend.“ Inzwischen sind beide nackt. Chris legt sich neben Tom, nimmt ihn in den Arm, massiert seinen harten Schwanz und streichelt über seine Nippel.

„Oh man, nicht aufhören. Ich komme…“ Tom spritzt im hohen Bogen. Dieser Anblick erregt Chris immer sehr und er kommt ebenfalls. Die Beiden genießen wie immer die Zeit nach dem Orgasmus, ganz entspannt.

Nach der gemeinsamen Dusche ist Tom unentschlossen, welche Sneaker er anziehen soll. "Würden Dir die AirForce1 an mir gefallen?“

„Auf jeden Fall! Und darf ich ein letztes Mal Deine Gehsohle anlegen?“

Tom lächelt und hält ihm bereitwillig den Gipsfuß hin. Chris nimmt ihn liebevoll in die Hand und kann nicht umhin die Zehen erneut ein wenig zu sniffen, bevor er die Sohle anlegt. Tom weiß, wie sehr Chris es mag, seinen Gipsfuß zu verwöhnen. Aber er ist so froh, das Ding jetzt endlich loszuwerden.

Im Krankenhaus begrüßt Gregor die Beiden in seinem Arztzimmer. „Hallo ihr zwei. Unser letzter Termin hier.“ Er blickt auf Toms Gips, der komplett zu sehen ist, da Tom Shorts angezogen hat. „Na für Unterschriften ist ja auch kaum noch Platz.“

„Ja, genau so wollte ich ihn haben, aber ich bin schon froh ihn jetzt loszuwerden Gregor.“

„Das glaube ich Dir. Es war auch ein langer Weg. Ich schlage vor, ihr zwei geht den gewohnten Weg in den Gipsraum und dann zum Röntgen. Ich komme dann zu euch.“

Tom legt sich auf die Liege und Chris bereitet die Säge vor. Das Ausziehen der Gehsohle überlässt Tom ebenfalls Chris. Er schaut ein wenig wehmütig auf den Gips, aber es überwiegt die Freude, dass Toms Fuß wieder verheilt ist. Das Aufsägen ist in wenigen Minuten erledigt, den Gips wollen sie aufbewahren, als Symbol.

Toms Fuß liegt auf der Liege. Unverpackt. Tom schaut ihn sich an und wirkt ungläubig.

„Unfassbar. Und er wird nicht wieder eingegipst. Ich hätte das damals nicht gedacht, dass ich wieder laufen werde. Ich war davon überzeugt, dass der Fuß nicht wieder richtig verheilt.“

„Ich war immer davon überzeugt, dass Du wieder laufen wirst Tom. Und heute ist der Tag, an dem es offiziell wird.“

„Fehlt nur noch das Röntgenbild. Lass uns rüber gehen.“

Nachdem die Röntgenaufnahmen erstellt sind, gehen die Beiden zurück in den Gipsraum, setzen sich nebeneinander auf die Liege. Tom hat sich an Chris gelehnt und sein nun gipsfreier rechter Fuß baumelt nackt herunter. Tom hält ihn unterbewusst immer noch ganz ruhig, bewegt den Fuß nicht. Kurz darauf kommt Gregor wie bei den letzten Mal zu den Beiden in den Gipsraum.

„Tom, Deine Behandlung ist offiziell abgeschlossen. Die Bilder sagen ganz deutlich, dass Dein Mittelfuß bestens verheilt ist. Du kannst also ohne Gips nach Hause.“

„Oh man, ich habe diese Worte so herbeigesehnt. Nun hast Du sie gesagt. Ich habe aber ein bisschen Bammel mit dem Fuß aufzutreten.“

Chris reicht ihm die Socke und den zweiten Sneaker herüber. „Du hast so viel geschafft, da brauchst Du jetzt keinen Bammel mehr zu haben Tom. Komm, lass es uns probieren.“

Tom zieht sich die Socke über den rechten Fuß. Seit so vielen Wochen zum ersten Mal. Beim bewegen des Fußes hat er nun etwas Schmerzen in den Muskeln im Fuß und in der Wade. Er steigt in den Sneaker und steht zum ersten Mal seit Wochen ohne Gips auf beiden Füßen. Er fühlt sich unsicher jetzt einfach loszulaufen.

„Chris, kann ich mich ein bisschen an Dir festhalten? Ich trau mich noch nicht.“

„Na klar.“ Chris stellt sich neben Tom, dieser legt die Hand auf seine Schulter und macht den ersten Schritt ohne Gips. Er humpelt ziemlich, rollt den Fuß nicht ab.

„Autsch, das zieht aber ordentlich in den Muskeln. Ist das normal?“

Gregor beruhigt ihn. „Ja das ist völlig normal. Deine Muskulatur wurde kaum benutzt in den letzten Wochen. Die muss gelockert werden.“

„Ich habe das schon vermutet“, wirft Chris ein. „Kathi aus der Physiotherapie zeigt uns gleich noch ein paar Übungen dafür.“

Tom blickt ihn an. Er denkt einfach an alles. Er mag sich nicht ausmalen, wie sein Leben in den letzten Wochen ohne ihn verlaufen wäre. „Chris, Du bist ein Schatz.“

„Da kann ich nicht widersprechen“, meint Gregor lächelnd. „Aber ich bin hier jetzt überflüssig. Tom, wenn etwas sein sollte, Anruf genügt.“

Tom lässt Chris´ Schulter los und geht ein paar Schritte auf Gregor zu, um ihn in den Arm zu nehmen. „Vielen Dank. Das weiß ich sehr zu schätzen.“

Die drei verabschieden sich voneinander und Chris führt Tom in die Physiotherapie-Abteilung. Das Laufen fällt Tom nicht leicht. „Meine Muskeln scheinen hart wie ein Brett zu sein. Das ist echt anstrengend.“

Kathi zeigt Tom ein paar Übungen, die er alleine durchführen kann, ohne weitere Hilfsmittel. Und sie demonstriert Chris, wie er Toms Unterschenkel und Fuß massieren kann, um zusätzlich zu unterstützen. Er schaut aufmerksam zu, da er sich darauf freut, Toms Fuß zu verwöhnen. Tom quittiert die Massage-Demonstration mit einem breiten Grinsen. Er freut sich ebenfalls darauf, von Chris massiert zu werden.

Die Beiden bedanken sich bei Kathi für die ganzen Tipps und kurz darauf sitzen die Zwei im Auto, Chris öffnet das Verdeck und fragt, ob Tom Lust hat auf ein Essen im Bistro am See.

„Das ist eine prima Idee. Chris, der Fuß ist verheilt. Ich kann es noch gar nicht begreifen. Lass uns das ein wenig feiern. Auf zum See.“ Tom blickt immer wieder in den Fußraum und schaut auf seine Füße. Kein Gips mehr. Chris bemerkt das, nimmt seine Hand.

Die Zwei verbringen eine schöne Zeit im Bistro. Das Laufen ist für Tom noch etwas beschwerlich, das Humpeln ist noch zu erkennen. Wieder zuhause angekommen vereinbaren die Beiden, dass Tom jeden Tag seine Übungen macht, Chris verwöhnt ihn dann abends mit der Fußmassage.

„Ich wäre bereit für die Massage.“ Tom legt Chris seinen Fuß auf den Schoß und grinst frech.

„Soso, na dann wollen wir mal sehen.“ Chris zieht Tom die Socke aus und hat den Fuß jetzt das erste Mal ohne Gips auf dem Schoß. Er streichelt vorsichtig darüber.

„Chris, das fühlt sich total intensiv an. Ich glaube der Fuß ist nach der langen Zeit im Gips überempfindlich bei Berührung.“

„Ja das kann durchaus sein. Es ist aber so schön zu sehen, dass er wieder ohne Gips ist, und vor allem, wie Du Dich darüber freust.“

Chris massiert vorsichtig die Wade und den Fuß. Tom verzieht zeitweise das Gesicht, weil die Muskulatur ziemlich verhärtet ist. Darüber hinaus freut er sich auf die nun tägliche Massage. Tom steht auf und läuft ein paar Schritte barfuß im Wohnzimmer auf und ab. „Machst Du bitte ein Video davon? Für Sandra. Ich wette sie ruft innerhalb von zwei Minuten an.“

Chris lacht. „Da bin ich sicher.“

Und kurz nach dem Versand des Videos klingelt bereits Toms Handy, was die Beiden zum Lachen bringt.

„Wette gewonnen“, begrüßt Tom seine Schwester.

„Welche Wette denn?“, fragt Sandra hörbar irritiert.

„Wir hatten gewettet, dass Du innerhalb von zwei Minuten nach Erhalt des Videos anrufst.“

Nun lacht auch Sandra „Ihr schließt Wetten auf mich ab? Ich hör wohl nicht recht. Aber Tom, Dein Gips ist endlich ab. Ich bin unfassbar froh. Wie ist es denn jetzt?“

„Das Laufen fühlt sich noch etwas steif an, die Muskeln sind verhärtet nach der langen Zeit im Gips. Aber ich habe schon Übungen bekommen, die ich jeden Tag machen werde. Und von Chris bekomme ich Massagen.“

„Soso, na da gehts Dir ja gut. Tägliche Massage. Ich sag ja, Du Glückspilz.“

„Ja die werde ich auch sehr genießen. Weißt Du wie schön es klang, als Gregor sagte, dass die Behandlung abgeschlossen ist? Du weißt, wie wenig ich daran geglaubt habe wieder laufen zu können.“

„Ja, ich erinnere mich dunkel“, Sandra lacht. „Ich freu mich sehr für Dich. Und jetzt müssen Deine Muskeln sich nur noch wieder an das Laufen gewöhnen und das Kapitel ist auch abgeschlossen.“

„Fast ein kompletter Neustart. Ich freu mich sehr darauf.“

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