zur Desktop-Ansicht wechseln. zur mobilen Ansicht wechseln.

Marc und seine Zukunft

Teil 1

Lesemodus deaktivieren (?)

Informationen

Das Leben ist spannend…….

Was erwartet mich in der Zukunft.

Ich darf mich einmal vorstellen. Mein Name ist Marc und ich habe gerade das Abitur bestanden. Jetzt ist geplant, ein Jahr Auszeit zu nehmen. Ich bin schwul und habe noch keinen festen Partner. Daher ist mein Ziel, einen Teil der Welt kennenzulernen, um vielleicht auch mein Glück zu finden.

Hier in unserem Ort darf ich nicht offen leben. Jeder kennt jeden und das Geschwätz wäre nur belastend. Meinen Eltern habe ich es vor drei Jahren „gebeichtet“ und sie haben es ohne Vorurteile akzeptiert. Auch wenn sie bedauerten, dass sie keine Enkel bekommen würden, wünschten sie mir viel Glück dabei, die richtige Liebe zu finden.

Mein erster Weg führt nach New York.

Am Flughafen ist viel los. Aber alles geht zügig voran. Nach gut einer Stunde sitze ich im Flieger. Ich hatte mir einen Platz am Gang gebucht, um möglichst einen Überblick zu haben. Eine Stewardess betritt die Kabine und beginnt, das normale Prozedere anzukündigen. Hinter ihr steht ein junger Steward, der uns mit Interesse mustert. Plötzlich treffen sich unsere Blicke. Kurz, aber intensiv. Was war das?

Nachdem alle Anweisungen gegeben wurden und sich der Kapitän vorgestellt hat, geht es endlich los. Während des Starts kann ich nicht aufhören, an diesen Blick zu denken. War es nur Einbildung oder war da wirklich etwas? Meine Gedanken kreisen um diesen jungen Mann. Er hatte strahlend blaue Augen und ein verschmitztes Lächeln. Ich spürte ein Kribbeln in mir, ein Gefühl der Neugier und der Aufregung.

Kurze Zeit später kommt die Crew mit den Getränken. Als der Steward mich erreicht, hebt er leicht eine Augenbraue und lächelt mich an.

"Was darf es für Sie sein?", fragt er mit einer warmen, angenehmen Stimme. Ich bestelle mir einen Orangensaft und nehme die Gelegenheit wahr, seinen Namen auf dem Namensschild zu lesen: "Daniel". Ein schöner Name, denke ich.

"Sind Sie auf Urlaub in New York?", fragt er plötzlich, während er mir den Saft reicht. Seine Stimme klingt interessiert, nicht nur wie eine Floskel.

"Ja, genau. Ich nehme mir ein Jahr frei, um die Welt zu entdecken", antworte ich und versuche, ruhig zu bleiben, während mein Herz schneller schlägt.

Daniel nickt anerkennend. "Das klingt aufregend. New York ist ein guter Anfang. Vielleicht sehen wir uns ja dort mal."

Mit diesen Worten zwinkert er mir zu und geht weiter.

Mein Magen zieht sich zusammen. War das nur Freundlichkeit oder eine versteckte Einladung? Plötzlich ist mein Jahr voller Ungewissheit und Abenteuer um eine aufregende Möglichkeit reicher.

Während des Fluges begegnen sich unsere Blicke immer wieder. Jedes Mal verspüre ich dieses elektrische Kribbeln. Als das Flugzeug zur Landung ansetzt, spüre ich, wie mein Herz schneller schlägt. Ich will ihn nicht einfach so aus den Augen verlieren.

Beim Aussteigen stehe ich unauffällig an der Seite und warte. Daniel kommt den Gang entlang, seine blauen Augen leuchten, als er mich sieht. "Hey, Marc", sagt er mit einem leichten Lächeln. "Falls du Lust hast, könnten wir in New York mal was trinken gehen."

Ich brauche keine Sekunde zu überlegen. "Sehr gerne."

Er zieht sein Handy aus der Tasche und wir tauschen Nummern aus. Seine Finger streifen leicht meine Hand und ich spüre eine wohlige Wärme in mir aufsteigen. "Ich melde mich", sagt er leise, bevor er in der Menge verschwindet.

In der Stadt suche ich nach einem preiswerten Hotel. Schwierig, schwierig.

Aber es hat funktioniert. Einfach, aber preiswert und sauber. Mitten in der Stadt.

Zwei Stunden später erhalte ich eine Nachricht. Es ist von Daniel.

"Hi Marc, ich habe kommende Tage frei genommen. Lust auf ein Treffen? Ich kenne eine tolle Bar mit Dachterrasse."

Mein Herz setzt für einen Moment aus. Ohne lange zu überlegen, tippe ich zurück: "Sehr gerne! Wann und wo?"

Wir verabreden uns für den späten Nachmittag in der Stadt in einer Bar. Als ich die Bar betrete, sehe ich ihn bereits an einem Tisch mit Blick auf die funkelnde Skyline. Er trägt ein enges schwarzes Hemd, das seine schlanke, aber definierte Statur betont. Sein Lächeln, als er mich sieht, lässt meine Knie weich werden.

Wir plaudern, lachen, trinken Cocktails – die Chemie zwischen uns stimmt. Als er mir irgendwann tief in die Augen sieht und seine Hand wie zufällig meine streift, spüre ich ein heißes Kribbeln.

"Wollen wir noch woanders hingehen?", fragt er leise. Seine Stimme ist eine Mischung aus Nervosität und Erwartung.

Mein Puls beschleunigt sich. "Wohin denkst du?"

Er grinst. "Wie wäre es mit einer Sightseeing-Tour? Ich zeige dir meine Lieblingsorte. Und ich kenne ein Restaurant, in dem sich fast nur schwule Männer treffen. Es hat großartiges Essen und eine tolle Atmosphäre."

Mein Herz macht einen kleinen Sprung. "Das klingt perfekt. Lass uns losziehen."

Nach einem aufregenden Bummel und Besichtigungen landen wir schließlich in einem Restaurant, das fast ausschließlich von schwulen Männern besucht wird. Ich schaue mich fasziniert um – so viele attraktive Männer, so viele Blicke, die sich kreuzen. Ich kann nicht anders, als einige von ihnen anzustarren.

Daniel beobachtet mich und räuspert sich. "Gefällt dir was du siehst?" Seine Stimme ist sanft, aber mit einem Hauch von Eifersucht.

Ich schmunzle. "Ich bin nur beeindruckt. So eine Atmosphäre kenne ich von zu Hause nicht."

Er nickt langsam, doch ich spüre, dass ihm mein Interesse an den anderen Männern nicht ganz entgangen ist.

Wo bin ich hier? So tolle Typen auf einem Haufen. Ich werde nervös.

Da ist einer am Nachbartisch. Richtig gutaussehend und auch er schaut mich an. Was soll das denn jetzt? Er bildet mit seinem Mund einen Kuss und mit seiner Hand schwingt er ihn mir zu. Das war doch eindeutig oder?

Daniel ist mit der Getränkekarte beschäftigt und bekommt das Gott sei Dank nicht mit. Ich grinse meinen Typen an und forme auch einen Kuss mit meinem Mund.

Jetzt steht er auf, kommt auf mich zu und fragt, ob er sich zu uns setzen darf.

Nichtsahnend erlaubt Daniel es. Es dauert nicht lange und ich spüre sein Bein an meinem Beim. Kurz darauf folgt ganz langsam auch seine Hand unter dem Tisch, die sich ebenfalls an meinen Oberschenkel schmiegt und leicht anfängt zu streicheln.

Mir wird es ganz heiß. Auch der Platz in meiner Hose wird recht knapp. Jetzt ist die Hand auch noch an dieser Stelle.

Da frägt mich Daniel: “Was möchtest du trinken?“ Ich fahre zusammen und stottere nur „ein Bier.“ Er schaut mich erstaunt an auf meine Reaktion. Ob er etwas bemerkt hat? Ich atme tief aus und versuche wieder normal zu werden. Aber die Hand liegt immer noch auf meinem Schritt. Die Schwellung bei mir geht nicht zurück.

Mein Nachbar wird immer mehr direkter. Er merkt was bei mir los ist und beachtet Daniel überhaupt nicht.

Nachdem ich den ersten Schluck Bier getrunken habe, halte ich es nicht mehr aus und sage spontan: „Ich muss mal auf die Toilette.“

Da sagt Daniel plötzlich: "Ich komme mit."

Überrascht runzle ich die Stirn. "Warum?" Er lehnt sich näher zu mir und flüstert: "Ich will nicht, dass du dich von den falschen Blicken verführen lässt. Außerdem… vielleicht habe ich auch eine Idee, wie wir den Abend noch ein wenig aufregender gestalten können."

Sein Blick ist intensiv, voller Verlangen. Ein heißer Schauer läuft mir über den Rücken, als er seine Hand auf meinen unteren Rücken legt und mich Richtung Toilettenbereich führt. Mein Herz klopft schneller. Dieser Abend könnte noch eine sehr spannende Wendung nehmen…

Die Toilettenräume, die wir nun betreten, sind großzügig gestaltet und stilvoll eingerichtet. Mehrere Kabinen mit mattierten Glastüren verteilen sich im Raum. Es duftet nach teurem Parfüm, leises Stöhnen und rhythmische Geräusche sind aus verschiedenen Richtungen zu hören. Wir sind nicht allein hier.

Daniel zieht mich wortlos in eine der Kabinen, schließt leise die Tür hinter uns und verriegelt sie. Ich spüre, wie mein Herz schneller schlägt, wie meine Vorfreude sich mit Neugier vermischt. "Was hast du vor?", flüstere ich.

Er antwortet nicht mit Worten, sondern mit seinen Lippen, die sich verlangend auf meine legen. Seine Hände gleiten unter mein Shirt, erkunden meine Haut, als wollten sie jeden Zentimeter kennenlernen. Ich spüre, wie sich die Welt um uns herum auflöst, einzig die Enge dieses kleinen Raumes, unser Atem, unsere Bewegungen zählen jetzt.

Ohne Eile öffnet er meine Hose, zieht sie sanft nach unten, während ich zitternd seinen Rücken entlangfahre. Er befreit mich vollständig von meiner Kleidung, dann folgt er mir, entkleidet sich ebenso – langsam, genüsslich, mit diesem glühenden Blick, der mir den Atem raubt.

Unsere Körper treffen erneut aufeinander, heiß, fest, innig. Unsere Bewegungen werden schneller, intensiver, bis wir beide keuchend in den Armen des anderen versinken – völlig eins, völlig frei, mitten in dieser vibrierenden Stadt, in einem versteckten Raum, der für einen Moment nur uns gehört.

Langsam kehrt unsere Atmung zur Ruhe zurück. Noch immer in der Umarmung, streichen Daniels Finger zärtlich über meinen Rücken. Unsere Haut klebt leicht vor Wärme, aber es ist ein wohliges, sinnliches Gefühl. Ein letzter Kuss auf die Stirn, dann richten wir uns leise und mit verschwörerischem Lächeln wieder her.

Zurück diesmal an der Bar setzen wir uns auf einen der gemütlichen Hocker. Der Barkeeper lächelt vielsagend, doch sagt nichts. Wir bestellen zwei Gläser Wasser, stoßen an – auf dieses verrückte, aufregende Erlebnis. Die Welt scheint sich langsamer zu drehen, als wir still nebeneinandersitzen und hin und wieder einander ansehen. Es war mehr als bloße Lust. Es war Nähe. Es war ein Versprechen.

Lesemodus deaktivieren (?)