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Alltag

von Tommy Gl.

Was wir fühlen,
sind Schritte aus der Vergangenheit.
Verstummtes Lachen.
Starre Schaukel.
Arme, die viel zu lang scheinen.
Hände, die viel zu kalt sind.
Wir ließen sie tasten;
hatten sie doch nichts anderes.

Was wir sehen,
sind die Wände.
Die Regeln.
Sie umkreisen uns,
immer.
Wir wollen sie verbessern, abändern, auslöschen.
Doch es geht nicht.
Es sind zu viele.
Wir wollen ihnen entkommen, fliehen.
Doch es geht nicht.
Sie sind überall.

Worauf wir zusteuern,
ist eine bereits vergangene Zukunft.
Unabänderlicher Stillstand.
Denn wir drehen nur am Platz.
Wie Atome.

Was wir erkennen,
ist ein schwarzer Regenbogen am Horizont, fern.
Wie gut, dass wir nicht näher können.

Was wir erkennen sollten,
ist die Sonne neben dem Regen.

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