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Gedichte

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Der Nachtbus

von Til

Ein Bus fuhr treu durch sein Revier,
seufzend durch die müde Nacht.
Ich saß darin und habe mir
Gedanken über nichts gemacht.

Ringsum späte Passagiere,
existent der Zeit gemäß,
Plastiktütenkavaliere,
Kölnisch Wasser, Biergefäß.

Da trat nach leisem Türenzischen
noch ein Nachtbewegter ein,
wollt´ sich mang die andern mischen
- und passte nicht hinein.

Beim ersten Anblick schimmernd bloß,
strahlend schön beim zweiten,
beim dritten saß er schuhelos
und blätterte in Seiten.

Die Kavaliere merkten´s nicht,
sie starrten in die Ferne.
Ich starrte wie in gleißend Licht
und schielte nach dem Sterne...

So sah ich ihn ein Märchen lesen,
Röte auf der Haut;
und hab, als mal Station gewesen,
in seinen Blick geschaut.

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