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Dunkelheit

von Steven Lerch

Sie schafft ein kaltes Grausen,
schleichend umfasst es mein Herz,
erst wird es in meinen Ohren sausen,
pflanzt in meinen Tiefen einen Schmerz,

Die Sonne scheint auf mich herab,
ihre Wärme hält alles in Trapp.

Sie bringt mir einen kalten Schauer,
leise brennt er durch die Leiber,
bevor sie sich legt auf die Lauer,
verschreckt sie all meine Begleiter,

Die Sonne vertreibt noch alle Sorgen,
dem Tag über fühl ich mich geborgen.

Sie bringt die schlechte Ahnung,
wartend liegt sie in ihrem Versteck,
schon setzt sie an zu ihrem Sprung,
hielt sich vom Licht bedeckt,

Die Sonne ist nur ein Weggefährte,
versteckt sich irgendwann hinter der Erde.

Sie ist eine schadenfrohe Begleitung,
vertrauensvoll leitet sie mich zu späten Stunden,
doch geht mit ein kalter Schauer bei ihrer Führung,
ist nur am Tag verschwunden,

Die Sonne ist der Dunkelheit gewichen,
noch wird sich Licht und Schatten im Zwielicht mischen.

Sie hat den Tag bezwungen,
rasch strömt die Nacht in jedes Haus,
mit ihr wird nicht lang gerungen,
treibt sie alle Lichter aus,

Die Dunkelheit erfasst meine Welt,
mit ihrem Knechten sie nun mich quält.

Sie nutzt das, vor dem es mich am meisten bangt,
schwer fällt es mir mich zu wehren,
da zu groß ist die Angst,
greift sie nach meinen Sinnen, um sie zu verkehren,

Die Dunkelheit hält mich gefangen,
bin zitternd vor Angst befangen.

Ich trau mich nicht zur Wehr,
verängstigt sind die Glieder,
da gibt es keine Helden mehr,
geschlagen wurde mein Selbst nieder,

Die Dunkelheit herrscht mit ihrer kalten Gewalt,
es erfiert jedes Gefühl, jeder Sinn und auch mein Leben bald.

Es erlischt bald die letzte Flamme,
klanglos verglimmt sie in der einsamen Nacht,
einst gehütet wie das Kind von der Amme,
wird es wohl nicht mehr erstrahlen in seiner Pracht,

Die Dunkelheit hat mich um den Verstand gebracht,
hat sie mich fürchtend starr gemacht.

Es scheint kein Licht an meinem Firmament,
mein Blick vom Grausen verzerrt,
hab ich den Ausweg verkannt,
such erneut Kraft, hab sie nur noch nicht in mir bemerkt,

Die Dunkelheit ist in meinen Gedanken nicht allein,
bei mir wird noch etwas Warmes sein.

Es ist ein Pfad durch die Finsternis,
er führt mich zurück ins Licht,
doch stellt Angst sich als Hindernis,
merk so einfach wird das nicht,

Die Dunkelheit wehrt sich nicht gegen mein Taschenlicht,

Es ist in meinem Herzen tief verankert,
schwach strahlt es in mir auf,
wenn mein Gedanke zu diesem Bild wandert,
aus Schutz vor die Dunkelheit hol ich es herauf,

Die Dunkelheit ruht sich aus auf ihren Mächten,
aber letztlich lässt sie nach mit ihren Kräften.

Auch wenn die Angst mich bannt,
klammer ich mich an meine Vision,
damit ich die Hoffnung wieder fand,
um der Finsternis zu begegnen mit Hohn,

Die Dunkelheit muss ich vertreiben,
muss Mut statt Angst mit mir verleiben.

Mein Schild ist der Mut,
mein Schwert ist die Liebe,
ich trete an gegen die Furcht mit all meiner Wut,
schlage sie langsam zurück mit kräftigem Hiebe,

Die Dunkelheit wird durchschnitten mit Licht,
der Nebel der Angst schien nur halb so dicht.
Ich taumelte durch die Nacht,
lässt sie mich auch kaum gewähren,
komm voran, wenn auch nur sacht,
meine Kräfte an dem Gefühl der Liebe zehren.

Die Dunkelheit zerbricht im warmen Schein,
spür, dass ein neues Feuer ist mein,

Ich klammer mich an mein getautes Herz,
sehe ins Licht mit tränenden Augen,
kalt durchzieht mich der letzte Schmerz,
kann es kaum noch glauben,

Die Dunkelheit zwischen den Fingern rinnt,
ein neuer Tag beginnt.

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