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Gedichte

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Ein Geständnis

von Pugnare

So viele Tage sind vergangen
seit all dies hat angefangen
seit zuerst ich mit dir schrieb
seit dein Wesen Angst vertrieb

Die Zeit wir teilten war sehr schön
Auch wenn wir nie bekam zu sehn
Uns Angesicht zu Angesicht
Denn waren wir auch drauf erpicht
So hatte jeder seine Pflicht
Du dort, ich hier

Zu groß war jene Strecke
Und egal wie ich mich recke
So warst du immer fern nicht nah

Es musste weitergehn
Mein Leben blieb nicht einfach stehn
Gleichwohl kam meine Angst zurück
Jene die ich versucht zu unterdrück

Die Angst ich sei der falsche dir
Dass das werden eines wir
Dir nur die bessre Chance verbaut
Die Angst ich hätt dich wem geklaut

All dies mein Brief dir damals offenbart
Du sagtest du wärest wie erstarrt
Du wolltest mich nicht ziehen lassen
Alleine durch die fernen Gassen
Ich zauderte, dann blieb ich stur

Nur das Beste wollte ich für dich
Nicht quälen oder wehtun dir
Du flehtest „Bitte ich will dich nicht verlieren“
Dein Brief er zog durch Tränen schlieren
Und so verließ ich dich nicht ganz
Reichte dir der Freundschaft Kranz
Nur Freundschaft und nicht mehr
Doch alleine dieses freute dich so sehr

Und auch wenn du das wir noch immer suchst
So hab ich dich doch nie verflucht
Denn die Liebe ist ein seltsamer Gefährt
Man weiß nie ob sie wird erhört

Dies alles ist nun schon Geschichte
Und dennoch schreibe ich Gedichte
Denn immer noch sind wir uns nah
Als Freunde zwar, doch ja

Auch lässt du mich noch immer wissen
Das wir, du würdest es vermissen
Doch auch du musst nun von dannen ziehn
Denn unsere Zeit war nur geliehn

Du glaubst du seist der Grund warum es damals implodierte
Doch sei gewiss das war es nicht was da passierte
Deine direkte unbedarfte Art
Die uneingeschränkt ehrlich ward
Und ich war jener Bösewicht
Der verlöschte unser Licht
Der weiterzog
Und dich bis dato nie belog
Zumindest bis vor kurzem nicht

Ich glaub ich muss es dir nun beichten
Nun frag ich mich ob diese Zeilen reichten
Es sind schon fast zwei Mond vergangen
Seitdem das Neu hat angefangen
Seit ich nunmehr mein Leben teil
Und nicht mehr ganz allein verweil
Seit jemand wieder meine Angst erkannt
Sie dann bekämpfte; ewig ‘bannt
Seitdem ich weiß was Liebe ist

Zwei Monde sind es schon
Seit ich auf Wolke 7 wohn
Erst dacht ich es vorrübergeht
Nun weiß ich dass es übersteht
Das ich mein Leben nun zu zweit
Und nicht mehr ganz allein bestreit

Ich weiß wie sehr es tut dir weh
Das ich bei jemand anderm steh
Doch kann ich nun nicht weiter Lügen
Die Wahrheit ist oft kein vergnügen

Oft sagt‘ ich dir
Zwischen uns da gibt’s kein wir
Du findest einen der dich liebt
Sodass du mir dereinst vergibst
Doch immer meintest du
Dass ich der jemand seien tu
Die Hoffnung ich dir dennoch nehmen muss
Und nein ich Sabbel keinen Stuss
Und daher sag ich es dir nun ganz klar
Ich bin schwul und hab nen Freund, ja es ist wahr

Vielleicht so werden wir uns wiedersehn
Und das du mich dann endlich kannst verstehn
Ich hoffe dass auch du dann einen Liebsten hast
Der ganz vorzüglich zu dir passt
Drum bitte weine nicht zu sehr
Denn das steigert den Schmerz nur umso mehr
Das zwischen mir und dir, das wir
Nie war es bestimmt zu gedein
Zu unterschiedlich unser Sein
Und so bitte verzage nicht
Denn hinter jedem Ende steht ein Licht

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