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Des Pulsschlags heiße Würde

von NoahGoldfisch

Der erste Ton,
der erste Blick
vermag es zu umreißen,
wenn alle Gedanken,
verbunden mit der Welt
und alle Kleider
geschnürt um unser beider Körper
abgestreift nun vor uns liegen -
die Narben ... entblößt,
die erste Regung lässt alles erstarren!

Meine Lippen sind von seinen
noch immer unberührt,
doch nun nähern sie sich langsam.
unmerklich und zögernd
gleitet seine Hand hinab
und umspielt den Rand des Schenkels.
Ich denke nichts
denn ich spüre nur
wie während des ersten Kusses
von seinen Lippen heißer Atem
in mich dringt und mich durchströmt.
Ein weiches Durchzucken im ganzen Körper -
behutsam legt sich seine Hand
um das pulsierende Glied.

Schwer wiegt nun mein Atem
und schwer wiegt nun auch seiner.

Pulsschlag um Pulsschlag,
vibrierend und klopfend
durchzieht es jede Faser,
ertastet es jeden Winkel des Körpers
vermeidet keine Scham!
Meinem Atem beraubt
presse ich nun
meine Lippen gegen seine.

Sanft bette ich meinen Kopf
in das Kissen dieser Nacht.
Während im betörenden Rauschen
Gedanken in die Tiefe sinken
entflammt zurückhaltend eine Kraft,
impulsiv,
erregend,
packend,
vom Funken seiner Augen getragen,
von der Hitze seiner Berührung begleitet,
vom Klang seines Atems geleitet.

Verschlingt uns nicht
das grausame Gespann des Tageslichts,
dann trauen sich meine Hände
nach der Dunkelheit zu greifen -
sie finden ihn und
seine warme Haut.

Ich ziehe ihn heran,
ich ziehe ihn zu mir.

Wohin die zarten Berührungen seines Mundes fließen
dorthin sollen sich die Liebesglieder
in heißer Umschlungenheit neigen.

Pulsschlag um Pulsschlag vergeht -
und unsere Körper liegen
sich einander ergebend frei.
Innige Erkenntnis! - Stechen -
Seicht wiegen wir
uns Heftig und
schnell,
berührend und
schön
im Rhythmus dieser einen Nacht.

Versunken und
verloren im erotischen Feuer des
Moments ...
Meine Muse:
Erklimme meinen Arm
und nimm meinen Körper!
Beide entrücken wir sehnsuchtsvoll der Nacht
ihrem eigentlichen Sinn.

Plötzliche
Wärme umschlingt uns
Beide -
Ich ergebe mich ihm,
der ganzen sanften Gewalt seines Leibes
bis wir uns vereinigt haben
bis die Morgenröte uns erfasst.

Ich ziehe ihn heran,
ich ziehe ihn zu mir.

Nackt liegen unsere Körper da,
erschöpft und selig,
und langsam sinken wir hinab,
entfernt vom kalten, grellen Stein,
der jedes Leben im Keim schon erstickt.
Denn am Ende dieser Nacht
möchte ich ihn halten, nur ein bisschen.

Mit weichen Lippen küsst er den morgendlichen Regen,
abgewandt,
und hinterlässt auf meinem Mund
einen warmen Dunst,
den Geschmack der heißen Würde,
der wie schwerer Tau von seinem Munde tropft,
den ich kosten will,
dem ich nicht widerstehen kann,
der ewiglich auf meinen Lippen liegt.

Ich ziehe ihn heran,
ich ziehe ihn zu mir.

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