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Reine Liebe

von Damian de Miró

Ach, wie wir uns hingaben,
in das Glück,
die Zeit voller Glanz;
wie wir lebten
und nicht mehr stillten,
das Gewünschte von Allerseits.

So wie das Schicksal uns führte,
so wie die Zeit eine andere ward,
wir wussten wie man hörte,
wir wussten wie man sprach.

Wir warn nun nicht mehr still
und nicht mehr klein,
endlich verließen wir
unseren Moloch;
theatralisch und doch –
so ist nun mal unser Sein.

Es ist ein alter Fluch,
der uns verfolgt. –
Obwohl in Recht,
obwohl in Glanz,
gleichwohl geschehs,
niemals werde es gewollt. –

Und so bleibt uns eines:
die stumme Qual.
Uns bleibt ertragen,
heuchlerische Sagen,
das Eine:
meines, deines.

Aber wir werden nicht mehr
Normen stillen,
statt Leben leben.
Wir werden uns geben,
unserem Willen –
unserem Segen.

Denn wir sind
nun einmal anders
als die anderen.
Die einen leben
Nord zu Süd,
die anderen –
Blau zu Blau.

Wir aber zeugen
nie gemeine Triebe,
wir leben –
reine Liebe.

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